{"id":6982,"date":"2004-04-07T00:00:00","date_gmt":"2004-04-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040407-03n"},"modified":"2004-04-07T00:00:00","modified_gmt":"2004-04-06T22:00:00","slug":"nova-interview-urnen-und-fackeln-aus-nr-spritzguss-oder-nr-strangextrusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-interview-urnen-und-fackeln-aus-nr-spritzguss-oder-nr-strangextrusion\/","title":{"rendered":"nova-Interview: Urnen und Fackeln aus NR-Spritzguss oder NR-Strangextrusion!"},"content":{"rendered":"<p>Schon mehrfach berichtete das Nachrichten-Portal <a href=\"http:\/\/www.nachwachsende-rohstoffe.info\/\" >www.nachwachsende-rohstoffe.info<\/a> \u00fcber die innovativen NR-Produkte der <a href=\"http:\/\/www.leipziger-floralat.com\/\" >M. Malok KG<\/a>. In diesem Beitrag erf\u00e4hrt der interessierte Leser erstmals mehr zu den eingesetzten Rohstoffen und Verfahrenstechniken \u2013 Herr Malok erlaubte uns so mit seinen Ausf\u00fchrungen einen informativen Blick &#8220;hinter die Ladentheke&#8221;!<\/p>\n<p><b>nova:<\/b> Aus welchen nachwachsenden Rohstoffen bestehen die &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urnen&#8221; und welches Produktionsverfahren setzen sie ein?<\/p>\n<p><b>Malok:<\/b> Die &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urnen&#8221; bestehen aus 100% nachwachsenden Rohstoffen und werden im Spritzgussverfahren hergestellt. Als Matrix verwenden wir sowohl St\u00e4rke aus Kartoffeln als auch aus Mais. Zur Verst\u00e4rkung setzen wir Holzfasern ein, die in den letzten Jahren preisstabiler waren als z.B. Flachs- oder Hanffasern. Der Einsatz von Flachs oder Hanffasern ist in unserem Spritzgussverfahren allerdings auch m\u00f6glich.<\/p>\n<p><b>nova:<\/b> Spritzgie\u00dfen mit NR ist sehr innovativ &#8211; wie ausgereift w\u00fcrden sie Ihr Verfahren beschreiben? Wann haben Sie Ihre Urnen erstmals vorgestellt?<\/p>\n<p><b>Malok:<\/b> Mit unserem Spritzgussverfahren k\u00f6nnen wir ma\u00dfgenaue Urnen produzieren. Es sind Wandst\u00e4rken von 1,5mm und einem Flie\u00dflauf von 300mm m\u00f6glich. Wir k\u00f6nnen kaum Schrumpfungsverhalten messen &#8211; geht also gegen 0, und unsere Urnen sind mit jeglicher Wasserfarbe gestaltbar. Die Produktionsabl\u00e4ufe sind standardisiert und wir bieten zurzeit 64 Modelle an. Die &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urne&#8221; habe ich erstmals 1996 auf der Bestattungsmesse in Dresden bei gro\u00dfem Interesse vorgestellt.<\/p>\n<p><b>nova:<\/b> K\u00f6nnen Sie uns kurz erl\u00e4utern, welchen Vorteil Ihre &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urne&#8221; gegen\u00fcber den konventionell gefertigten Urnen besitzen?<\/p>\n<p><b>Malok:<\/b> Die markt\u00fcblichen Urnen bestehen aus einer Ascheurne sowie einer Schmuckurne, die aus Metall meist Wei\u00dfblech gefertigt sind \u00e4hnlich einer Thermoskanne, diese verrotten im Gegensatz zu den &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urnen&#8221; nicht. Nach Bestattungsgesetzestext m\u00fcssen z.B. in Berlin Urnen &#8220;biologisch abbaubar&#8221; und in Sachsen &#8220;verrottbar&#8221; sein. Die &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urne&#8221; erf\u00fcllt diese Eigenschaften und die Asche wird der Erde wieder zugef\u00fcgt. Auch aus diesem Grund bef\u00fcrwortet die evangelische Kirche mein Konzept der verrottbaren Urne. Konventionell gefertigte Urnen werden nach der Totenruhe entsorgt, ohne dass \u2013 &#8220;Asche zu Asche und Staub zu Staub&#8221; &#8211; gelangt.<\/p>\n<p><b>nova:<\/b> Wie beurteilen Sie den Markt und das K\u00e4uferverhalten f\u00fcr Ihre &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urne&#8221;?