{"id":6864,"date":"2004-03-16T00:00:00","date_gmt":"2004-03-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040316-02n"},"modified":"2004-03-16T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-15T22:00:00","slug":"10-jahre-thermoholz-in-finnland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/10-jahre-thermoholz-in-finnland\/","title":{"rendered":"10 Jahre Thermoholz in Finnland"},"content":{"rendered":"<p><b>Im Mittelpunkt des praxisorientierten Workshops stehen in diesem Jahr der Stand von Forschung und Entwicklung sowie die Marktsituation und Produktsicherheit von Thermoholz. Aufbauend auf den Erfolg des 1. Thermoholztages in Dresden wird somit zur Kommunikation zwischen Technologieentwickler, Hersteller, Handel, Architekten und Verarbeiter fortgesetzt.<\/b><\/p>\n<p>Es hat sich viel ge\u00e4ndert in dem letzten Jahr: Neue Technologien stellen sich den Herausforderungen des Marktes, und die Qualit\u00e4t des angebotenen Thermoholzes verbessert sich weiter. Viele der angebotenen Sortimente sind recht ordentlich und werden dankbar von der Kundschaft angenommen. Vor allem die Anwendung im Bereich der Parkette und Bodenbel\u00e4ge erfreut sich gr\u00f6\u00dferen Zuspruchs. Einzelne Hersteller konnten somit Ihre Kapazit\u00e4t verdoppeln!<\/p>\n<p>Dennoch musste sich das <a href=\"http:\/\/www.ihd-dresden.de\/\" >Institut f\u00fcr Holztechnologie Dresden (ihd)<\/a> mit einzelnen Reklamationen, hervorgerufen durch nat\u00fcrliche Ph\u00e4nomene des Thermoholzes, besch\u00e4ftigen. Zum einen gibt es Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Hersteller, Handel und Verarbeiter. So werden behandelte H\u00f6lzer vielfach in Anwendungen gebracht, f\u00fcr die sie nicht geeignet sind und k\u00f6nnen folglich nicht halten, was sie versprechen. Und versprochen wird von einigen Herstellern zum anderen ohnehin leider zu viel, vielleicht resultierend aus Unwissenheit. Leidtragende sind im Endeffekt die Kunden. So werden Thermoh\u00f6lzer entweder gehasst oder hei\u00df geliebt!<\/p>\n<p>Die Liebe zu den Thermoh\u00f6lzern ist es, welche die Hersteller, H\u00e4ndler, Verarbeiter und Architekten aus ganz Europa in den Maitagen wieder nach Dresden zum Institut f\u00fcr Holztechnologie Dresden zieht. Hier findet in diesem Jahr zum zweiten Mal der Europ\u00e4ische Thermoholz-Workshop am 6. und 7. Mai statt.<\/p>\n<p>Vor allem freuen sich die Veranstalter \u00fcber den regen Zuspruch aus der Industrie. So konnten namhafte Sponsoren wie die Finnish Thermowood Association (TWA; Finnische Vereinigung der Thermoholz- Anlagenhersteller und -Produzenten) unter F\u00fchrung von Herrn Timo Saarainen, sowie die Firmen <a href=\"http:\/\/www.finnforest.com\/\" >Finnforest<\/a> (FIN), <a href=\"http:\/\/www.storaenso.com\/\" >StoraEnso<\/a> (FIN), <a href=\"http:\/\/www.swm-wood.com\/eng\/index.shtml\" >SWM-Wood<\/a> (FIN), <a href=\"http:\/\/www.platowood.nl\/\" >Plato<\/a> (NL) und <a href=\"http:\/\/www.barkett.de\/Deutsch\/home.html\" >Barkett<\/a> (RUS) gewonnen werden.<\/p>\n<p>Der erste Tagungstag besch\u00e4ftigt sich mit der Forschung und Entwicklung von Thermoholz. Er beginnt um 13:00 Uhr, um den Teilnehmern eine angenehme Anreise zu erm\u00f6glichen. Zur Einf\u00fchrung wird Herr Dr. Scheiding (ihd) einen \u00dcberblick zu den ersten wissenschaftlichen Ergebnissen des vom <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit (BWMA)<\/a> gef\u00f6rderten Forschungsprojektes vorstellen, welches den Einsatz von Thermoholz f\u00fcr Spielplatzger\u00e4te zum Inhalt hat. Die durchgef\u00fchrten Arbeiten zu thermisch verg\u00fctetem Holz an der <a href=\"http:\/\/www.ethz.ch\/\" >Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule (ETH) Z\u00fcrich<\/a> (CH) wird Herr B\u00e4chle vorstellen.<\/p>\n<p>Thermoholz scheint das ideale Holz f\u00fcr die Fensterherstellung zu sein. Es bietet die erforderlichen Eigenschaften, wie Resistenz gegen holzzerst\u00f6rende Pilze und Dimensionsstabilit\u00e4t. Was hindert den Fensterbau, dieses Holz einzusetzen? Dies beleuchtet Herr Krause von der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen (D) in seinem Beitrag.<\/p>\n<p>Dem Einen &#8220;stinkt&#8221; es, und der Andere findet es einfach &#8220;dufte&#8221;. Der anf\u00e4ngliche Geruch von Thermoholz ist eben nicht von der Hand zu weisen. Wie sieht es aber nun wirklich mit der Gesundheits- und Umweltrelevanz von Thermoholz aus? Get\u00e4tigte Untersuchungen an dem <a href=\"http:\/\/www.fh.holztechnikum.at\/\" >FH Holztechnikum Kuchl (A)<\/a> werden von Herrn Hanger erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Vorteil von Thermoholz ist ohne Frage die Best\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber Mikroorganismen. Aber wie weit her ist es nun mit der Best\u00e4ndigkeit? Frau Kruse (ihd) kl\u00e4rt auf.