{"id":6834,"date":"2004-03-23T00:00:00","date_gmt":"2004-03-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040323-05n"},"modified":"2004-03-23T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-22T22:00:00","slug":"c-a-r-m-e-n-forum-zur-eu-osterweiterung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/c-a-r-m-e-n-forum-zur-eu-osterweiterung\/","title":{"rendered":"C.A.R.M.E.N.-Forum zur EU-Osterweiterung"},"content":{"rendered":"<p>In wenigen Wochen treten der Europ\u00e4ischen Union (EU) 10 neue Mitgliedsstaaten bei. Zus\u00e4tzliche land- und forstwirtschaftliche Fl\u00e4chen werden das Potenzial f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe deutlich erh\u00f6hen. Die wirtschaftliche Verwertung dieses Potenzials ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Aus diesem Anlass widmete sich die <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >Bayerische Koordinierungsstelle f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe, C.A.R.M.E.N. e.V.<\/a>, am 22. M\u00e4rz im Straubinger Herzogschloss dem Thema &#8220;Eu-Osterweiterung &#8211; Rahmenbedingungen, Potenziale, Chancen&#8221;. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Niederbayern durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>C.A.R.M.E.N.-Vorstandsvorsitzender Reinhold Erlbeck, Oberb\u00fcrgermeister Reinhold Perlak und Landrat Alfred Reisinger begr\u00fc\u00dften die 150 Teilnehmer und w\u00fcrdigten die geographische Lage Straubings, die f\u00fcr eine Veranstaltung zur EU-Osterweiterung geradezu ideal sei.<\/p>\n<p>Ministerialdirektor Anton Adelhardt vom Bayerischen Staatsministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Forsten vertrat Staatsminister Josef Miller. Er hielt den Er\u00f6ffnungsvortrag &#8220;Die erweiterte Union &#8211; eine solidere Basis f\u00fcr die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe&#8221;. Je gr\u00f6\u00dfer der Wirtschaftsraum, umso gr\u00f6\u00dfer seien die Ausgleichsm\u00f6glichkeiten einschlie\u00dflich entsprechender Wertsch\u00f6pfungspotenziale, so Adelhardt. Ihm sei um die Landwirtschaft im erweiterten Europa nicht bange, denn die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe biete eine hervorragende Alternative.<\/p>\n<p>Peter Sonnleitner von der IHK Niederbayern erl\u00e4uterte die regionalen Auswirkungen der EU-Osterweiterung. Er zeigte Risiken bez\u00fcglich des Wettbewerbsdrucks auf, die sich u.a. durch die Lohnkosten ergeben k\u00f6nnen. Wer Rohstoffe oder Vorprodukte aus den neuen Mitgliedsl\u00e4ndern<br \/>beziehe oder Produkte speziell f\u00fcr diese M\u00e4rkte anbiete, k\u00f6nnte von der Osterweiterung profitieren. Sonnleitner pr\u00e4sentierte EU-Fitnessprogramme zur F\u00f6rderung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in den Grenzregionen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend berichteten osteurop\u00e4ische Vertreter aus ihren L\u00e4ndern. Zavis Pexidr vom tschechischen Landwirtschaftsministerium in Prag charakterisierte die Nutzung von Holzenergie in der Tschechischen Republik. Der Austausch mit EU-Staaten, die unter \u00e4hnlichen Produktionsbedingungen wirtschaften wie die Tschechische Republik, sei f\u00fcr die weitere Orientierung und Ausrichtung sehr f\u00f6rderlich.<\/p>\n<p>Josip Dundovic von der kroatischen Staatsforstverwaltung in Zagreb berichtete, dass in Kroatien W\u00e4lder als wichtige Energiequellen angesehen w\u00fcrden. Durch Reform des Energiesektors und eine aktive staatliche Politik w\u00fcrden Bedingungen f\u00fcr die Erh\u00f6hung der Energieeffizienz und die Erh\u00f6hung der Nutzung der erneuerbaren Energietr\u00e4ger geschaffen.<\/p>\n<p>Das Potenzial f\u00fcr Holzenergie in Rum\u00e4nien stellte Dr. Gheorghe Florian Borlea vom Institut f\u00fcr Waldforschung und -management aus Timisoara vor. Die Erzeugung von Holzenergie w\u00e4re das Hauptziel der gegenw\u00e4rtigen rum\u00e4nischen Forstpolitik. In diesem Zusammenhang k\u00f6nnte die strategische Entscheidung f\u00fcr die Holzenergie auch f\u00fcr W\u00e4rme, Arbeitspl\u00e4tze und eine bedeutende Einkommensquelle sorgen.<\/p>\n<p>Im zweiten Fachblock pr\u00e4sentierten bayerische und \u00f6sterreichische Unternehmer ihre Bet\u00e4tigungsfelder in Osteuropa. G\u00fcnther Huemer von der Guntamatic Heiztechnik GmbH aus Peuerbach berichtete \u00fcber die &#8220;Markterschlie\u00dfung eines Biomasseheizkessel-Herstellers in Polen&#8221;. Er ging auf die Bedeutung fossiler Brennstoffe ein und illustrierte den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df bei verschiedenen Energietr\u00e4gern.<\/p>\n<p>Xaver Haas pr\u00e4sentierte &#8220;Material der kurzen Wege&#8221; am Beispiel eines Holzbaubetriebes in der Tschechischen Republik. Der Stammsitz der Firmengruppe Haas in Falkenberg sei ca. 80 km von der tschechischen Grenze entfernt. Im Herbst 1989 kaufte Haas einen Fensterbaubetrieb, die jetzige Firma &#8220;Hoco-Bauelemente&#8221; in Tschechien. Die Firma geh\u00f6re inzwischen zu den gr\u00f6\u00dften Fensterbaubetrieben in Tschechien, so Haas.<\/p>\n<p>Markus Ott von der Schmack Biogas AG, Schwandorf, widmete sich den Erschlie\u00dfungspotenzialen f\u00fcr Biogas in Deutschland und Osteuropa. Laut Ott sei durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Bedeutung von Biogas in Deutschland erheblich gewachsen. Durch die landwirtschaftliche Struktur Polens sei auch dort ein erhebliches Potenzial f\u00fcr Biogas vorhanden.<\/p>\n<p>Bei der Podiumsdiskussion, die von Dr. Hans M. G\u00f6tzl vom Straubinger Tagblatt moderiert wurde, stellten sich die Referenten den Fragen des Publikums. Ein so wichtiges Netzwerk wie C.A.R.M.E.N. h\u00e4tten sie bislang nicht, erkl\u00e4rten die Vertreter aus Tschechien und Kroatien. Dr. G\u00f6tzl lobte ebenfalls das Engagement C.A.R.M.E.N.s und schloss die Tagung mit einem Zitat von Viktor Hugo: &#8220;Nichts ist so m\u00e4chtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.&#8221;<\/p>\n<p>Der <b>Tagungsband zur Veranstaltung<\/b> ist f\u00fcr 10 Euro (zzgl. MwSt. und Versand) bei C.A.R.M.E.N. erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>C.A.R.M.E.N. e.V.<br \/>Carmen Weber<br \/>Schulgasse 18<br \/>94315 Straubing,<br \/>Tel.: 09421-960-300<br \/>Fax: 09421-960-333<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:contact@carmen-ev.de\">contact@carmen-ev.de<\/a><br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >www.carmen-ev.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In wenigen Wochen treten der Europ&auml;ischen Union (EU) 10 neue Mitgliedsstaaten bei. 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