<\/p>\n<p><b>Malok:<\/b> Ich will es mal so beschreiben: Das Interesse an meinen Urnen ist auf Messen und Veranstaltungen immer riesig gro\u00df &#8211; Zitate wie: &#8220;Das h\u00e4tte ich eher wissen m\u00fcssen&#8221; oder &#8220;Das ist eine sinnvolle Alternative&#8221; best\u00e4tigen mich in meiner Produktwahl. Leider ist es so, dass der Tod in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema darstellt, mit dem nicht wirklich geworben werden kann. So setzt sich der Kunde damit auseinander: Begr\u00e4bnis oder Feuerbestattung &#8211; die Urnenwahl r\u00fcckt in den Hintergrund. Zudem wei\u00df der Kunde oft nicht, dass alternative Angebote vorhanden sind. Die Information und der gro\u00dfe Absatzmarkt liegen bei den Bestattungsunternehmen und dort sind meine Urnen oft nicht im Angebot enthalten. Hier setzen die Unternehmen noch auf die drei gro\u00dfen konventionellen Urnenhersteller, die sich nicht Ihr Monopol von einem Kleinanbieter kaputt machen lassen wollen. Auch einige Gemeinden widersetzen sich dem Willen der Kunden und schr\u00e4nken die Urnenwahl ein. In diesem Fall werden Klagen von unserem Unternehmen angestrebt.<\/p>\n<p><b>nova:<\/b> Wie sehen Sie in Zukunft Ihre Aussichten, sich am Markt zu behaupten?<\/p>\n<p><b>Malok:<\/b> Allgemein ist auf dem Markt mit 45% im gesamten Bundesgebiet und 98% Feuerbestattung in den neuen Bundesl\u00e4ndern gen\u00fcgend Potenzial vorhanden. Zudem steigt der Anteil der Feuerbestattung kontinuierlich an.<br \/>Ein st\u00e4rker verbreitetes Wissen \u00fcber die &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urne&#8221; w\u00fcrde sicher viele Menschen dazu bewegen, sich eine verrottbare Urne als letzte Ruhest\u00e4tte zu w\u00e4hlen. Denn es besteht der Wunsch, loszulassen und nicht zu konservieren. Wenn die Bestattungsunternehmen die &#8220;Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>-Urne&#8221; in Ihr Programm aufn\u00e4hmen, w\u00e4re der Absatzmarkt gesichert.<\/p>\n<p><b>nova:<\/b> Nun bieten sie seit kurzem auch eine Fackel aus NR an. Was hat es damit auf sich?<\/p>\n<p><b>Malok:<\/b> Hierbei handelt es sich um die gesch\u00fctzte Marke &#8220;Olympiafackeln\u00ae&#8221; aus Leipzig. Die Fackeln bestehen &#8211; wie die Urnen &#8211; aus 100% NR, St\u00e4rke und Holzfasern sind biologisch abbaubar. Den Markennamen &#8220;Olympiafackeln\u00ae&#8221; habe ich mir sch\u00fctzen lassen. Diese Fackeln stellen wir im Strangpress- oder Strangextrusions-Verfahren her. Auf dem Weg zu weiteren Serienprodukten ist die Fackel als Zwischenschritt entstanden. Erste Anfragen habe ich auch schon aus Italien erhalten und Testverk\u00e4ufe bei Stuttgart sowie das Feedback best\u00e4tigen die neue Gestaltung und Zusammensetzung der Olympiafackel\u00ae.<\/p>\n<p>Schauen Sie einmal auf unsere Homepage &#8211; unter <a href=\"http:\/\/www.leipziger-floralat.com\/\" >www.leipziger-floralat.com<\/a> werden Sie weitere Innovationen zu NWR finden. Immer unter unserer Philosophie gem\u00e4\u00df: <b>&#8220;Von der Natur f\u00fcr die Natur&#8221;<\/b>! <\/p>\n<p><b>nova:<\/b> Vielen Dank f\u00fcr die freundliche Beantwortung unserer Fragen!<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kum-netzwerk-biopolymere-und-epoxide-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/\" >2004-02-16<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/interview-leipziger-urnen-floralat-von-der-natur-fuer-die-natur\/\" >2003-01-09<\/a>.)<\/p>\n<p><b>Hinweis &#8211; Neu!<\/b> <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040407-03\/PresseinformationFass_040121.pdf\" >Leipziger <i>FLORALAT\u00ae<\/i>&#8211; Fassadenschutz aus nachwachsenden Rohstoffen<\/a> \u2013 s. auch <a href=\"http:\/\/www.floralat.immobilienhilfe.info\/\" >www.floralat.immobilienhilfe.info<\/a>!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon mehrfach berichtete das Nachrichten-Portal www.nachwachsende-rohstoffe.info &uuml;ber die innovativen NR-Produkte der M. Malok KG. In diesem Beitrag erf&auml;hrt der interessierte Leser erstmals mehr zu den<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-6982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6982\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6982"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=6982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}