<\/p>\n<p>Den Abschluss des Fachprogramms gestalten zwei Firmen, welche sich seit kurzem mit Thermoholz und seinen M\u00f6glichkeiten in der Weiterverarbeitung und Veredelung besch\u00e4ftigen. Zum einen ist dies die Firma Barkett (RUS), welche seit ca. zwei Jahren bei Moskau Thermoholz produziert. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Herr Bodrow und Herr Schanze werden ihre Firma, das Produkt und ihre damit verbundenen Visionen vorstellen. Zum anderen wird Herr Gut von der Firma Waxwood (D) die Produktvorteile seiner Weiterentwicklung von Thermoholz darstellen.<\/p>\n<p>Am Abend l\u00e4dt das Institut f\u00fcr Holztechnologie Dresden die Teilnehmer zum Thermoholztreff in das exklusive Restaurant-Ensemble &#8220;Italienisches D\u00f6rfchen&#8221; am historischen Theaterplatz zwischen Semperoper und Elbe ein. In sch\u00f6ner Atmosph\u00e4re k\u00f6nnen die Teilnehmer Kontakte kn\u00fcpfen, die traditionelle s\u00e4chsische K\u00fcche und die regionalen Getr\u00e4nke genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am 7.Mai besch\u00e4ftigt sich das Fachprogramm mit der Herstellung, der Verarbeitung, dem Vertrieb und den Referenzen mit dem Themenschwerpunkt &#8220;10 Jahre Thermoholz in Finnland&#8221;. Den einleitenden Worten des Pr\u00e4sidenten der TWA (FIN), Herrn Timo Saarainen, wird Herr Mayes von der Firma StoraEnso (FIN) folgen und \u00fcber die Eigenschaften und Klassifizierungen von finnischem Thermoholz referieren.<\/p>\n<p>Aus der Praxis des deutschen Holzhandels berichtet Herr Wulff, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firma <a href=\"http:\/\/www.hagendorf-sielmann.de\/\" >Hagendorf und Sielmann<\/a> (D), \u00fcber die Besonderheiten des Kundenverhaltens und die Erfahrungen mit finnischem Thermoholz im Vertrieb. Die Firma Hagendorf und Sielmann vertreibt seit ca. 3 Jahren StellacWood in den Standorten Hamburg und Ottendorf-Okrilla bei Dresden.<\/p>\n<p>Eines der gr\u00f6\u00dften Thermoholzobjekte befindet sich seit 2001 in Garbsen bei Hannover in Deutschland. Hier konnten der Architekt Herr Despang und der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Krogmann Ing.-Holzbau GmbH (D), Herr Krogmann, zu einem Werkbericht \u00fcber das realisierte Thermoholz-Objekt gewonnen werden.<\/p>\n<p>Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, die Bekanntheit und die Produktsicherheit des Materials Thermoholz zu erh\u00f6hen. Wie sehen Architekten das neue Material? Herr Luig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"http:\/\/www.3-l.de\/\" >3L Architekten und Industriedesigner<\/a> (D), beleuchtet die architektenbezogene Erschlie\u00dfung der Marktpotenziale.<\/p>\n<p>Im Abschluss des 2. Europ\u00e4ischen Thermoholz-Workshops, veranstaltet von dem Institut f\u00fcr Holztechnologie Dresden, findet eine von Dr. Scheiding gef\u00fchrte Podiumsdiskussion mit dem Thema &#8220;Gew\u00e4hrleistung, Probleme, Zukunft&#8221; statt. Hier k\u00f6nnen alle offenen Fragen mit den f\u00fchrenden Vertretern aus Industrie und Wissenschaft, Herstellern, H\u00e4ndlern, Architekten und Verarbeitern kontrovers diskutiert werden.<\/p>\n<p>Eine Reihe von Fragen zu dem Thema Thermoholz werden sicher durch den Europ\u00e4ischen Thermoholz-Workshop in Dresden beantwortet. Trotzdem bleibt eine Reihe von Aufgaben, wie die bisher ungel\u00f6ste Sicherung der Produktqualit\u00e4t bei allen Herstellern. Hierzu ist es notwendig, neue Pr\u00fcfmethodiken und Sicherungssysteme der Produktions\u00fcberwachung und Zertifizierung zu schaffen. Dies zu l\u00f6sen, ist jetzt der Auftrag der Wissenschaft.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, dass auch in Deutschland die Einsicht w\u00e4chst, dass einheimische Thermoh\u00f6lzer eine sinnvolle Alternative zu chemisch behandelten H\u00f6lzern oder Tropenh\u00f6lzern sind.<\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Holztechnologie Dresden stellt sich diesen Herausforderungen und wird wie bisher ein verl\u00e4sslicher Partner an der Seite der Industrie und dem Handwerk sein! Die Organisatoren erwarten wieder einen regen Austausch zwischen Forschung und Industrie. (Kontakt und Anmeldung \u00fcber Frau Krempler <b>0351-4662-343<\/b>).<\/p>\n<p>(Vgl. Veranstaltungshinweis vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/\/\" >2004-05-06<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Im Mittelpunkt des praxisorientierten Workshops stehen in diesem Jahr der Stand von Forschung und Entwicklung sowie die Marktsituation und Produktsicherheit von Thermoholz. 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