{"id":7007,"date":"2004-04-01T00:00:00","date_gmt":"2004-03-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040401-02n"},"modified":"2004-04-01T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-31T22:00:00","slug":"drastischer-einbruch-bei-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/drastischer-einbruch-bei-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Drastischer Einbruch bei Nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>L P D<\/b> \u2013 F\u00fcr den Anbau nachwachsender Rohstoffe auf Stilllegungsfl\u00e4chen hat die Halbierung des Mindestsatzes f\u00fcr die Fl\u00e4chenstilllegung verheerende Folgen gehabt. Nach Angaben des <a href=\"http:\/\/www.landvolk.net\/3136.htm\" >Landvolks Niedersachsen<\/a> war die Verpflichtung zur Stilllegung von der EU im vergangenen Herbst wegen der knappen Getreideernte von zehn auf f\u00fcnf Prozent der Ackerfl\u00e4che reduziert worden. Danach hat es einen massiven Einbruch beim Anbau nachwachsender Rohstoffe gegeben. Viele bereits im Sp\u00e4tsommer bestellte Rapsfelder, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr die industrielle Verwertung geplant waren, sind danach offenbar f\u00fcr Konsumzwecke umgewidmet worden. Dies ist problemlos m\u00f6glich, solange noch keine Anbau- und Liefervertr\u00e4ge abgeschlossen und an die Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung (BLE) in Frankfurt gemeldet worden sind, weil es sich f\u00fcr beide Zwecke um die gleichen Sorten und die gleichen Anbauverfahren handelt. <\/p>\n<p>Zurzeit sind der BLE aus Niedersachsen lediglich 4.115 Vertr\u00e4ge mit 16.954 Hektar (ha) Stilllegungsfl\u00e4che f\u00fcr den Anbau nachwachsender Rohstoffe gemeldet worden, im vergangenen Jahr waren es noch 27.400 ha mit 4.969 Vertr\u00e4gen. Vor f\u00fcnf Jahren war allerdings mit 20.523 ha ebenfalls eine erheblich kleinere Fl\u00e4che mit nachwachsenden Rohstoffen bestellt. Damals hatte Niedersachsen nur einen der hinteren Pl\u00e4tze im Vergleich mit den anderen Bundesl\u00e4nder belegt und war im vergangenen Jahr als ehemaliges Pionierland der nachwachsenden Rohstoffe auf Rang sechs vorger\u00fcckt. F\u00fcr die kommende Ernte ist Niedersachsen nun wieder auf Platz sieben abgerutscht. Allerdings ist auch bundesweit der Anbau nachwachsender Rohstoffe erheblich eingeschr\u00e4nkt worden. Zur Ernte 1999 wurden noch 372.437 ha damit bestellt, im vergangenen Jahr war es dagegen mit 337.848 ha schon deutlich weniger. In diesem Jahr ist der Anbau sogar drastisch um ungef\u00e4hr ein Drittel auf 229.802 ha geschrumpft. Die gr\u00f6\u00dfte Anbaufl\u00e4che ist nach wie vor in Sachsen mit 35.194 ha (Vorjahr: 43.641 ha) zu finden. Ebenfalls vor Niedersachsen liegen auch die anderen neuen Bundesl\u00e4nder bis auf Brandenburg sowie Bayern und Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>Zwar wird sich die Stilllegungsfl\u00e4che mit nachwachsenden Rohstoffen bei der anstehenden Fr\u00fchjahrsbestellung noch geringf\u00fcgig erh\u00f6hen, der R\u00fcckgang gegen\u00fcber dem Vorjahr ist aber nicht auszugleichen. Hauptfrucht als nachwachsender Rohstoff ist n\u00e4mlich der bereits im August ausges\u00e4te Winterraps, der vornehmlich in der Biodieselherstellung Verwendung findet. Bei den derzeit aus Niedersachsen gemelde-ten Vertr\u00e4gen entfallen allein darauf 16.617 ha. Alle anderen Rohstoffe spielen nur in kleinen Nischen eine bescheidene Rolle. Dazu z\u00e4hlen der Eruca-Raps mit 298 ha, Sommerraps mit 20 ha, Triticale zur K\u00f6rnerverbrennung mit 2,5 ha, Roggen ebenfalls zur Verbrennung mit13 ha und Silomais f\u00fcr Biogasanlagen mit 2,8 ha. (LPD 13\/2004)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>L P D<\/b> &ndash; F&uuml;r den Anbau nachwachsender Rohstoffe auf Stilllegungsfl&auml;chen hat die Halbierung des Mindestsatzes f&uuml;r die Fl&auml;chenstilllegung verheerende Folgen gehabt. 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