{"id":67776,"date":"2019-10-24T07:26:32","date_gmt":"2019-10-24T05:26:32","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=67776"},"modified":"2019-10-24T17:00:22","modified_gmt":"2019-10-24T15:00:22","slug":"projekt-bioimpulse-michelin-forscht-an-biotechnologien-fuer-umweltschonendere-werkstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/projekt-bioimpulse-michelin-forscht-an-biotechnologien-fuer-umweltschonendere-werkstoffe\/","title":{"rendered":"Projekt BioImpulse: Michelin forscht an Biotechnologien f\u00fcr umweltschonendere Werkstoffe"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-67777\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/cp_bioimpulse_1600x790-1024x506.jpg\" alt=\"cp_bioimpulse_1600x790\" width=\"521\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/cp_bioimpulse_1600x790-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/cp_bioimpulse_1600x790-300x148.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/cp_bioimpulse_1600x790-600x296.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/cp_bioimpulse_1600x790.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><\/p>\n<p><strong>Nachhaltige Mobilit\u00e4t beginnt f\u00fcr Michelin schon vor der Produktion: bei den eingesetzten Werkstoffen. Mit dem Projekt <a href=\"https:\/\/bioimpulse.bio\/\" target=\"_blank\">BioImpulse<\/a> zielt Michelin auf die Herstellung eines neuen Klebeharzes, das auf die sogenannten Substances of Very High Concern (SVHC = besonders besorgniserregende Stoffe) verzichtet.<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Entwicklung eines relevanten biobasierten Molek\u00fcls er\u00f6ffnet BioImpulse neue Wege f\u00fcr den Einsatz von Biotechnologien im Bereich der Werkstoffe. F\u00fcr die Umsetzung steht in den kommenden sechs Jahren ein Gesamtbudget von 28,1 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. BioImpulse ist ein Gemeinschaftsprojekt von \u00f6ffentlichen Tr\u00e4gern und Akteuren aus der Privatwirtschaft und wird von der Michelin Gesch\u00e4ftseinheit ResiCare koordiniert. Das Projekt wurde Anfang Oktober 2019 erstmalig in Br\u00fcssel beim Europ\u00e4ischen Forum f\u00fcr Industrielle Biotechnologie und Bio\u00f6konomie (EFIB \u2013 European Forum for Industrial Biotechnology and the Bioeconomy) vorgestellt.<\/p>\n<h3>Weitreichende Einsatzm\u00f6glichkeiten der neuen Technologie<\/h3>\n<p>Klebeharze werden f\u00fcr hochfeste Klebeverbindungen unter anderem im Boots- und Flugzeugbau sowie im Maschinen- und Fahrzeugbau verwendet. Herk\u00f6mmliche industrielle Klebeharze enthalten \u00fcblicherweise Bestandteile, die als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) eingestuft werden. Der weltweite Absatzmarkt f\u00fcr gesundheitsschonendere Ersatzstoffe bietet daher vor allem in der Automobil- und Baubranche enormes Potenzial.<\/p>\n<p>So zielt das Projekt BioImpulse darauf,<\/p>\n<ul>\n<li>ein neues, umwelt- und gesundheitsschonenderes Klebeharz ohne SVHC-klassifizierte Bestandteile zu entwickeln,<\/li>\n<li>ein industriell einsetzbares Herstellungsverfahren auf Basis der Fermentation eines relevanten Molek\u00fcls zu erarbeiten, das kosteng\u00fcnstiger als die entsprechende erd\u00f6lbasierte L\u00f6sung ist,<\/li>\n<li>die neue Klebeharz-Technologie der Automobil- und Baubranche (hier vor allem der Holzbranche) anzubieten und zu verwerten,<\/li>\n<li>dieses Klebeharz in kleinen, kompakten Anlagen dezentral und m\u00f6glichst kundennah herzustellen, um Komplexit\u00e4t und Implementierungskosten zu reduzieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Merkmal des Projekts: Es reicht von der biologischen Herstellung des Molek\u00fcls bin hin zur Klebeleistung des eingesetzten Harzes und deckt so einen Gro\u00dfteil der Wertsch\u00f6pfungskette ab. Um gesundheitliche, wirtschaftliche und \u00f6kologische Aspekte zu ber\u00fccksichtigen, steht die umweltgerechte Gestaltung im Mittelpunkt, insbesondere bei der Herstellung durch Fermentation und dem Einsatz von Biomasse der zweiten Generation (2 G1, das hei\u00dft land- und forstwirtschaftliche Abf\u00e4lle). Der Bau der ersten industriellen Fertigungseinheit ist f\u00fcr 2026 vorgesehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber ResiCare<\/h3>\n<p>Das Projekt BioImpulse verdeutlicht, wie die Michelin Gruppe den Einsatz nachhaltiger Werkstoffe bei ihren eigenen Produkten und dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert. Projekttr\u00e4ger ist ResiCare, eine Marke der Michelin Gruppe. Dar\u00fcber hinaus steigt die Michelin Gruppe mit BioImpulse in die Biotechnologie-Branche ein. Ziel ist es, nachhaltige L\u00f6sungen f\u00fcr die Industrie zu entwickeln, denn Michelin verfolgt die Strategie, das eigene Know-how im Bereich Hightech-Werkstoffe f\u00fcr andere Unternehmen nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>\nCorinne Meutey<br \/>\nTel. +33 1 45 66 22 22<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber Leaf by Lesaffre<\/h3>\n<p>Die Business Unit Leaf by Lesaffre entwickelt Innovationen im Bereich der gr\u00fcnen Chemie. Dazu geh\u00f6ren vor allem neuartige Hefen, mit deren Hilfe die Industrie ihre Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen verringern kann. Die Beteiligung am Projekt BioImpulse zeigt das Engagement von Lesaffre f\u00fcr diesen Wandel.