{"id":6989,"date":"2004-04-06T00:00:00","date_gmt":"2004-04-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040406-06n"},"modified":"2004-04-06T00:00:00","modified_gmt":"2004-04-05T22:00:00","slug":"oeko-haeuser-aus-holz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oeko-haeuser-aus-holz\/","title":{"rendered":"\u00d6ko-H\u00e4user aus Holz"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Artikel, Radio- und Fernsehreportagen \u00fcber heimisches Holz und daraus hergestellte Holzh\u00e4user h\u00e4ufen sich in den Medien. So langsam scheint sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine lange Zeit von &#8220;Betonk\u00f6pfen&#8221; und &#8220;Massivhausbranche&#8221; verdr\u00e4ngte, uralte Baukunst wieder durchzusetzen. Und das ist gut so. Denn die Verwendung von in unseren Forsten und W\u00e4ldern gewachsenen B\u00e4umen hilft dem Klimaschutz, der regionalen Wirtschaft und auch uns selbst. Denn biologisch gebaute Holzh\u00e4user bieten nicht nur ein gesundes Wohnraumklima, sie sch\u00fctzen auch vor Elektrosmog (Mobilfunkstrahlen) von au\u00dfen. Letztlich k\u00f6nnen Holzh\u00e4user auch eine dauerhafte Geldanlage sein, weil sie &#8211; anders als Beton &#8211; uralt werden k\u00f6nnen, vor allem wenn der verwendete Baustoff so genanntes Mondholz oder Mondphasenholz ist.<\/b> <\/p>\n<p>Holz ist ein traditioneller, nachwachsender Rohstoff, der sich gut und Energie sparend verarbeiten l\u00e4sst und zudem in seiner Substanz das Treibhausgas Kohlendioxid der Atmosph\u00e4re entzogen und gespeichert hat. Die Ernte von Holz wiederum geh\u00f6rt schon seit Jahrtausenden zu unseren Wald\u00f6kosystemen, wie die Jagd oder das Sammeln von N\u00fcssen und Kr\u00e4utern. Am schonendsten f\u00fcr Boden und Tierleben ist es, wenn die Holzernte im Winter erfolgt, denn Holzf\u00e4llung und Holzabtransport hinterlassen im gefrorenen Boden nur geringe Spuren, und zahlreiche Tierarten halten zu dieser Zeit gut eingegraben Winterschlaf oder sind in den S\u00fcden geflogen. Dass gerade im Winter geschlagene B\u00e4ume au\u00dferdem besonders hochwertiges und gut zu verarbeitendes Holz liefern, zeigt, wie sinnvoll es die Natur doch eingerichtet hat. <\/p>\n<p>Wie Richard Stark von der Universit\u00e4t Weihenstephan herausgefunden hat, wussten bereits die Menschen vor \u00fcber 2000 Jahren, dass B\u00e4ume nicht das ganze Jahr \u00fcber, sondern nur zu bestimmten Zeiten gef\u00e4llt werden sollten. So findet sich in der \u00e4ltesten religi\u00f6sen, indischen Literatur etwa 1000 bis 400 v. Chr. das Gebot, Holz zur &#8220;richtigen Zeit&#8221; zu f\u00e4llen. Dabei empfahlen die uralten Holzbaumeister fast durchg\u00e4ngig die Winterf\u00e4llung. Dar\u00fcber hinaus sollte das Holz in der kalten Jahreszeit m\u00f6glichst bei abnehmenden Mond gef\u00e4llt werden, was heute als Mondphasenholz bekannt ist. Laut Richard Stark habe bereits Plinius vor knapp 2.000 Jahren festgestellt, dass &#8220;bei Vollmond oder zunehmenden Mond gef\u00e4lltes Holz f\u00fcr Baupl\u00e4tze und Werkst\u00e4tten ungeeignet ist.&#8221; <\/p>\n<p>Besser sei das w\u00e4hrend des abnehmenden Mondes eingeschlagene Holz, da dieses nicht von F\u00e4ulnis angegriffen wird. Diese antiken Erfahrungen decken sich mit den Bauernregeln und Forstordnungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, in denen gleichfalls die Winterf\u00e4llung und die Beachtung der Mondphasen vorgeschrieben wird. &#8220;Werk- und Bauholz darf erst nach dem 23. Oktober im Zeichen Skorpion und bei abnehmendem Mond bis Ende Februar geschlagen werden&#8221;, so eine Forstordnung aus dem Jahre 1606, die au\u00dferdem darauf hinweist, dass bei nicht Einhaltung dieser Vorschrift &#8220;eine geb\u00fchrliche Strafe&#8221; f\u00e4llig sei. <\/p>\n<p><b>&#8220;Wer sein Holz um d&#8217; Christmett f\u00e4llt, dem sein Haus wohl zehnfach h\u00e4lt&#8221;<\/b> <br \/>Die positiven Erfahrungen von Bauleuten, Zimmerern, Schreinern und Holzf\u00e4llern vergangener Jahrhunderte mit Mondholz decken sich mit den Erkenntnissen heutiger alternativer und auf Tradition bedachter Holzexperten. &#8220;Das Mondphasenholz, also das bei abnehmendem Mond (Neumond) eingeschlagene