{"id":6978,"date":"2004-04-13T00:00:00","date_gmt":"2004-04-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040413-03n"},"modified":"2004-04-13T00:00:00","modified_gmt":"2004-04-12T22:00:00","slug":"region-aktiv-wendlandelbetal-e-v-biogasanlage-fuer-den-oekolandbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/region-aktiv-wendlandelbetal-e-v-biogasanlage-fuer-den-oekolandbau\/","title":{"rendered":"Region Aktiv Wendland\/Elbetal e.V.: Biogasanlage f\u00fcr den \u00d6kolandbau"},"content":{"rendered":"<p><b>Manfred Ebeling, Vorstand von Region Aktiv Wendland\/Elbetal e.V. und stolzer Betreiber der Pilot-Biogasanlage f\u00fcr den \u00d6kolandbau, l\u00e4dt die Spitzen aus Politik und Verwaltung zu einer Informationsveranstaltung auf seinen Hof nach P\u00fcggen ein. Hier wird nicht nur die komplexe Technik dieser Anlage besichtigt und erkl\u00e4rt, sondern auch \u00fcber m\u00f6gliche Impulse durch den Bau b\u00e4uerlicher Biogasanlagen f\u00fcr unsere Region diskutiert. <br \/>Ebelings Botschaft: Durch b\u00e4uerliche Biogasanlagen werden Probleme der Landwirtschaft verringert, b\u00e4uerliche Existenzen gesichert und die Wirtschaft der Region nachhaltig gest\u00e4rkt.<\/b>  <\/p>\n<p>Mist stinkt, das wissen selbst Grundschulkinder aus der Gro\u00dfstadt, nur warum er stinkt, wissen meist nur eingeweihte Fachleute. Mist hat nicht nur seine guten Seiten als organischer D\u00fcnger, denn aus dem offen gelagerten Stalldung entweichen etwa 50% des gebrauchten Stickstoffs als Methan und Lachgas. Das stinkt nicht nur, sondern sch\u00e4digt das Weltklima erheblich. Au\u00dferdem w\u00e4scht der Regen aus Festmist in offenen Feldmieten gro\u00dfe Teile des guten D\u00fcngers ins Grundwasser und belastet dieses mit Nitrat. Darunter haben alle zu leiden. <\/p>\n<p>Biogasanlagen k\u00f6nnen nicht nur dieses allgemeine Umweltproblem der Landwirtschaft l\u00f6sen, denn sie stinken nicht, wenn sie dem Stand der Technik entsprechen und sachgerecht errichtet und betrieben werden. Hier kommen der Mist, die G\u00fclle und andere nachwachsende Rohstoffe aus biologischem Anbau in einen abgeschlossenen Beh\u00e4lter und werden bei konstant 37,5\u00b0C verg\u00e4rt. Die Schadgase werden aufgefangen und in elektri-sche Energie und W\u00e4rme umgewandelt. Aus Mist wird hochwertiger Fl\u00fcssigd\u00fcnger f\u00fcr den gezielten D\u00fcngeeinsatz im Ackerbau. Diese technische Umwandlung erzielt dreifachen Nutzen: die Gewinnung elektrischer Energie, W\u00e4rme und hochwertigen organischen D\u00fcnger. Gleichzeitig werden die Umweltprobleme der Landwirtschaft verringert. <\/p>\n<p>Aber es gibt weitere Gr\u00fcnde, eine solche Anlage zu betreiben:<\/p>\n<ul>\n<li>Speziell die Biolandwirtschaft ist auf organischen D\u00fcnger angewiesen, der nur in Verbindung mit Viehhaltung in einer Kreislaufwirtschaft zu gewinnen ist. Dem Grundsatz der Kreislaufwirtschaft  bleibt die Biolandwirtschaft auch in Zukunft verpflichtet, doch die Umstrukturierung und Spezialisierung wird auch hier nicht halt machen. Die Devise Ebelings ist, in kleinr\u00e4umigen Kooperationen von Viehbetrieben und Ackerbaubetrieben \u00fcberbetrieblich \u00f6kologisch zu wirtschaften. Im \u00fcberbetrieblichen Wirtschaften sieht Ebeling eine Zukunftschance f\u00fcr einen sich ausweitenden \u00d6kolandbau.\n<\/li>\n<li>Der Beweis f\u00fcr den \u00f6konomischen Sinn einer Biogasanlage im \u00d6kolandbau muss noch erbracht werden. Rechnet sich der Einsatz allein \u00fcber die Einspeiseverg\u00fctung? Wie kann die anfallende W\u00e4rme sinnvoll eingesetzt und verkauft werden? Funktioniert die Technik auch ohne den Einsatz fetthaltiger Industrieabf\u00e4lle allein mit \u00f6kologisch angebauten Rohstoffen? Wie hoch ist der D\u00fcngewert des G\u00e4rsubstrates und welche Preise m\u00fcssen daf\u00fcr erzielt werden?<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der \u00fcber 600.000,- Euro teuren Anlage in P\u00fcggen werden t\u00e4glich 15 t Biomasse verarbeitet. Das mit Biogas gespeiste Blockheizkraftwerk hat eine elektrische Leistung von 330 kW und versorgt \u00fcber 500 Haushalte mit Strom, der direkt ins Netz gespeist wird. Mit der \u00fcbersch\u00fcssigen W\u00e4rme sollen Wohnh\u00e4user im Dorf \u00fcber eine W\u00e4rmeleitung versorgt werden. Und das im eigenen Ackerbetrieb nicht ben\u00f6tigte G\u00e4rsubstrat erh\u00e4lt ein Kooperationsbetrieb in Korvin, der auch Biomasse anliefert.