{"id":69166,"date":"2019-12-04T07:37:08","date_gmt":"2019-12-04T06:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=69166"},"modified":"2021-09-09T21:24:54","modified_gmt":"2021-09-09T19:24:54","slug":"abfall-pflanzen-co2-die-ressourcen-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/abfall-pflanzen-co2-die-ressourcen-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Abfall, Pflanzen, CO<sub>2<\/sub> \u2013 die Ressourcen der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit nachhaltigen Rohstoffen aus Abfall, Pflanzen und CO<sub>2<\/sub> kann die chemische Industrie den Wandel zur Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzen. Zur verst\u00e4rkten Nutzung solcher Quellen anstelle von Erd\u00f6l riefen Vertreter von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf dem Rohstoffgipfel 2019 auf, der am Montag an der Technischen Universit\u00e4t Berlin stattfand. Nicht-fossile Ressourcen helfen demnach, den Kohlenstoff-Kreislauf zu schlie\u00dfen, und k\u00f6nnen zum Klimaschutz beitragen. Der Start-up-Preis \u201eRessource Innovator\u201c wurde auf dem Gipfel an das junge Unternehmen Ineratec verliehen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie chemische Industrie treibt die Transformation zur Kreislaufwirtschaft aktiv voran\u201c, sagte Dr. Klaus Sch\u00e4fer, Vorstand f\u00fcr Produktion und Technik bei Covestro. Der Werkstoffhersteller richtete den Gipfel erneut gemeinsam mit der Technischen Universit\u00e4t Berlin sowie der Dechema Gesellschaft f\u00fcr Chemische Technik und Biotechnologie aus.<\/p>\n<h3>Abfall als wertvolle Ressource<\/h3>\n<p>Es gelte insbesondere, Kunststoffabfall als Ressource zu sehen, so Sch\u00e4fer: \u201eProdukte d\u00fcrfen nach ihrer Nutzung nicht l\u00e4nger unkontrolliert in die Umwelt gelangen, sondern m\u00fcssen \u00f6kologisch effizient wiederverwertet werden, etwa durch chemisches Recycling\u201c, betonte der Manager auch mit Blick auf die Politik.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung wurde auf der Veranstaltung durch Rita Schwarzel\u00fchr-Sutter vertreten, Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), die die Er\u00f6ffnungsrede hielt. Ihr Haus sowie das Bundesforschungsministerium fungierten als Schirmherren der Veranstaltung.<\/p>\n<p>Professor Christian Thomsen, Pr\u00e4sident der Technischen Universit\u00e4t Berlin, betonte, dass der akademische Bereich wichtige Impulse f\u00fcr die Erforschung und Entwicklung neuer Recyclingverfahren und alternativer Rohstoffe geben k\u00f6nne. Thomsen: \u201eDas Zusammenwirken von anwendungsorientierter Grundlagenforschung und wissenschaftbasierter Wirtschaft ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg.\u201c<\/p>\n<h3>Start-up-Kultur f\u00f6rdern<\/h3>\n<p>Die Bedeutung einer lebhaften Gr\u00fcnderszene zur Verwirklichung neuer Ideen f\u00fcr nachhaltige Produktionsverfahren und Produkte hob Professor Kurt Wagemann hervor, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Dechema: \u201eDie Startup-Kultur sollte hierzulande ausgepr\u00e4gter sein, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb mith\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p>Wagemann k\u00fcrte auch den \u201eRessource Innovator 2919\u201c. Der Preis des Rohstoffgipfels ging in diesem Jahr an die 2016 gegr\u00fcndete Ineratec GmbH aus Karlsruhe. Dem Unternehmen ist es gelungen, chemische Gro\u00dfanlagen auf Miniaturformat zu verkleinern. Mit diesen dezentral nutzbaren Reaktoren k\u00f6nnen aus Abgasen wie CO<sub>2<\/sub> hochwertige Ausgangsstoffe f\u00fcr die chemische Industrie hergestellt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_69169\" aria-describedby=\"caption-attachment-69169\" style=\"width: 