{"id":6904,"date":"2004-03-02T00:00:00","date_gmt":"2004-03-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040302-05n"},"modified":"2004-03-02T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-01T22:00:00","slug":"identifizierung-von-gesundheitsrelevanten-wirkstoffen-aus-aspenrinde-und-bast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/identifizierung-von-gesundheitsrelevanten-wirkstoffen-aus-aspenrinde-und-bast\/","title":{"rendered":"Identifizierung von gesundheitsrelevanten Wirkstoffen aus Aspenrinde und -bast"},"content":{"rendered":"<p>Aspenrinde, die in gro\u00dfen Mengen als Nebenprodukt der Zellstoffindustrie und der Streichholzherstellung anf\u00e4llt, wird meistens verbrannt. Seit langem wird nach stofflichen Verwendungsalternativen mit h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung im pharmazeutischen Bereich gesucht.<\/p>\n<p>In der Volksmedizin wird in skandinavischen und osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern der Aspenrinde eine heilende Wirkung zugeschrieben. In pulverisierter Form wird sie in wundheilenden Salben als Bakterizid eingesetzt. Die getrockneten Ethanolextrakte der Rinde sind bei der Behandlung von Magengeschw\u00fcren wirksam, und die Wasserextrakte sollen bei Diabetes eine Zucker senkende Wirkung entfalten. Die antiinflammatorische Wirkung von Aspenextrakten ist auch in klinischen Tests nachgewiesen. Die lipophilen Extrakte, von denen bisher die Neutralteile am besten untersucht wurden, sind gegen Lungenentz\u00fcndung wirksam.<\/p>\n<p>Wenig ist bekannt von den phenolischen Inhaltsstoffen der Aspenrinde und des Aspenbastes, die sich in den Ethanolextrakten anreichern. Neben den mengenm\u00e4\u00dfig wichtigsten Phenolglycosiden, zu denen Salicin, Salicortin, Tremulacin und Tremuloidin geh\u00f6ren, sind nur noch wenige von den zahlreichen potenziellen Wirkstoffen identifiziert. In der Literatur beschriebenen Untersuchungen wurde nicht zwischen den Inhaltsstoffen der (toten) Rinde und des (lebendigen) Bastes unterschieden.<\/p>\n<p>Daher wurde im Institut f\u00fcr Holzchemie und chemische Technologie des Holzes im Rahmen einer Kooperation mit der St.-Petersburg State Forest Technical Academy eine Untersuchung mit dem Ziel initiiert, die Zusammensetzung von Ethanol- und Isopropanolextrakten von Aspen (Populus tremoloides) fl\u00fcssigkeits- und gaschromatographisch qualitativ und quantitativ zu ermitteln.<\/p>\n<p>Die pr\u00e4parativ nach Bast und Rinde getrennten Fraktionen wurden nach Vorextraktion mit einem lipophilen L\u00f6sungsmittel mit Ethanol und Isopropanol extrahiert. Die Extrakte wurden nach einem nasschemischen und ionenchromatographischen Trennverfahren in Alkohol-l\u00f6sliche sauere, phenolische und neutrale Fraktionen sowie in Wasser-l\u00f6sliche Carbons\u00e4uren und Neutralteile vorgetrennt. Es wurde nun mit der chromatographischen Trennung und spektroskopischen Charakterisierung der Substanzgemische und massenspekrometrischen Identifizierung der Einzelkomponenten begonnen.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Dr. Matthias Ruetze <br \/>Bundesforschungsanstalt f. Forst- und Holzwirtschaft, Zentrale Information<br \/>Leuschnerstr. 91<br \/>21031 Hamburg<br \/>Tel.: 040-73962-247<br \/>Fax: 040-73962-480 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:ruetze@holz.uni-hamburg.de\">ruetze@holz.uni-hamburg.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bfafh.de\/bibl\/pdf\/qb2003_4.pdf\" >Linktext<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aspenrinde, die in gro&szlig;en Mengen als Nebenprodukt der Zellstoffindustrie und der Streichholzherstellung anf&auml;llt, wird meistens verbrannt. 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