{"id":6777,"date":"2004-02-04T00:00:00","date_gmt":"2004-02-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040204-08n"},"modified":"2004-02-04T00:00:00","modified_gmt":"2004-02-03T22:00:00","slug":"zuckermarktordnung-enthaelt-unverzichtbare-vorteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zuckermarktordnung-enthaelt-unverzichtbare-vorteile\/","title":{"rendered":"Zuckermarktordnung enth\u00e4lt unverzichtbare Vorteile"},"content":{"rendered":"<p>Die Zuckermarktordnung ist kein Auslaufmodell. Sie bietet vielmehr alle M\u00f6glichkeiten einer Weiterentwicklung mit Vorteilen f\u00fcr die Verbraucher, die Zuckerr\u00fcbenanbauer, die heimische Wirtschaft und die Entwicklungsl\u00e4nder. Dies stellte der Pr\u00e4sident des <a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >Deutschen Bauernverbandes (DBV)<\/a>, Gerd Sonnleitner, auf einer Festveranstaltung zum 100j\u00e4hrigen Bestehen des Rheinischen Zuckerr\u00fcbenbauernverbandes im rheinischen Neuss fest. Er forderte eine Fortentwicklung der bestehenden Marktordnung. Die Zuckerr\u00fcbenbauer und die Zuckerindustrie h\u00e4tten in den vergangenen 100 Jahren eine \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Entwicklung erlebt, die auf Innovationen basiere. Zucker sei und bleibe ein hochwertiges Nahrungsmittel. Durch den Auf- und Ausbau des Bio-Ethanols entst\u00fcnden mit der Zuckerr\u00fcbe auch weitere innovative und fortschrittliche Marktentwicklungen. F\u00fcr solche neuen M\u00e4rkte sei weiterhin Pioniergeist erforderlich. Die damit verbundenen Risiken seien gerade auf der Grundlage einer verl\u00e4sslichen Marktordnung sinnvoll und tragbar.<\/p>\n<p>Auf das System der Mengenregulierung durch nationale Zuckerquoten in der EU k\u00f6nne deshalb nicht verzichtet werden, w\u00fcrden dadurch auch kostendeckende Erzeugerpreise gew\u00e4hrleistet. Deshalb habe der DBV gemeinsam mit den Zuckerr\u00fcbenverb\u00e4nden in gro\u00dfer Geschlossenheit gegen\u00fcber der EU-Kommission deutlich gemacht, dass keine der von ihr vorgeschlagenen &#8220;Optionen&#8221; f\u00fcr eine Reform der Zuckermarktordnung eine realistische Basis darstelle, betonte Sonnleitner. So bedeute eine weitere Liberalisierung nichts anderes als die Verdr\u00e4ngung des R\u00fcbenzuckers durch den Rohrzucker. Gleiche Wirkungen h\u00e4tten Preissenkungen, mit denen ein Marktausgleich angesichts der Unterschiede in den Produktionskosten zwischen Europa und Brasilien illusion\u00e4r sei. &#8220;Ich werde jede Verdr\u00e4ngung der Zuckerr\u00fcbe zugunsten des Zuckerrohrs auf das H\u00e4rteste bek\u00e4mpfen&#8221;, betonte Sonnleitner. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft des heimischen Zuckerr\u00fcbenanbaus sei folgreich ein gewisser Au\u00dfenschutz unverzichtbar. Ansonsten w\u00fcrden agroindustrielle Komplexe in Brasilien und S\u00fcdafrika unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe den heimischen Familienbetrieben beim Zuckeranbau die Existenzgrundlage nehmen. Jedem politisch Verantwortlichen m\u00fcsse deshalb klar sein, dass es in der Diskussion \u00fcber den Au\u00dfenschutz bei den WTO-Verhandlungen nicht wirklich um Entwicklungshilfe ginge, sondern um die Monopolisierung des Zuckermarktes durch Brasilien und einige andere Rohrzucker anbauende L\u00e4nder zu Lasten der EU und der wirklichen Entwicklungsl\u00e4nder. Denn die \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt erhielten von der EU bereits jetzt vorbildlich die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Zuckerimporte zu europ\u00e4ischen Preisen. Deshalb scheine auch in diesen Staaten die Erkenntnis zu greifen, dass sie den Kampf f\u00fcr eine sachgerechte Reform der EU-Zuckermarktordnung unterst\u00fctzen m\u00fcssten, stellte Sonnleitner fest.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zuckerkrieg-rohr-gegen-ruebe\/\" >2003-12-23<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zuckermarktordnung ist kein Auslaufmodell. 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