{"id":6999,"date":"2004-04-02T00:00:00","date_gmt":"2004-04-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040402-08n"},"modified":"2004-04-02T00:00:00","modified_gmt":"2004-04-01T22:00:00","slug":"solarenergie-brennholz-und-biomasse-sind-weiter-auf-dem-vormarsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/solarenergie-brennholz-und-biomasse-sind-weiter-auf-dem-vormarsch\/","title":{"rendered":"Solarenergie, Brennholz und Biomasse sind weiter auf dem Vormarsch"},"content":{"rendered":"<p>Die vergleichsweise hohen Verbraucherpreise f\u00fcr \u00d6l und Gas sowie eine gezielte staatliche F\u00f6rderung regenerativer Energien er\u00f6ffnen der Landwirtschaft neue Ertragsquellen. Langfristige Prognosen gehen von einem wachsenden Anteil von Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik an der Stromerzeugung aus. Moderne Feuerst\u00e4tten sorgen zudem f\u00fcr eine wachsende Nachfrage nach Brennholz.<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040402-08\/Prigievergl03.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"Prigievergl03\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>W\u00e4hrend der Prim\u00e4renergieverbrauch in Deutschland im Jahre 2003 mit rund 489 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) gegen\u00fcber dem Vorjahr nahezu konstant blieb, konnten Sonne, Wind und Biomasse ihren Anteil weiter ausbauen. Lediglich die Wasserkraft verzeichnete aufgrund der extremen Trockenheit des vergangenen Jahres einen R\u00fcckgang. Nach wie vor ist Mineral\u00f6l mit einem Anteil von 36,4 Prozent der wichtigste Energielieferant. Es folgen Erdgas (22,5 Prozent), Steinkohle (13,7), Kernenergie (12,6) und Braunkohle mit 11,4 Prozent. Erneuerbare Energiequellen sind aber inzwischen mit mehr als drei Prozent am Prim\u00e4renergieverbrauch und zu acht Prozent an der Bruttostromerzeugung beteiligt. Diese Zahlen pr\u00e4sentierte jetzt das <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/\" >Deutsche Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW)<\/a> in Berlin.<\/p>\n<p><b>Aus deutschen Landen: Brennholz und Strom vom Bauernhof<\/b><br \/>Landwirtschaftliche Betriebe treten vor diesem Hintergrund zunehmend nicht nur als Abnehmer, sondern auch als Erzeuger von Energie auf. Die Politik zur Reduktion von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen hat hier der Landwirtschaft eine gro\u00dfe Bandbreite zus\u00e4tzlicher Gesch\u00e4ftsfelder er\u00f6ffnet. Je nach Betriebsgr\u00f6\u00dfe und Lage lohnt es, die Produktion von Brennstoffen aus Biomasse zu intensivieren oder auf die Stromgewinnung aus Biogas, Solarzellen oder Windkraftanlagen zu setzen, um den daraus gewonnenen Strom f\u00fcr den Eigenverbrauch zu nutzen oder zu gesetzlich garantierten Festpreisen ins \u00f6ffentliche Netz einzuspeisen. Insbesondere das zum 1. Januar 2004 in Kraft getretene Solarstrom-Vorschaltgesetz wird hier f\u00fcr weitere Impulse sorgen.<\/p>\n<p>Nach einer Energieprognose der Esso AG wird sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix bis zum Jahr 2020 auf dann rund sieben Prozent mehr als verdoppeln. Dabei werden fossile Brennstoffe zunehmend durch nachwachsende Produkte ersetzt. So reduzierte sich beispielsweise schon im letzten Jahr &#8211; trotz einer weiteren Zunahme des Bestandes von Diesel-Fahrzeugen &#8211; der Absatz von Dieselkraftstoff um zwei Prozent. Ursache daf\u00fcr war neben der konjunkturbedingt schwachen Entwicklung im G\u00fcterverkehr auch die Substitution durch Bio-Diesel. <\/p>\n<p>Nicht zuletzt f\u00fchrt auch die wachsende Zahl moderner Feuerst\u00e4tten hier zu Lande seit Jahren zu einer steigenden Nachfrage nach Kamin- und Brennholz. Im letzten Jahr wurden in deutschen Heizkaminen, Kamin- und Kachel\u00f6fen sowie den offenen Kaminen mehr als 12,8 Mio. Tonnen Holz verfeuert. <\/p>\n<p><b>Fokus Holz<\/b> <br \/>Problematisch mit Blick auf den Umweltschutz sind hier allerdings die zum Teil eher diffusen Beschaffungsquellen. Bei Abfall- und Abrissholz ist oft nicht sichergestellt, dass es sich um naturbelassenes Holz handelt und dass keine unerw\u00fcnschten Giftstoffe oder sogar Dioxine freigesetzt werden. Es bleibt daher f\u00fcr alle Beteiligten im Festbrennstoffgesch\u00e4ft eine wichtige Aufgabe, den Verbraucher \u00fcber das umweltgerechte Heizen aufzukl\u00e4ren. Nicht nur im l\u00e4ndlichen Raum bieten sich dadurch weitere Potenziale f\u00fcr die Vermarktung des nachwachsenden Rohstoffangebotes der Holzwirtschaft und damit auch f\u00fcr die vielen landwirtschaftlichen Betriebe mit Waldfl\u00e4chen. <\/p>\n<p>Den Markt f\u00fcr gekaufte Festbrennstoffe dominieren nach wie vor die Braunkohlenbriketts. Sie erzielten im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 57 Prozent. Doch auch hier sind Holzprodukte weiter auf dem Vormarsch. Neben dem unbehandelten Kaminholz, das einen Anteil von 27 Prozent erzielte, finden Holzbriketts (sechs) und Holzpellets (drei Prozent) immer mehr Abnehmer. Gro\u00dfe Anbieter wie die Raiffeisen-Organisation setzen daher weiterhin auf ein Komplettsortiment, das neben fossilen Energietr\u00e4gern auch nachwachsende Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft umfasst. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vergleichsweise hohen Verbraucherpreise f&uuml;r &Ouml;l und Gas sowie eine gezielte staatliche F&ouml;rderung regenerativer Energien er&ouml;ffnen der Landwirtschaft neue Ertragsquellen. 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