<\/p>\n<p>Ziel des Pilotprojektes ist der Beweis, dass \u00fcberschaubare b\u00e4uerliche Anlagen durch Optimierung der Prozesssteuerung wirtschaftlich arbeiten k\u00f6nnen und so die Wertsch\u00f6pfung bei den Bauern bleibt. <\/p>\n<p>Das ist ein Grund f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/\" >Bundesumweltministerium<\/a>, den Bau der Biogasanlage in P\u00fcggen mit einem Investitionszuschuss aus dem Programm zur F\u00f6rderung von Demonstrationsanlagen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Der Bau b\u00e4uerlicher Biogasanlagen ist in Ebelings Augen ein Paradebeispiel  zukunftsweisender Regionalentwicklung. <\/p>\n<ul>\n<li>Die Wirtschaftskraft der Region wird gefestigt. Investitionen halten das Geld im Land.<\/li>\n<li>Alle wesentlichen Bauauftr\u00e4ge k\u00f6nnen an heimische Handwerksbetriebe vergeben werden, denn hier in der Region sitzen die Spezialisten dieser Technologie. <\/li>\n<li>F\u00fcr b\u00e4uerliche Betriebe kann ein zukunftssicheres Einkommen erzielt werden.<\/li>\n<li>100% regenerative Energieversorgung des l\u00e4ndlichen Raumes ist auf diesem Hintergrund keine Tr\u00e4umerei.<\/li>\n<li>Der Beitrag von Biogasanlagen zum Klimaschutz ist erheblich.<\/li>\n<li>Bio Landwirtschaft kann \u00fcber diesen Weg zur Normalit\u00e4t in der Landwirtschaft werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>All diese \u00dcberlegungen hatten den 15-k\u00f6pfigen Vorstand von Region Aktiv Wendland\/Elbetal e.V. dazu bewogen, eine Beratungsstudie zum Bau von Biogasanlagen an ein hiesiges Ingenieurb\u00fcro zu vergeben. Die Biogasanlage in P\u00fcggen ist die sichtbare Investition, die dieser Beratungsstudie folgte: Eine weitere Anlage in Quickborn ist im Planungsstadium, die Baugenehmigung wird demn\u00e4chst erwartet. <\/p>\n<p>Die Region Wendland\/Elbetal ist eine von 18 <a href=\"http:\/\/www.modellregionen.de\/\" >Modellregionen<\/a>, die im Rahmen des vom <a href=\"http:\/\/www3.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft<\/a> ausgerufenen Wettbewerbs <b>&#8220;Regionen Aktiv \u2013 Land gestaltet Zukunft&#8221;<\/b> ausgew\u00e4hlt wurde. Leitbild ist die vorbildliche Verbindung von wirtschaftlicher Entwicklung, sozialer Ausgewogenheit und intakter Natur und Umwelt. In diesem Sinne kann zur Halbzeit ein positives Zwischenergebnis gezogen werden.<\/p>\n<p>Der Vorstand von Region aktiv Wendland Elbetal e.V. m\u00f6chte Sie und einen Kreis regionaler Entscheidungstr\u00e4ger aus Politik und Verwaltung zur \u00f6ffentlichen Vorstellung des durch Region aktiv gef\u00f6rderten Projektes <b>&#8220;Beratungsleistungen zum Bau von Bio Biogasanlagen&#8221;<\/b> herzlich einladen.<\/p>\n<p>In der Folge dieses Projektes sind nachhaltige Investitionen get\u00e4tigt, weitere werden erwartet. <br \/>Der Vorstand von Region aktiv m\u00f6chte Ihnen die in P\u00fcggen im Probebetrieb laufende Bio Biogasanlage vorstellen. Erwartete nachhaltige Wirkungen auf die Bio Landwirtschaft unserer Region sollen erl\u00e4utert und mit Ihnen diskutiert werden.<\/p>\n<p><b>Termin:<\/b> Donnerstag  15.04. &#8211; 11.30 Uhr  <br \/><b>Ort:<\/b> Biolandhof &#8220;Wilde Henne&#8221; Karola und Manfred Ebeling P\u00fcggen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040413-03\/2004-03-Einldg-Brief.doc\" >Download Einladung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040413-03\/R%C3%BCckantwort.doc\" >Download R\u00fcckantwort<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Manfred Ebeling, Vorstand von Region Aktiv Wendland\/Elbetal e.V. und stolzer Betreiber der Pilot-Biogasanlage f&uuml;r den &Ouml;kolandbau, l&auml;dt die Spitzen aus Politik und Verwaltung zu einer<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-6978","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6978\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6978"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=6978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}