{"id":6859,"date":"2004-03-17T00:00:00","date_gmt":"2004-03-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040317-03n"},"modified":"2004-03-17T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-16T22:00:00","slug":"wendelstein-mit-biooel-und-wasserkraft-zum-gipfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wendelstein-mit-biooel-und-wasserkraft-zum-gipfel\/","title":{"rendered":"Wendelstein: Mit Bio\u00f6l und Wasserkraft zum Gipfel"},"content":{"rendered":"<p>Auf Bio\u00f6lbetrieb r\u00fcstete die Wendelsteinbahn GmbH im bayerischen Brannenburg die Hydrauliksysteme und Getriebe ihrer firmeneigenen Wasserkraftwerke um. Aus Wasserkraft wird hier der Strom f\u00fcr 6.000 Haushalte und die traditionelle Wendelstein-Zahnradbahn generiert. Gef\u00f6rdert wurde das Projekt durch die <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a> im Rahmen des Markteinf\u00fchrungsprogramms <b>&#8220;Biogene Schmierstoffe&#8221;<\/b>. <\/p>\n<p>Projektleiter Hans Vogt begr\u00fcndete den Schritt zur Umr\u00fcstung mit dem direkten Kontakt der Kraftwerke zum Wasser und den umweltsensiblen Bereichen des Naturparks Wendelstein. Bio\u00f6le sind f\u00fcr Mensch und Natur weniger giftig als Mineral\u00f6le und biologisch abbaubar. Mit der Umr\u00fcstung auf biogenes Hydraulik\u00f6l macht das Unternehmen neben der regenerativen Stromerzeugung einen weiteren Schritt hin zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft. <\/p>\n<p>In Deutschland gelangt j\u00e4hrlich knapp die H\u00e4lfte der Schmierstoffe, also etwa eine halbe Million Tonnen, zum Teil systembedingt aber auch unkontrolliert in die Umwelt. Gerade in umweltsensiblen Bereichen, wie an Wasserl\u00e4ufen oder in Trinkwasser- und Naturschutzgebieten, ist der Betrieb mit umweltfreundlichen Alternativen deshalb geradezu geboten. Im Sinne der F\u00f6rderkriterien der FNR bedeutet &#8220;umweltfreundlich&#8221; aber nicht nur, dass die \u00d6le biologisch schnell abbaubar sind. Mindestens zur H\u00e4lfte m\u00fcssen die Produkte aus Rohstoffen vom heimischen Acker bestehen, d.h. &#8220;biogenen Ursprungs&#8221; sein. <\/p>\n<p>Mit Mitteln des F\u00f6rderprogramms der FNR sind seit 2000 bereits etwa 5 Millionen Liter Bio\u00f6l in Hydrauliksysteme von Energieanlagen, Land-, Bau- und Forstmaschinen geflossen. Wie am Wendelstein spielt das Umweltbewusstsein der Maschinen- und Anlagenbetreiber eine wichtige Rolle bei der Entscheidung f\u00fcr das nachwachsende Hydraulik\u00f6l. <\/p>\n<p>Am Wendelstein wogen das Gewissen und die Innovationsfreude von Privatwirtschaft und Politik von Beginn an gleich schwer. Otto von Steinbeis,  Erbauer der Zahnradbahn, \u00fcberzeugte ausgangs des Dampfmaschinen-Zeitalters bereits vor knapp hundert Jahren den bayerischen Prinzregenten Luitpold vom Bau einer elektrischen Zahnradbahn, betrieben mit Strom aus Wasserkraft. Jetzt hat sich das Unternehmen seinerseits von der Qualit\u00e4t der Bio\u00f6le \u00fcberzeugen lassen. Die Produkte sind n\u00e4mlich nicht nur umweltfreundlich, sondern haben auch einen besseren Viskosit\u00e4tsindex und bessere Schmiereigenschaften als Mineral\u00f6le. <\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Markteinf\u00fchrungsprogramm sowie Hersteller und Ansprechpartner finden Sie unter: <a href=\"http:\/\/www.bioschmierstoffe.info\/\" >www.bioschmierstoffe.info<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Bio&ouml;lbetrieb r&uuml;stete die Wendelsteinbahn GmbH im bayerischen Brannenburg die Hydrauliksysteme und Getriebe ihrer firmeneigenen Wasserkraftwerke um. 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