{"id":68304,"date":"2019-11-11T07:32:15","date_gmt":"2019-11-11T06:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=68304"},"modified":"2021-09-09T21:26:11","modified_gmt":"2021-09-09T19:26:11","slug":"treibstoff-aus-co2-und-oekostrom-versuchsanlage-in-karlsruhe-geht-in-betrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/treibstoff-aus-co2-und-oekostrom-versuchsanlage-in-karlsruhe-geht-in-betrieb\/","title":{"rendered":"Treibstoff aus CO<sub>2<\/sub> und \u00d6kostrom: Versuchsanlage in Karlsruhe geht in Betrieb"},"content":{"rendered":"<p>Am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) wird am Mittwoch die nach eigenen Angaben weltweit erste Versuchsanlage zur Herstellung von fl\u00fcssigem CO2-neutralem Treibstoff in Betrieb gehen. Die Power-to-Liquid-Anlage in der Gr\u00f6\u00dfe eines Schiffscontainers, die gemeinsam von vier Projektpartnern erarbeitet wurde, vereint alle vier Prozessschritte, um aus Luft und Strom fl\u00fcssigen Treibstoff zu erstellen.<\/p>\n<p>Jeder der vier Prozessschritte wurde jeweils von einem der am P2X-Projekt beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickelt. Im ersten Schritt filtert die Anlage klimasch\u00e4dliches CO2 aus der Umgebungsluft. Die Technik daf\u00fcr stammt von Climeworks, einem Ableger der ETH Z\u00fcrich. Im zweiten Schritt spaltet die Anlage CO2 und Wasserdampf zu Wasserstoff und Kohlenmonoxid auf. Dabei kommt Technik des Energieunternehmens Sunfire zum Einsatz. In Phase drei werden aus dem Gasgemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid lange Kohlenwasserstoffketten gebildet. Das Verfahren wurde von Ineratec entwickelt, einer Ausgr\u00fcndung des KIT. Das Karlsruher Institut selbst erstellte das letzte Modul. In ihm werden die langkettigen Kohlenwasserstoffe so aufgespalten, dass daraus Benzin, Diesel und Kerosin erstellt werden kann.<\/p>\n<p>Dezentrale Kraftstoffherstellung<\/p>\n<p>Noch ist die Tagesproduktion mit zwei Litern \u00e4u\u00dferst begrenzt. F\u00fcr die Massenproduktion eignet sich die Anlage derzeit nicht. Die Wissenschaftler sind aber guter Dinge, dass die n\u00e4chste Generation der Liquid-to-Power-Anlage rund 200 Liter pro Tag erzeugen kann. In der dritten Generation, einer Art vorindustriellen Anlage, sollen es dann zwischen 1500 und 2000 Liter t\u00e4glich sein.<\/p>\n<p>Die Power-to-Liquid-Anlage ist bewusst klein und f\u00fcr den dezentralen Einsatz gestaltet worden. So k\u00f6nnen solche Anlagen direkt an Orten aufgestellt werden, an denen Solar-, Wind- oder Wasserkraft vorhanden ist und damit die erneuerbaren Energien nicht extra verlustbehaftet \u00fcber l\u00e4ngere Strecken zu einer zentralen Produktionsst\u00e4tte transportiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) wird am Mittwoch die nach eigenen Angaben weltweit erste Versuchsanlage zur Herstellung von fl\u00fcssigem CO2-neutralem Treibstoff in Betrieb gehen. Die Power-to-Liquid-Anlage in der Gr\u00f6\u00dfe eines Schiffscontainers, die gemeinsam von vier Projektpartnern erarbeitet wurde, vereint alle vier Prozessschritte, um aus Luft und Strom fl\u00fcssigen Treibstoff zu erstellen. 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