{"id":68603,"date":"2019-11-20T07:26:22","date_gmt":"2019-11-20T06:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=68603"},"modified":"2021-09-09T21:25:54","modified_gmt":"2021-09-09T19:25:54","slug":"industrie-und-wissenschaft-sprechen-sich-fuer-die-foerderung-von-wasserstofftechnologien-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/industrie-und-wissenschaft-sprechen-sich-fuer-die-foerderung-von-wasserstofftechnologien-aus\/","title":{"rendered":"Industrie und Wissenschaft sprechen sich f\u00fcr die F\u00f6rderung von Wasserstofftechnologien aus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Schutz des Klimas ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit. Immer deutlicher wird, dass eine erhebliche Transformation von industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten und Produktionsprozessen erforderlich ist, um die Pariser Klimaziele einzuhalten. Dabei wird CO<sub>2<\/sub>-frei erzeugter Wasserstoff eine entscheidende Rolle spielen: Das Diskussionspapier, das Industrieakteure nun gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ver\u00f6ffentlichen, zeigt die essenzielle Funktion des Energietr\u00e4gers f\u00fcr die Energiewende, skizziert die Herausforderungen, die im Aufbau der n\u00f6tigen Infrastruktur liegen, und richtet sich mit klaren Handlungsempfehlungen auch an die Politik.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_68605\" aria-describedby=\"caption-attachment-68605\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68605 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/in4climate-wasserstoff-225x300.jpg\" alt=\"in4climate-wasserstoff\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/11\/in4climate-wasserstoff-225x300.jpg 225w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/11\/in4climate-wasserstoff-600x800.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/11\/in4climate-wasserstoff.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68605\" class=\"wp-caption-text\">Diskussionsbeitrag der AG Wasserstoff von IN4climate.NRW zur Entwicklung der nationalen Wasserstoffstrategie. \u00a9IN4climate.NRW<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nationale und globale Energie- und Klimaschutzszenarien machen deutlich, dass CO<sub>2<\/sub>-frei erzeugter Wasserstoff in Zukunft eine tragende S\u00e4ule der Energiewende wird. F\u00fcr eine klimaneutrale Produktion in der Chemie- und Stahlindustrie ist Wasserstoff von entscheidender Bedeutung. Zudem kann er sowohl in der Industrie, aber auch im Verkehrs- und Mobilit\u00e4tssektor fossile Energietr\u00e4ger ersetzen. Er l\u00e4sst sich gut transportieren und speichern, und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Sektorenkopplung. Deshalb ist zuk\u00fcnftig mit einem hohen Wasserstoffbedarf zu rechnen \u2013 dieser kann aktuellen Szenarien zufolge bei \u00fcber 600 Terrawattstunden pro Jahr liegen.<\/p>\n<p>\u00bbNordrhein-Westfalen ist durch seine zentrale Lage in Europa und dank seiner Potenziale in Industrie und Forschung die ideale Modellregion und Ausgangspunkt in Deutschland und Europa f\u00fcr den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft\u00ab, erl\u00e4utert Prof. Manfred Fischedick, Vizepr\u00e4sident des Wuppertal Institutes und Leiter der Arbeitsgruppe Wasserstoff bei IN4climate.NRW. Acht Industrieunternehmen (AirLiquide, Amprion, BP, Covestro, Open Grid Europe, RWE, Shell und thyssenkrupp) und vier Forschungsinstitute (Wuppertal Institut, Fraunhofer UMSICHT, BFI sowie das IW K\u00f6ln) haben das Papier gemeinsam erarbeitet. Die Autorinnen und Autoren sehen Wasserstoff als Schl\u00fcssel f\u00fcr eine erfolgreiche Industrietransformation und klimaneutrale Zukunft. Gleichzeitig bietet Wasserstoff auch gro\u00dfe Chancen f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung in NRW und Deutschland \u2013 zu rechnen ist mit einem Wertsch\u00f6pfungspotenzial in Milliardenh\u00f6he und gro\u00dfen Potenzialen f\u00fcr zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Alle am Papier beteiligten Unternehmen engagieren sich bereits in Projekten, die Wasserstofftechnologien voranbringen und den Einstieg in eine Wasserstoffzukunft erm\u00f6glichen. So befassen sich die Projekte mit einer CO<sub>2<\/sub>-freien Stahlproduktion, der Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse im industriellen Ma\u00dfstab, dem Aufbau der Transportinfrastruktur durch die Umwandlung von Erdgaspipelines, dem Einsatz von gr\u00fcnem Wasserstoff in Raffinerien und dem Voranbringen der Sektorenkopplung.<\/p>\n<h3>Neue Wasserstoffstrategie<\/h3>\n<p>\u00bbWir brauchen nun die notwendigen regulatorischen Voraussetzungen und positive wirtschaftliche Anreize, um klimaneutral erzeugten Wasserstoff f\u00fcr die gesamte Industrie zug\u00e4nglich zu machen\u00ab, erkl\u00e4rt Klaus Kesseler, Leiter Klimaschutz, CO<sub>2<\/sub>, Genehmigungen bei der thyssenkrupp Steel AG. \u00bbWir begr\u00fc\u00dfen es, dass die Bundesregierung die Bedeutung von Wasserstoff im Klimaschutzprogramm 2030 hervorhebt und eine nationale Wasserstoffstrategie erarbeitet, wobei aus unserer Sicht die Gestaltung einer leistungsf\u00e4higen Transportinfrastruktur von entscheidender Bedeutung ist. Derzeit ist klimaneutral erzeugter Wasserstoff nicht wettbewerbsf\u00e4hig \u2013 die Wasserstoffstrategie muss das \u00e4ndern. Zudem brauchen wir zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien f\u00fcr die Herstellung von Wasserstoff\u00ab, so Kesseler weiter.<\/p>\n<p>Entstanden ist das Papier im Rahmen der Arbeitsgruppe Wasserstoff von IN4climate.NRW. Hier entwickeln die Teilnehmenden branchen\u00fcbergreifend neue Ideen, um industrielle, klimafreundliche Prozesse und Produkte voranzubringen. Das Diskussionspapier zum Thema Wasserstoff ist die erste Ver\u00f6ffentlichung aus IN4climate.NRW.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber IN4climate.NRW<\/h3>\n<p>IN4climate.NRW als Initiative der Landesregierung ist die zentrale Plattform f\u00fcr die Umsetzung einer klimaneutralen Industrie in NRW. Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik arbeiten hier zusammen, um innovative Strategien und L\u00f6sungen f\u00fcr klimaneutrale industrielle Prozesse und Produkte zu entwickeln. Dazu zeigt die Initiative zentrale Forschungsbedarfe auf und begleitet technische Projekte zur Erprobung klimaneutraler Produktionsverfahren. Ziel ist es, sowohl den Aussto\u00df an Treibhausgasen zu reduzieren als auch damit die gezielte Entwicklung einer klimaneutralen und zukunftsf\u00e4higen Industrie zu unterst\u00fctzen. Auf diese Weise soll die hohe Wettbewerbsf\u00e4higkeit der NRW-Industrie ausgebaut und NRW als wichtiger Industriestandort gesichert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schutz des Klimas ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit. Immer deutlicher wird, dass eine erhebliche Transformation von industriellen Wertsch\u00f6pfungsketten und Produktionsprozessen erforderlich ist, um die Pariser Klimaziele einzuhalten. 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