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>\nL\u00e9a Ortiz-Bustinza<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:l.ortizbustinza@leaf.lesaffre.com\" target=\"_blank\">l.ortizbustinza@leaf.lesaffre.com<br \/>\n<\/a><\/p>\n<h3>\u00dcber das FCBA<\/h3>\n<p>Das franz\u00f6sische Technologieinstitut FCBA (Institut Technologique For\u00eat Cellulose Bois-construction Ameublement, dt.: Technologieinstitut Waldwirtschaft Zellulose Holz M\u00f6belbau) unterst\u00fctzt die Holz- und M\u00f6belbranche. Es begleitet die Entwicklung von Unternehmen und die Umsetzung von Innovationen, mit denen sie sich ver\u00e4nderten Bed\u00fcrfnissen, M\u00e4rkten oder Vorschriften anpassen k\u00f6nnen. Das FCBA beteiligt sich in Form von zwei Clustern am Projekt BioImpulse: InTechFibres entwickelt holz- und zellulosebasierte Innovationen, w\u00e4hrend das Laboratoire Bois (dt. Labor Holz) die Tests und Messungen der Produkte sowie die Unternehmensprozesse validiert und die Kommunikation rund um das Projekt koordiniert.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>\nChristel Froger<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:christel.froger@fcba.fr\" target=\"_blank\">christel.froger@fcba.fr<br \/>\n<\/a><\/p>\n<h3>\u00dcber das INRA<\/h3>\n<p>Das franz\u00f6sische Institut f\u00fcr Agronomieforschung INRA (Institut national de la recherche agronomique) setzt sich f\u00fcr umweltgerechte Gestaltung bei der Entwicklung nachhaltiger Rohstoffe u. a. im Bereich der gr\u00fcnen Chemie und Werkstoffchemie ein. Es beteiligt sich \u00fcber seine Einheiten Toulouse White Biotechnology (TWB) und Toulouse Biotechnology Institute, Bio &amp; Chemical Engineering (TBI) am Projekt BioImpulse. Dabei bildet TWB die Schnittstelle zwischen Labors der \u00f6ffentlichen Hand wie TBI oder LGC, um die Entwicklung von Biotechnologien f\u00fcr die Industrie zu beschleunigen.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>\nAur\u00e9lie Mauries oder Aur\u00e9lie V\u00e9rin<br \/>\nTel. +33 5 32 11 07 31<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:aurelie@oxygen-rp.com\" target=\"_blank\">aurelie@oxygen-rp.com<\/a><br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:aureliemauries@oxygen-rp.com\" target=\"_blank\">aureliemauries@oxygen-rp.com<br \/>\n<\/a><\/p>\n<h3>\u00dcber das INSA<\/h3>\n<p>Im Einklang mit seinem gezielten Einsatz f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz beteiligt sich auch das franz\u00f6sische Nationale Institut f\u00fcr angewandte Wissenschaften INSA (Institut National des Sciences Appliqu\u00e9es) in Toulouse am Projekt BioImpulse. \u00dcber sein angegliedertes Institut f\u00fcr Technologietransfer CRITT Bio-Industries sorgt das INSA f\u00fcr die Anwendung der Biotechnologien in der Industrie, um ein Verfahren f\u00fcr den Ersatz erd\u00f6lbasierter Verbundstoffe zu entwickeln.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>\nV\u00e9ronique Desruelles<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:veronique.desruelles@insa-toulouse.fr\" target=\"_blank\">veronique.desruelles@insa-toulouse.fr<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Beteiligt am Projekt sind die franz\u00f6sischen Institute f\u00fcr Technologie (FCBA), f\u00fcr Agronomieforschung (INRA2) und f\u00fcr angewandte Wissenschaften (INSA) sowie das Unternehmen Lesaffre \u00fcber seinen Gesch\u00e4ftsbereich Leaf. Dar\u00fcber hinaus wird BioImpulse im Rahmen des franz\u00f6sischen Programms f\u00fcr Zukunftsinvestitionen (Le Programme d\u2019investissements d\u2019avenir) von der franz\u00f6sischen Umwelt- und Energiebeh\u00f6rde ADEME (Agence de l\u2019environnement et de la ma\u00eetrise de l\u2019\u00e9nergie) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Florent Menegaux, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Michelin Gruppe: <em>\u201eMit diesem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit unseren Partnern unterstreicht Michelin erneut sein Engagement f\u00fcr die Umwelt, auch \u00fcber die Reifenherstellung hinaus. Denn wir machen unser Know-how im Bereich der nachhaltigen Werkstoffe f\u00fcr die gesamte Industrie zug\u00e4nglich.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><sup>1<\/sup><\/strong> d.h. Sie steht nicht im Wettbewerb mit der Nahrungsmittelproduktion<br \/>\n<strong><sup>2<\/sup><\/strong> \u00dcber TWB, TBI, LGC und CRITT Bio-Industries<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltige Mobilit\u00e4t beginnt f\u00fcr Michelin schon vor der Produktion: bei den eingesetzten Werkstoffen. Mit dem Projekt BioImpulse zielt Michelin auf die Herstellung eines neuen Klebeharzes, das auf die sogenannten Substances of Very High Concern (SVHC = besonders besorgniserregende Stoffe) verzichtet. 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