498px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-69169\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/2019-0198-1-1024x683.jpg\" alt=\"2019-0198-1\" width=\"498\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/11\/2019-0198-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/11\/2019-0198-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/11\/2019-0198-1-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-69169\" class=\"wp-caption-text\">Wege zur Kreislaufwirtschaft \u2013 dar\u00fcber sprachen Vertreter von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien auf dem Rohstoffgipfel 2019 in Berlin. Von links: Dr. Frank-Andreas Hatzack, Copenhagen Institute f\u00fcr Futures Studies; Philipp Engelkamp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ineratec GmbH; Dr. Adriana Neligan, Senior Economist, Institut der deutschen Wirtschaft; Professor Kurt Wagemann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dechema; Rita Schwarzel\u00fchr-Sutter, Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Bundesumweltministerium; Dr. J\u00fcrgen Stebani, Vorstandsvorsitzender Polymaterials AG; Judith Skudelny, umweltpolitische Sprecherin FDP-Bundestagsfraktion; Dr. Klaus Sch\u00e4fer, Vorstandsmitglied Covestro AG; Professor Christian Thomsen, Pr\u00e4sident Technische Universit\u00e4t Berlin. \u00a9 Covestro<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber die Technische Universit\u00e4t Berlin<\/h3>\n<p>Die Technische Universit\u00e4t Berlin z\u00e4hlt mit ihren rund 34 500 Studierenden, zirka 120 Studienangeboten und 40 Instituten zu den gro\u00dfen, international renommierten und traditionsreichen technischen Universit\u00e4ten in Deutschland. Herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne, serviceorientierte Verwaltung kennzeichnen die Universit\u00e4t in Deutschlands Hauptstadt \u2013 im Zentrum Europas. Das Leistungsspektrum ihrer sieben Fakult\u00e4ten steht f\u00fcr eine einzigartige Verbindung von Natur- und Technikwissenschaften mit Planungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften an einer technischen Universit\u00e4t. In der Hauptstadtregion ist die Technische Universit\u00e4t Berlin die einzige Universit\u00e4t, an der man ingenieurwissenschaftliche F\u00e4cher studieren kann.<\/p>\n<h3>\u00dcber die DECHEMA<\/h3>\n<p>Die DECHEMA Gesellschaft f\u00fcr Chemische Technik und Biotechnologie e.V. f\u00fchrt Fachleute unterschiedlicher Disziplinen, Institutionen und Generationen zusammen, um den wissenschaftlichen Austausch in chemischer Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie zu f\u00f6rdern. Die DECHEMA sucht nach neuen technologischen Trends, bewertet diese und begleitet die Umsetzung von Forschungsergebnissen in technische Anwendungen. \u00dcber 5.800 Ingenieure, Naturwissenschaftler, Studierende, Firmen und Institutionen geh\u00f6ren dem gemeinn\u00fctzigen Verein an. Gemeinsam mit der DECHEMA Ausstellungs-GmbH ist er Veranstalter der ACHEMA.<\/p>\n<h3>\u00dcber Covestro<\/h3>\n<p>Mit einem Umsatz von 14,6 Milliarden Euro im Jahr 2018 geh\u00f6rt Covestro zu den weltweit gr\u00f6\u00dften Polymer-Unternehmen. Gesch\u00e4ftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr Produkte, die in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und M\u00f6belindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und besch\u00e4ftigt per Ende 2018 rund 16.800 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit nachhaltigen Rohstoffen aus Abfall, Pflanzen und CO2 kann die chemische Industrie den Wandel zur Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzen. Zur verst\u00e4rkten Nutzung solcher Quellen anstelle von Erd\u00f6l riefen Vertreter von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf dem Rohstoffgipfel 2019 auf, der am Montag an der Technischen Universit\u00e4t Berlin stattfand. 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