{"id":70017,"date":"2020-01-08T07:26:59","date_gmt":"2020-01-08T06:26:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=70017"},"modified":"2021-09-09T21:23:27","modified_gmt":"2021-09-09T19:23:27","slug":"internationales-power-to-x-sekretariat-in-berlin-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/internationales-power-to-x-sekretariat-in-berlin-geplant\/","title":{"rendered":"Internationales Power-to-X-Sekretariat in Berlin geplant"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf der Weltklimakonferenz in Madrid hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats angek\u00fcndigt. Wie das Bundesumweltministerium (BMU) mitteilte, soll das Sekretariat k\u00fcnftig die Plattform f\u00fcr ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden. Ziel der Initiative des Bundesumweltministeriums ist es unter anderem, den weltweiten Wissensaustausch zu verbessern, Klimaschutzpotentiale dieser Produkte besser zu bestimmen und gemeinsam die Nachhaltigkeitskriterien f\u00fcr deren Einsatz zu entwickeln.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir brauchen eine weltweite Strategie f\u00fcr die Herstellung synthetischer Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus \u00d6kostrom\u201c, sagte die Bundesumweltministerin. \u201eDiese k\u00f6nnen perspektivisch national wie international einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und f\u00fcr den Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft leisten. Wir m\u00fcssen jetzt die Kriterien setzen, mit denen wir einen umwelt- und klimafreundlichen Einsatz sichern \u2013 und zwar global. Wir d\u00fcrfen nicht die Fehler wiederholen, die einst bei den Biokraftstoffen gemacht wurden\u201c.<\/p>\n<p>Power-to-X soll Nachhaltigkeitskriterien erf\u00fcllen<br \/>\nDamit Energietr\u00e4ger aus Strom einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten, m\u00fcsse die Produktion und die Anwendung von Anfang an bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erf\u00fcllen. Das wichtigste Kriterium daf\u00fcr: Sie sollten ausschlie\u00dflich aus erneuerbarer Energien produziert werden. Weiterhin sei nicht jedes Anwendungsgebiet sinnvoll, nicht nur aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes, sondern auch aus Kosten- und Effizienzgr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Anwendung vorzugsweise in schwer elektrifizierbaren Bereichen<br \/>\nDenn bei strombasierten Energietr\u00e4gern wie gr\u00fcnem Wasserstoff oder entsprechenden Kraftstoffen seien Umwandlungsverluste unvermeidlich, die derzeit sehr hoch ausfielen. Beispielsweise sei der Strombedarf bei der Nutzung synthetisch hergestellter Kraftstoffe f\u00fcr PKW zwischen zwei- und fast siebenmal h\u00f6her als die direkte Stromnutzung eines Elektroautos. Deshalb spricht sich das BMU daf\u00fcr aus, nachhaltig produzierte Power-to-X-Produkte gezielt dort einzusetzen, wo eine direkte Elektrifizierung nicht m\u00f6glich ist, also etwa im Luftverkehr oder in der Stahlindustrie.<\/p>\n<p>Produktion von Power-to-X wird haupts\u00e4chlich im Ausland erfolgen<br \/>\nDie Produktion von Energietr\u00e4gern aus \u00d6kostrom wie gr\u00fcnem Wasserstoff werde global erfolgen, vor allem in L\u00e4ndern, die besonders viel Sonnen- und Windstrompotential haben. F\u00fcr das Schaffen eines tragf\u00e4higen globalen Marktes f\u00fcr nachhaltige synthetische Brenn-, Kraft- und Grundstoffe aus \u00d6kostrom sei es wichtig, alle relevanten Akteure national und weltweit in einen Dialog einzubinden, um die Chancen der Technologie zu nutzen und die Umweltauswirkungen so gering wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Weltklimakonferenz in Madrid hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Aufbau eines Power-to-X-Sekretariats angek\u00fcndigt. Wie das Bundesumweltministerium (BMU) mitteilte, soll das Sekretariat k\u00fcnftig die Plattform f\u00fcr ein internationales Power-to-X-Netzwerk bilden. 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