{"id":68491,"date":"2019-11-14T07:32:59","date_gmt":"2019-11-14T06:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=68491"},"modified":"2019-11-12T14:32:19","modified_gmt":"2019-11-12T13:32:19","slug":"14-global-bioplastics-award-2019-finalisten-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/14-global-bioplastics-award-2019-finalisten-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"14. Global Bioplastics Award 2019: Finalisten ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bereits zum 14. Mal pr\u00e4sentiert die Fachzeitschrift \u201ebioplastics Magazine\u201c den &#8220;Biokunststoffe Oskar&#8221;. F\u00fcnf Juroren aus Wissenschaft, Presse und Branchenverb\u00e4nden aus Amerika, Europa und Asien haben die f\u00fcnf Finalisten f\u00fcr den 14. Global Bioplastics Award ausgew\u00e4hlt. Der Preis wird am 3. Dezember 2019 w\u00e4hrend der 14. European Bioplastics Conference 2019 in Berlin an den Gewinner vergeben.<\/strong><\/p>\n<p>Der Global Bioplastics Award w\u00fcrdigt Innovationen, Erfolge und Leistungen von Herstellern, Verarbeitern, Markeninhabern oder Anwendern von Biokunststoffen. Um f\u00fcr die Teilnahme an der Preisverleihung in Frage zu kommen, muss das vorgeschlagene Unternehmen, Produkt oder die Dienstleistung in den Jahren 2018 oder 2019 entwickelt oder in den Markt eingef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf nominierten Unternehmen \/ Produkte sind (ohne Rangfolge):<\/p>\n<figure id=\"attachment_68468\" aria-describedby=\"caption-attachment-68468\" style=\"width: 120px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68468 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Carbiolice-b81aa0fea52d4bcg96b2342180efcf2d.jpg\" alt=\"Carbiolice-b81aa0fea52d4bcg96b2342180efcf2d\" width=\"120\" height=\"104\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68468\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 bioplastics Magazine<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Carbiolice (Riom, Frankreich) &#8211; Enzymatisches Masterbatch, das PLA home-compostable macht<\/h3>\n<p>Im Dezember 2018 brachte Carbiolice sein enzymatisches \u201eEvanesto\u201c Masterbatch auf den Markt &#8211; ein Additiv, das es PLA erm\u00f6glichen soll, unter typischen Kompostierungsbedingungen im heimischen Gartenkompost biologisch abzubauen. Auch wenn PLA sehr gute Eigenschaften f\u00fcr viele Anwendungen bietet, beschr\u00e4nkt sich seine biologische Abbaubarkeit derzeit auf die industrielle Kompostierung. Carbiolice hat nun Evanesto entwickelt, ein neues enzymatisches Additiv, das als Masterbatch verwendet werden kann und das PLA-Polymer im heimischen Garten kompostierbar machen soll.<\/p>\n<p>&#8220;Das Masterbatch wird in einer Konzentration von weniger als f\u00fcnf Prozent einer Mischung mit einem hohen PLA-Gehalt bei herk\u00f6mmlichen Verarbeitungsprozessen wie Folienextrusion, Thermoformen und Spritzgie\u00dfen zugesetzt. Es beschleunigt den nat\u00fcrlichen PLA-Bioabbauprozess und macht ihn so geeignet f\u00fcr die Kompostierung zu Hause&#8221;, erkl\u00e4rt Cl\u00e9mentine Arnault, R&amp;D Manager bei Carbiolice.<\/p>\n<p>Erste Tests an d\u00fcnnen Folien aus 30 Prozent PLA und f\u00fcnf Prozent Evanesto sowie anderen biologisch abbaubaren und biobasierten Polyester, wie biobasiertem PBAT, TPS&#8230;.), die vom unabh\u00e4ngigen Labor OWS durchgef\u00fchrt wurden, haben den Angaben zufolge gezeigt, dass der vollst\u00e4ndige Abbau innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten unter Heimkompostierbedingungen erreicht werden soll.<\/p>\n<p>Tests an dickeren Folien, die durch Kalandrieren und Thermoformen erzeugt wurden, seien noch im Gange, aber die ersten Ergebnisse seien sehr positiv.