{"id":68516,"date":"2019-11-18T07:26:27","date_gmt":"2019-11-18T06:26:27","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=68516"},"modified":"2019-11-13T15:35:28","modified_gmt":"2019-11-13T14:35:28","slug":"studentisches-team-der-tu-kaiserslautern-punktet-bei-internationalem-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/studentisches-team-der-tu-kaiserslautern-punktet-bei-internationalem-wettbewerb\/","title":{"rendered":"Studentisches Team der TU Kaiserslautern punktet bei internationalem Wettbewerb"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.uni-kl.de\/fileadmin\/_processed_\/c\/6\/csm_Igem_1f8b651899.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-68517 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/csm_Igem_a380210438.png\" alt=\"csm_Igem_a380210438\" width=\"255\" height=\"149\" \/><\/a>Ein studentisches Team der Technischen Universit\u00e4t Kaiserslautern (TUK) \u00fcberzeugte mit ihrer plastikzersetzenden Gr\u00fcnalge die Jury bei einem internationalen Wettbewerb im US-amerikanischen Boston. Beim<a href=\"https:\/\/www.igem-bielefeld.de\/de\/der-igem-wettbewerb\" target=\"_blank\"> iGEM-Wettbewerb<\/a> (international Genetically Engineered Machine) belegte es in der Kategorie \u201eUndergrad\u201c den dritten Platz. Zudem siegten die Studierenden in den Kategorien \u201eBestes Pflanzenprojekt in der synthetischen Biologie\u201c, \u201eBestes Wiki\u201c, \u201eBestes Poster\u201c und \u201eBestes Umweltprojekt\u201c. Der Wettbewerb nimmt Projekte aus der Synthetischen Biologie in den Blick und richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs.<\/strong><\/p>\n<p>Am Massachusetts Institute of Technology, MIT hat das Team aus Kaiserslautern seine Arbeit vorstellen m\u00fcssen. In den vergangenen Monaten hat es eine Gr\u00fcnalge entwickelt, die Plastik abbaut. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Plastik PET. Die Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr Polyethylenterephthalat. PET ist weltweit der am h\u00e4ufigsten vorkommende Kunststoff.<\/p>\n<p>Damit Gr\u00fcnalgen PET abbauen k\u00f6nnen, brauchen sie zwei bestimmte Enzyme, die das Plastik in zwei Grundbestandteile spalten. Japanische Wissenschaftler hatten diese Enzyme vor ein paar Jahren bei Bakterien gefunden, die auf einer M\u00fcllhalde Plastik zersetzt haben.<\/p>\n<p>Das Kaiserslauterer Team hat beide Gene in das Erbgut der Gr\u00fcnalge eingebracht. Die Alge zersetzt das Plastik in einem Bioreaktor. Die beiden Substanzen, in die PET abgebaut wird, lassen sich wieder verwenden. Hierbei handelt es sich um Terephthals\u00e4ure und Ethylenglycol. Beide Stoffe k\u00f6nnen zum Beispiel zur erneuten Synthese von PET verwendet werden. Damit haben die Studierenden der TUK ein geschlossenes Recyclingsystem, bei dem kein Plastik in der Umwelt anf\u00e4llt. Denkbar w\u00e4re es zum Beispiel, dass die Technik in einer Kl\u00e4ranlage Verwendung finden kann.<\/p>\n<p>Das Team besteht aus zw\u00f6lf Mitgliedern, alle sind im Bachelorstudium, die meisten studieren Biologie, zwei Bio- und Chemieingenieurwissenschaften, einer Informatik und einer Biophysik. Der Wettbewerb hat viel Zeit in Anspruch genommen. Denn es geh\u00f6rt nicht nur das Projekt im Labor dazu, auch eine Reihe anderer Aufgaben m\u00fcssen die Teams im Vorfeld erledigen. Dazu geh\u00f6rt es unter anderem, Sponsoren von ihrer Idee zu \u00fcberzeugen, die Finanzen im Blick zu haben und alle Ausgaben zu dokumentieren. Ihre Arbeit m\u00fcssen sie selbst finanzieren, dazu sind sie auf finanzielle und Sachspenden angewiesen. Dabei hatte das Team im Sommer eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, bei der es genug Geld zusammenbekommen hatte, damit alle in Boston an den Start gehen konnten. Auch hat das Team viel \u00d6ffentlichkeitsarbeit geleistet, um zum Beispiel zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber Gentechnik einen Beitrag zu leisten.<br \/>\nInsgesamt haben 375 Teams aus aller Welt an dem Wettbewerb teilgenommen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Unterst\u00fctzung erhielten die Studierenden auch vom Fachbereich Biologie wie zum Beispiel von Professor Michael Schroda, Juniorprofessor Felix Willmund und Professorin Nicole Frankenberg-Dinkel. Hinzu kamen noch acht Doktoranden, die dem Team beratend zur Seite stehen. Auch d\u00fcrften sie einen Praktikumsraum f\u00fcr ihre Versuche nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>iGEM-Team der TU Kaiserslautern<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:igem@bio.uni-kl.de\" target=\"_blank\">igem@bio.uni-kl.de<\/a><\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u00dcber die TU Kaiserslautern<\/h3>\n<p>Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Universit\u00e4t in Rheinland-Pfalz. Zukunftsorientierte Studieng\u00e4nge, eine praxisnahe Ausbildung und eine moderne Infrastruktur sind die Rahmenbedingungen, die Studierende an der Campus-Universit\u00e4t vorfinden. Die TU Kaiserslautern wurde beim bundesweiten Wettbewerb &#8220;Exzellente Lehre&#8221; mit dem Exzellenz-Preis f\u00fcr Studium und Lehre ausgezeichnet. Damit stellt die TU den hohen Stellenwert ihrer Studienangebote unter Beweis. Dar\u00fcber hinaus profitieren die Studierenden und Wissenschaftler von den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen, die im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU Kaiserslautern kooperieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein studentisches Team der Technischen Universit\u00e4t Kaiserslautern (TUK) \u00fcberzeugte mit ihrer plastikzersetzenden Gr\u00fcnalge die Jury bei einem internationalen Wettbewerb im US-amerikanischen Boston. 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