{"id":6940,"date":"2004-04-22T00:00:00","date_gmt":"2004-04-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040422-05n"},"modified":"2004-04-22T00:00:00","modified_gmt":"2004-04-21T22:00:00","slug":"umweltministerin-baerbel-hoehn-erste-grosse-holzpellet-produktionsanlage-in-nordrhein-westfalen-eroeffnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/umweltministerin-baerbel-hoehn-erste-grosse-holzpellet-produktionsanlage-in-nordrhein-westfalen-eroeffnet\/","title":{"rendered":"Umweltministerin B\u00e4rbel H\u00f6hn: Erste gro\u00dfe Holzpellet-Produktionsanlage in Nordrhein-Westfalen er\u00f6ffnet"},"content":{"rendered":"<p>Knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung nahm heute Umweltministerin B\u00e4rbel H\u00f6hn die erste gro\u00dfe Holzpellet-Produktionsanlage in Betrieb. Im sauerl\u00e4ndischen Bremke bei Eslohe produziert die Firma <a href=\"http:\/\/www.baustholz.de\/i\/1\/1_1.htm\" >Baust<\/a> nun rund 10.000 Tonnen Holzpellets j\u00e4hrlich. Damit k\u00f6nnen fast 2.000 Haushalte mit dem Zukunftsbrennstoff versorgt werden.<\/p>\n<p><b>Umweltministerin B\u00e4rbel H\u00f6hn: &#8220;Die Verf\u00fcgbarkeit von Roh\u00f6l und Ergas wird in etwa drei\u00dfig Jahren sehr stark abfallen und in f\u00fcnfzig Jahren nahezu auf null sinken. Die Wende hin zu anderen Energietr\u00e4gern muss bereits heute erfolgen, damit sie rechtzeitig den Wegfall von \u00d6l und Gas auffangen kann. Die Investition, die die Firma Baust hier get\u00e4tigt hat, ist also eine Investition in die Zukunft. Gleichzeitig werden Arbeitspl\u00e4tze in der Region gesichert. Denn wenn Holz das Heizen mit \u00d6l ersetzt, entstehen dabei f\u00fcnf neue Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland. Im Gegenzug f\u00e4llt hier nur ein Arbeitsplatz f\u00fcr die Verteilung von \u00d6l weg, da der \u00fcberwiegende Teil der Jobs im Bereich \u00d6l im Ausland liegt. Auch von den Energieerl\u00f6sen fossiler Brennstoffe bleiben nur etwa zwanzig Prozent in der Region und 80 Prozent des Geldes flie\u00dft ins Ausland ab. Bei dem energetischen Einsatz von Holz k\u00f6nnen wir dieses Verh\u00e4ltnis umkehren und zugleich den l\u00e4ndlichen Raum st\u00e4rken, in dem in NRW immerhin sechs Millionen Menschen leben.&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Die im eigenen S\u00e4gebetrieb der Firma Baust anfallenden rindenfreien S\u00e4gesp\u00e4ne werden getrocknet, zerkleinert und dann unter hohem Druck durch eine Ringmatritze gepresst. Durch die beim Pressvorgang entstandene W\u00e4rme tritt das im Holz enthaltene Lignin hervor und verklebt so die Sp\u00e4ne zu Pellets. Den sechs Millimeter starken und zehn bis zwanzig Millimeter langen Holzst\u00e4bchen m\u00fcssen daher keine zus\u00e4tzlichen chemischen Binde- und Klebstoffe zugef\u00fcgt werden. Angeliefert werden die Pellets beim Endverbraucher, \u00e4hnlich wie Heiz\u00f6l mit einem Silofahrzeug, das die Pellets staubfrei und sauber in den Keller einbl\u00e4st. Die Brennstoffversorgung des Heizkessels erfolgt vollautomatisch. Geringe Emissionen und hohe Wirkungsgrade machen diese Anlagen sehr umweltfreundlich.<\/p>\n<p>&#8220;In unserer neu errichteten Pelletieranlage produzieren wir DIN plus zertifizierte Pellets. Unser Ziel ist es, unsere Kunden durch die einwandfreie und hochwertige Qualit\u00e4t der Pellets von Anfang an zu \u00fcberzeugen&#8221;, so Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Josef Baust. <\/p>\n<p>Der Sauerl\u00e4nder Unternehmer betreibt bereits seit acht Jahren ein Biomassekraftwerk zur Produktion von Strom und W\u00e4rme. Mit dieser W\u00e4rme werden die Sp\u00e4ne vorgetrocknet, die den Grundstoff f\u00fcr die Holzpelletproduktion bilden. Das Land NRW hat den Aufbau der Produktionsanlage im Rahmen der Holzabsatzf\u00f6rderrichtlinie (HAF\u00d6) mit 35 Prozent Investitionszuschuss gef\u00f6rdert. Auch Hausbesitzer, die sich zur Umstellung auf das Heizen mit Pellets entschlie\u00dft, k\u00f6nnen mit Unterst\u00fctzung rechnen: Bund und Land f\u00f6rdern den Einbau der Heizanlagen mit insgesamt \u00fcber 3.000 Euro. Gr\u00f6\u00dfere Anlagen werden entsprechend h\u00f6her bezuschusst. Vor der Anlage der Firma Baust gab es in NRW nur eine kleinere Holzpelletproduktion mit einer Kapazit\u00e4t von 1.000 Tonnen pro Jahr.<\/p>\n<p>Die Nachfrage nach der neuen Holzpellets-Technologie nimmt in Deutschland kr\u00e4ftig zu. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 6.000 neue Pelletanlagen in Betrieb genommen. Allein in NRW m\u00fcssen auf Grund der neuen Energieeinsparverordnung in den n\u00e4chsten drei Jahren 500.000 veraltete Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Aus diesem Grunde startete Umweltministerin B\u00e4rbel H\u00f6hn zusammen mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW und in Kooperation mit der Energieagentur NRW im letzten Jahr die Aktion Holzpellets. Sie soll der umweltfreundlichen Heiztechnik gemeinsam mit Herstellern, Fachbetrieben, Institutionen und Verb\u00e4nden zum Durchbruch verhelfen. Mit der landesweiten Werbekampagne wird diese technisch ausgereifte Alternative des Heizens in den Blickpunkt der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt.<\/p>\n<p><b>Umweltministerin B\u00e4rbel H\u00f6hn: &#8220;Das Beispiel Holzpellets beweist, dass Umweltschutz kein unbezahlbarer Luxus ist, sondern dass er wirtschaftlich vern\u00fcnftig ist, wenn er von vielen Menschen mitgetragen wird.&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Interessierte Hausbesitzer bekommen weitere Informationen zum Thema Heizen mit Holz im Internet unter www.aktion-holzpellets.de oder telefonisch unter <b>0211 \u2013 45 66 666<\/b>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung nahm heute Umweltministerin B&auml;rbel H&ouml;hn die erste gro&szlig;e Holzpellet-Produktionsanlage in Betrieb. 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