<\/p>\n<p>Anfang des Jahres haben Carbiolice und Carbios eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit dem d\u00e4nischen Unternehmen Novozymes, einem weltweit t\u00e4tigen Hersteller von Enzymen, \u00fcber die Herstellung und Lieferung von Enzymen f\u00fcr die Herstellung von home-compostable PLA-Kunststoffen unterzeichnet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_68467\" aria-describedby=\"caption-attachment-68467\" style=\"width: 120px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68467 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bio4self2-ff87bfd92d574a9gb4728234f5b6f67e.jpg\" alt=\"bio4self2-ff87bfd92d574a9gb4728234f5b6f67e\" width=\"120\" height=\"84\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68467\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 bioplastics Magazine<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Bio4self (15 Partner aus der EU) &#8211; Eigenverst\u00e4rkte PLA Verbundwerkstoffe<\/h3>\n<p>Eigenverst\u00e4rkte PLA-Verbundwerkstoffe, die im Rahmen des vom Europ\u00e4ischen Forschungsfonds H2020 gef\u00f6rderten <a href=\"http:\/\/www.bio4self.eu\" target=\"_blank\">Bio4self-Projekt<\/a>s entwickelt werden, sollen v\u00f6llig neue Anwendungsgebiete f\u00fcr den biobasierten Kunststoff PLA er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Im Projekt werden zwei verschiedene PLA-Typen mit unterschiedlichen Schmelztemperaturen zu einem selbstverst\u00e4rkten PLA-Verbund (PLA SRPC) so kombiniert, dass das h\u00f6her schmelzende PLA als Verst\u00e4rkungsfaser in die niedriger schmelzende Matrix eingebettet wird. Die daraus resultierende Materialsteifigkeit soll mit handels\u00fcblichen, selbstverst\u00e4rkten Polypropylen (PP)-Verbundwerkstoffen konkurrieren k\u00f6nnen. Damit soll es m\u00f6glich sein, mechanisch anspruchsvolle Komponenten unter anderem f\u00fcr die Bereiche Automobil und Elektrohausger\u00e4te herzustellen.<\/p>\n<p>Obwohl die entwickelten Verbundwerkstoffe f\u00fcr hohe mechanische Festigkeit und Steifigkeit sowie f\u00fcr Hochtemperatur- und Hydrolysestabilit\u00e4t funktionalisiert wurden, sollen sie wie reines PLA vollst\u00e4ndig biobasiert, leicht recycelbar, formbar und sogar industriell biologisch abbaubar sein.<\/p>\n<p>Diese gro\u00dftechnischen Verbundwerkstoffe sollen einen Meilenstein in der Entwicklung funktionalisierter, mechanisch hochfester, biobasierter Materialsysteme darstellen. Dar\u00fcber hinaus soll die Entwicklung einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.<\/p>\n<p>Als Beispiel wurde die Anwendung in einer Autositzstruktur auf der Fachmesse JEC Composite im M\u00e4rz 2019 gezeigt. W\u00e4hrend der Messe wurde dieses Projekt mit dem JEC Innovationspreis f\u00fcr Nachhaltigkeit ausgezeichnet, der bei der Verleihung des JEC Innovationspreises am 12. M\u00e4rz 2019 verliehen wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_68466\" aria-describedby=\"caption-attachment-68466\" style=\"width: 120px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68466 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/bio-on-Kartell-b66f12aeef467ceg2bf3c76eabeaebb6.jpg\" alt=\"bio-on-Kartell-b66f12aeef467ceg2bf3c76eabeaebb6\" width=\"120\" height=\"68\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68466\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 bioplastics Magazine<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Kartell (Italien) &#8211; Modulares Aufbewahrungs-System aus Bio-on&#8217;s Biokunststoff<\/h3>\n<p>Kartell (Noviglio, Mailand, Italien) bietet eine neue, umweltfreundliche und nachhaltige Version eines seiner Bestseller an &#8211; ein modulares Aufbewahrungssystem aus dem 100 Prozent nat\u00fcrlichen Biokunststoff von Bio-on (Bologna, Italien). Der Schrank Componibili, der in zylindrischer Form mit Schiebew\u00e4nden ausgef\u00fchrt ist, wurde im Jahr 1967 erstmals von der italienischen Designerin und Kartell-Mitbegr\u00fcnderin Anna Castelli Ferrieri entworfen. Das 50-j\u00e4hrige Design ist in vier Farben erh\u00e4ltlich: Gr\u00fcn, Rosa, Creme und Gelb in der Dreimodulversion.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich in den 1960er Jahren aus ABS-Kunststoff hergestellt, besteht die aktualisierte Biokunststoffeinheit aus dem PHB-Material von Bio-on, das aus landwirtschaftlichen Abf\u00e4llen hergestellt wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_68465\" aria-describedby=\"caption-attachment-68465\" style=\"width: 120px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68465 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Dantoy-fa3a97697cd8a26g73d808cbeeb2003c.jpg\" alt=\"Dantoy-fa3a97697cd8a26g73d808cbeeb2003c\" width=\"120\" height=\"90\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68465\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 