{"id":68346,"date":"2019-11-12T07:32:27","date_gmt":"2019-11-12T06:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=68346"},"modified":"2019-11-07T13:51:41","modified_gmt":"2019-11-07T12:51:41","slug":"kabinett-beschliesst-plastiktueten-verbot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kabinett-beschliesst-plastiktueten-verbot\/","title":{"rendered":"Kabinett beschlie\u00dft Plastikt\u00fcten-Verbot"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat ein Plastikt\u00fcten-Verbot auf den Weg gebracht. Diese seien der &#8220;Inbegriff von Ressourcenverschwendung&#8221;, so Umweltministerin Schulze. Von dem Verbot ausgeschlossen sind dennoch Obst- und Gem\u00fcset\u00fcten.<\/p>\n<p>Lange hat die Bundesregierung auf die freiwillige Reduktion von Plastik gesetzt. Nun soll ein Gesetz die Ma\u00dfnahmen versch\u00e4rfen. Der Gesetzentwurf von Bundesumweltministerin Svenja Schulze betrifft die typischen T\u00fcten, die man im Supermarkt oder anderen Gesch\u00e4ften beim Bezahlen erh\u00e4lt. Inzwischen sind diese in aller Regel kostenpflichtig. &#8220;Plastikt\u00fcten sind der Inbegriff von Ressourcenverschwendung: Sie werden aus Roh\u00f6l hergestellt und sie oft nur wenige Minuten genutzt&#8221;, sagte die SPD-Politikerin.<\/p>\n<p>Auch sogenannte Bioplastikt\u00fcten w\u00fcrden verboten, weil das auch eine Mogelpackung sei. Kunststoffe aus Rohstoffen wie Zucker, Kartoffeln oder Mais seien nicht unbedingt umweltfreundlicher als Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen. Sie lie\u00dfen sich oft nicht recyclen und ihre Erzeugung sei h\u00e4ufig mit Pestizideneinsatz und Monokulturen verbunden, so die Umweltministerin.<\/p>\n<p>Vom Verbot ausgenommen sind die besonders d\u00fcnnen T\u00fcten etwa f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse so wie stabilere Tragetaschen ab einer Wandst\u00e4rke von 50 Mikrometern. F\u00fcr den Vollzug des Verbots sind die L\u00e4nder zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Eine \u00dcbergangsfrist von sechs Monaten ist geplant<br \/>\nZun\u00e4chst werden die Abgeordneten im Bundestag \u00fcber den Gesetzentwurf abstimmen. Wenn das Gesetz den Bundestag und den Bundesrat passiert hat, ist eine sechsmonatige \u00dcbergangsfrist f\u00fcr die T\u00fcten vorgesehen, um Restbest\u00e4nde in den Gesch\u00e4ften abzubauen.<\/p>\n<p>Das gesetzliche Verbot soll die bisherige freiwillige Vereinbarung von 2015 mit dem Handel, Plastikt\u00fcten nicht mehr kostenlos abzugeben, ersetzen. Ein Versto\u00df gegen das geplante Verbot soll nach dem Entwurf als Ordnungswidrigkeit mit einem Bu\u00dfgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Schulze hatte ein Verbot von Plastikt\u00fcten zun\u00e4chst nicht geplant, weil es eine Vereinbarung ihres Ministeriums mit gro\u00dfen Teilen des Handels gab, diese nur noch gegen Geld an Kunden auszugeben.<\/p>\n<p>Ziel: weniger Plastik und mehr Recycling<br \/>\nDas hatte laut Umweltministerium in den vergangen Jahren dazu gef\u00fchrt, dass sehr viel weniger T\u00fcten verbraucht wurden &#8211; pro Kopf im Jahr 2018 nur noch rund 20, 2015 waren es noch 68 gewesen. Es sei allerdings nicht zu erwarten, dass der Verbrauch auf der Grundlage dieser Vereinbarung noch signifikant sinken werde.<\/p>\n<p>Gesetzentwurf vorgelegt<\/p>\n<p>Umweltministerin Schulze erkl\u00e4rte im September, w\u00fcrde man die d\u00fcnnen T\u00fcten verbieten, bestehe die Gefahr, dass noch mehr Obst und Gem\u00fcse in verschwei\u00dften Packungen in die L\u00e4den komme. &#8220;Das will ich nicht bef\u00f6rdern&#8221;, sagte sie.<\/p>\n<p>Das Verbot der Einweg-Kunststofftragetaschen sei nur ein Baustein auf dem Weg zu weniger Plastik und mehr Recycling, hie\u00df es weiter. 2021 sollen weitere Einweg-Kunststoffartikel wie etwa Plastikgeschirr in Umsetzung der EU-Einwegkunststoffrichtlinie verboten werden.<\/p>\n<p>Greenpeace: Zehn Prozent des Plastikm\u00fclls im Meer vom Fischfang<br \/>\nEine neue Studie von Greenpeace macht auf ein weiteres Umweltproblem aufmerksam. Rund zehn Prozent des Plastikm\u00fclls in den Ozeanen gehen Umweltsch\u00fctzern zufolge auf den Fischfang zur\u00fcck. Jedes Jahr werden gesch\u00e4tzt etwa 640.000 Tonnen Netze und andere Ausr\u00fcstung in den Meeren zur\u00fcck gelassen. Die Regierungen der Welt m\u00fcssten handeln und &#8220;die zu wenig regulierte Fischereiindustrie wegen ihres gef\u00e4hrlichen M\u00fclls zur Verantwortung ziehen&#8221;, forderte Louisa Casson von Greenpeace in Gro\u00dfbrittanien.<\/p>\n<p>Fischfangausr\u00fcstung sei &#8220;die t\u00f6dlichste Art&#8221; von Plastikm\u00fcll in den Ozeanen, weil sie daf\u00fcr entworfen sei, Meerestiere zu fangen und zu t\u00f6ten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat ein Plastikt\u00fcten-Verbot auf den Weg gebracht. Diese seien der &#8220;Inbegriff von Ressourcenverschwendung&#8221;, so Umweltministerin Schulze. Von dem Verbot ausgeschlossen sind dennoch Obst- und Gem\u00fcset\u00fcten. 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