{"id":6811,"date":"2004-03-31T00:00:00","date_gmt":"2004-03-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040331-04n"},"modified":"2004-03-31T00:00:00","modified_gmt":"2004-03-30T22:00:00","slug":"markteinfuehrung-von-biokunststoffen-auf-dem-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/markteinfuehrung-von-biokunststoffen-auf-dem-weg\/","title":{"rendered":"Markteinf\u00fchrung von Biokunststoffen auf dem Weg"},"content":{"rendered":"<p>Nur ein kleiner Schritt ist es bis zur Markteinf\u00fchrung der Biokunststoffe, aber es w\u00e4re ein gro\u00dfer f\u00fcr den Innovations- und Wirtschaftstandort Deutschland. Das war der Grundtenor der Veranstaltung der Hessischen Landesregierung in der Hessischen Landesvertretung in Berlin am 30. M\u00e4rz \u00fcber Biokunststoffe, ihre Einsatzm\u00f6glichkeiten und die Rahmenbedingungen f\u00fcr ihre Markteinf\u00fchrung. Eingeladen zu Vortr\u00e4gen unter anderem von der <a href=\"http:\/\/www.ibaw.org\/\" >IBAW<\/a> waren Vertreter aus Politik und Wirtschaft.<\/p>\n<p>Es gelte nun, Markthemmnisse f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Biokunststoffen in Deutschland abzubauen, erkl\u00e4rte der Hessische Minister f\u00fcr Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollm\u00e4chtigte des Landes beim Bund, Staatsminister Jochen Riebel, in Berlin. Das <a href=\"http:\/\/www.modellprojekt-kassel.de\/\" >Modellprojekt in Kassel<\/a> habe gezeigt, &#8220;dass es funktioniert, wenn alle wollen&#8221;, betonte der Hessische Minister f\u00fcr Umwelt, l\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, Staatsminister Wilhelm Dietzel. <\/p>\n<p>In der hessischen Gro\u00dfstadt lief von Mai 2001 bis November 2002 der weltweit gr\u00f6\u00dfte Test zur Markteinf\u00fchrung von Biokunststoffen. Der Minister forderte eine &#8220;verst\u00e4rkte politische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Markteinf\u00fchrung&#8221; ein und verwies wie Minister Riebel und andere Teilnehmer auf die daf\u00fcr notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Deutschland k\u00f6nne im Bereich der Biokunststoffe weltweit ein f\u00fchrender Standort werden. Beide Minister versprachen die weitere Unterst\u00fctzung des Landes Hessen f\u00fcr dieses Ziel.<\/p>\n<p>Nach Meinung vieler Referenten sind in Deutschland die rechtlichen Rahmenbedingungen noch unzureichend, um den Verbrauchern Produkte aus biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW) anbieten zu k\u00f6nnen. Eine andere europ\u00e4ische Realit\u00e4t zeigte Remy Jongboom vom niederl\u00e4ndischen Partnerverband <a href=\"http:\/\/www.bcpn.nl\/\" >BCPN<\/a> mit Beispielen aus dem Nachbarland. Seit 1. September 2003 d\u00fcrfen in den Niederlanden Bioabfalls\u00e4cke in die Biotonne eingeworfen werden. Ab 1. Mai dieses Jahres werden Bioverpackungen vom niederl\u00e4ndischen Einzelhandel angeboten und k\u00f6nnen von der Verbrauchern entsprechend entsorgt werden, berichtete Jongboom. Nach Diskussionen mit allen Beteiligten habe sich das zust\u00e4ndige niederl\u00e4ndische Ministerium entschlossen, \u00fcber Verordnungen den Weg f\u00fcr die Markteinf\u00fchrung freizugeben.<\/p>\n<p>Nachdenklich machte die etwa 100 Zuh\u00f6rer auf der Veranstaltung vor allem, dass die niederl\u00e4ndischen Gremien und Beh\u00f6rden sich auf die Erfahrungen aus dem <a href=\"http:\/\/www.modellprojekt-kassel.de\/\" >Modellprojekt Kassel<\/a> st\u00fctzen. Dieser Versuch habe durchweg positive Ergebnisse gebracht, berichtete Projektleiter Martin Lichtl. Zur hohen Akzeptanz bei Verbrauchern komme die richtige Behandlung der Biokunststoffe bei der Entsorgung in die Biotonne. &#8220;Es hat sich gezeigt: Es gibt einen Markt daf\u00fcr&#8221;, so Lichtl.<\/p>\n<p>Mit den gegenw\u00e4rtigen Markthemmnissen besch\u00e4ftigte sich eine Podiumsdiskussion. Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Entsorgungsbereich seien f\u00fcr die &#8220;Innovation mit gro\u00dfem Potenzial&#8221; nicht angepasst, kritisierte Dr. Harald Kaeb, Vorstandsvorsitzender der IBAW. Die entsprechenden Verordnungen stellten noch zu hohe H\u00fcrden f\u00fcr die Markteinf\u00fchrung auf.<\/p>\n<p>Darauf machte auch Ursula Seeliger von der <a href=\"http:\/\/www.basf.de\/\" >BASF<\/a> aufmerksam. Das Unternehmen verkaufe inzwischen in Japan neunmal mehr von seinem BAW-Produkt <a href=\"http:\/\/www.basf.de\/de\/corporate\/overview\/advertising\/europe\/bio_kunststoffe.htm?id=g5Dl*4sRfbss0gm\" >Ecoflex<\/a> als in Deutschland, wo es produziert werde. Sie forderte einen pragmatischen Ansatz wie in den Niederlanden und wurde in dieser Position von Norbert Schindler, Vizepr\u00e4sident des <a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >Deutschen Bauernverbandes (DBV)<\/a>, unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Die Entsorgungsindustrie warte auf die entsprechenden rechtlichen Bedingungen, um Biokunststoffe in ihre Kreisl\u00e4ufe aufnehmen zu k\u00f6nnen, betonte J\u00f6ran Reske von der <a href=\"http:\/\/www.interseroh.de\/Startseite_-_Uebersicht.php\" >Interseroh Entsorgungsdienstleistung GmbH<\/a>. Edgar Freund, zust\u00e4ndiger Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium f\u00fcr Umwelt, l\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, forderte wie andere Teilnehmer den Mut zu ersten kleinen Schritten, um die Biokunststoffe in den deutschen Markt einzuf\u00fchren. IBAW-Vorstandsvorsitzender Kaeb zeigte sich hoch erfreut \u00fcber die Resonanz. &#8220;Diese belegt, dass das Thema von der Politik aufgegriffen wird und sich die Rahmenbedingungen verbessern werden.&#8221;<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.ibaw.org\/\" >www.ibaw.org<\/a><\/p>\n<p><b>Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e.V.<\/b><br \/>International Biodegradable Polymers<br \/>Marienstra\u00dfe 19\/20<br \/>D-10117 Berlin<br \/>Tel.: +49-(0)30-28482-350<br \/>Fax: +49 30 28482-359<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:Info@IBAW.org\">Info@IBAW.org<\/a><br \/>Intetnet: <a href=\"http:\/\/www.ibaw.org\/\" >http:\/\/www.IBAW.org<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/markteinfuehrung-von-biokunststoffen\/\" >2004-03-23<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur ein kleiner Schritt ist es bis zur Markteinf&uuml;hrung der Biokunststoffe, aber es w&auml;re ein gro&szlig;er f&uuml;r den Innovations- und Wirtschaftstandort Deutschland. 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