bioplastics Magazine<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Dantoy (D\u00e4nemark) &#8211; Biobasiertes Spielzeug<\/h3>\n<p>Im Februar 2018 brachte Dantoy, seit mehr als 50 Jahren Hersteller von Qualit\u00e4tsspielzeug in D\u00e4nemark, seine neue Bio-Produktlinie auf den Markt. Heute werden mehr als 15 Prozent aller Produkte von dantoy aus Braskem&#8217;s \u201eGreen PE\u201c hergestellt, geliefert von FKuR. Mitten in J\u00fctland in D\u00e4nemark gelegen und mit rund 50 Mitarbeitern verf\u00fcgt dantoy \u00fcber eine Produktionsfl\u00e4che von 15.000 Quadratmetern. Dar\u00fcber hinaus besch\u00e4ftigt dantoy eine Reihe von Mitarbeitern, die die Produkte zu Hause oder in Behindertenwerkst\u00e4tten montieren.<\/p>\n<p>Alle Kunststoffspielzeuge von Dantoy sind mit dem Nordic Swan Umweltzeichen ausgezeichnet und m\u00fcssen daher die weltweit strengsten Anforderungen an Inhaltsstoffe erf\u00fcllen, die weit \u00fcber das d\u00e4nische Recht hinausgehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_68464\" aria-describedby=\"caption-attachment-68464\" style=\"width: 120px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-68464 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/PLA-Schiene-d2bc261411249b2gd24ec975011a6a98.jpg\" alt=\"PLA-Schiene-d2bc261411249b2gd24ec975011a6a98\" width=\"120\" height=\"84\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68464\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 bioplastics Magazine<\/figcaption><\/figure>\n<h3>N\u00f6lle Kunststofftechnik and Fraunhofer IAP &#8211; Neuartige Schiene f\u00fcr Knochenbr\u00fcche<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Ruhigstellung von Knochenbr\u00fcchen wurde eine neuartige Schiene aus PLA entwickelt, die w\u00e4hrend der Behandlung immer wieder neu geformt werden kann, beispielsweise, wenn die Schwellung nachl\u00e4sst.Plasti<\/p>\n<p>Das neue Immobilisierungskonzept \u201eRecast\u201c wurde von der N\u00f6lle Kunststofftechnik entwickelt. Es nutzt unterschiedlich gro\u00dfe, vorgeformte Schienen aus biobasiertem und biologisch abbaubarem PLA. Die Schienen werden auf 55\u00b0C bis 65\u00b0C erw\u00e4rmt. Die Temperatur der Schienen wird dann auf ein Minimum reduziert. Der nun formbare Kunststoff wird so geformt, dass er zu dem entsprechenden Teil des K\u00f6rpers passt. Dieser Vorgang dauert etwa f\u00fcnf Minuten. Sind Korrekturen erforderlich, kann die geh\u00e4rtete Schiene einfach wieder erw\u00e4rmt werden.<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung des Materials arbeitete der Kunststoffverarbeiter eng mit den Polymer-Entwicklern des Fraunhofer IAP in Potsdam-Golm zusammen. Es wurde beschlossen, PLA als Basispolymer zu verwenden, einen Biokunststoff, der f\u00fcr die meisten Anwendungen einen gro\u00dfen Nachteil hat: Bei ca. 58\u00b0C wird es weich. Der niedrige thermische Erweichungspunkt von PLA sei ein gro\u00dfer Vorteil bei der Verwendung als orthop\u00e4dische Schiene. Das bedeute, dass das Produkt durch Erw\u00e4rmen wiederholt und schnell geformt werden kann. Die Fraunhofer-Forscher kombinierten PLA mit geeigneten F\u00fcllstoffen und entwickelten eine Formulierung, die allen Anforderungen gerecht wurde. Dar\u00fcber hinaus stellten sie sicher, dass das Material auch in branchenrelevanten Mengen produziert werden konnte.<\/p>\n<p>Um die Schiene f\u00fcr den Patienten noch komfortabler zu machen, verf\u00fcgen die \u201eRecast\u201c-Produkte zus\u00e4tzlich \u00fcber eine Vliesstoffschicht aus PLA und Viskose, die gemeinsam mit dem S\u00e4chsischen Textilforschungsinstitut in Chemnitz entwickelt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits zum 14. Mal pr\u00e4sentiert die Fachzeitschrift \u201ebioplastics Magazine\u201c den &#8220;Biokunststoffe Oskar&#8221;. F\u00fcnf Juroren aus Wissenschaft, Presse und Branchenverb\u00e4nden aus Amerika, Europa und Asien haben die f\u00fcnf Finalisten f\u00fcr den 14. Global Bioplastics Award ausgew\u00e4hlt. Der Preis wird am 3. Dezember 2019 w\u00e4hrend der 14. European Bioplastics Conference 2019 in Berlin an den Gewinner vergeben. 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