Holz ist widerstandsf\u00e4higer gegen Insektenbefall, weist eine h\u00f6here Dichte auf und ist dadurch statisch besser&#8221;, so der Fachmann einer S\u00e4gerei aus dem Schwarzwald. Freilich gibt es auch heute noch Mondholz kritische Forst- und Holzexperten, die &#8211; wie die Monokulturfetischisten der deutschen Forstwirtschaft des 19. und 20. Jahrhunderts &#8211; die Vorteile des Mondphasenholz ins Reich der Esoterik und des Aberglaubens verdr\u00e4ngen. <\/p>\n<p>Somit m\u00fcssen letztlich wieder die Verbraucher selbst entscheiden, wem sie glauben sollen. Unbestritten jedoch ist, dass das im Winter geschlagene Holz generell \u00f6kologischer als das in anderen Jahreszeiten geerntete ist. <\/p>\n<p><b>Holzh\u00e4user sind behaglicher<\/b> <br \/>Unabh\u00e4ngig ob Mondholz- oder konventionelles Holzhaus, es wohnt sich generell in gut gebauten Holzh\u00e4usern angenehmer. So hat zum Beispiel das finnische Bauforschungsinstitut VTT wissenschaftlich nachgewiesen, dass unlackierte Holzoberfl\u00e4chen Feuchteschwankungen in der Raumluft abpuffern und diese im als &#8220;behaglich&#8221; empfundenen Bereich von 30 &#8211; 55% relative Luftfeuchte im Gleichgewicht halten. Eine besondere Eigenschaft von Vollholzh\u00e4usern ist auch ihre F\u00e4higkeit, Elektrosmog abzuschirmen. Eine Studie der Bundeswehr-Universit\u00e4t zeigt, dass eine 35 Zentimeter dicke Holzwand bis zu 95 Prozent vor elektromagnetischen Mobilfunkstrahlung sch\u00fctzen kann. Schlie\u00dflich hat der Rohstoff Holz von Natur aus gute W\u00e4rmed\u00e4mmeigenschaften, so dass sich relativ problemlos Energie sparende Niedrigenergieh\u00e4user und Passivh\u00e4user aus Holz bauen lassen. Ein Passivhaus ist einfach ausgedr\u00fcckt ein Geb\u00e4ude, das selbst im Winter ohne zus\u00e4tzliche Heizung auskommt und damit praktisch nicht nur wenig, sondern &#8220;Null&#8221; Energie zum Heizen verbraucht. Erst k\u00fcrzlich wurde von der <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/\" >Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)<\/a> ein neuer, mit Holz als Passivhaus gebauter Kindergarten im Emsland gelobt. Langfristig zahlt sich ein Holzpassivhaus \u00fcbrigens auch im eigenen Geldbeutel aus. Angaben der ARGE Holzbau Nieder\u00f6sterreich zufolge amortisieren sich die Mehrkosten f\u00fcr ein 160 Quadratmeter-Holzpassivhaus von rund 15 Prozent gegen\u00fcber denen eines herk\u00f6mmlichen Niedrigenergie-Hauses schon nach f\u00fcnf Jahren durch die deutlich geringeren Betriebskosten. [ <\/p>\n<p><b>Internet-Tipps:<\/b><\/p>\n<p><b>Holz, Holzbau, Mondholz<\/b> <br \/><a href=\"http:\/\/www.wood.uni-goettingen.de\/pdf-dateien\/holzbau.pdf\" >www.wood.uni-goettingen.de\/pdf-dateien\/holzbau.pdf<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.holzhausbau-info.de\/baufoerderung.php\" >www.holzhausbau-info.de\/baufoerderung.php<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.holzkompetenz.de\/kontaktneu.htm\" >www.holzkompetenz.de\/kontaktneu.htm<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.laeufer-holz.de\/mondphasenholz.htm\" >www.laeufer-holz.de\/mondphasenholz.htm<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/mondphasenholz.naturklimahaus.de\/\" >mondphasenholz.naturklimahaus.de\/<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.saghaeusl.de\/\" >www.saghaeusl.de\/<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/khries.de\/mondholz.htm\" >khries.de\/mondholz.htm<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.chiemgauholz-ev.de\/\" >www.chiemgauholz-ev.de<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.holzundlehmbau.de\/neh.htm\" >www.holzundlehmbau.de\/neh.htm<\/a> <\/p>\n<p><b>Passivhaus<\/b> <br \/><a href=\"http:\/\/www.passivholzhaus.de\/\" >www.passivholzhaus.de<\/a> <br \/><a href=\"http:\/\/www.passiv.de\/\" >www.passiv.de<\/a> <\/p>\n<p><b>Elektrosmog<\/b> <br \/><a href=\"http:\/\/www.elektrosmog.com\/\" >www.elektrosmog.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Artikel, Radio- und Fernsehreportagen &uuml;ber heimisches Holz und daraus hergestellte Holzh&auml;user h&auml;ufen sich in den Medien. 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