{"id":6743,"date":"2004-02-16T00:00:00","date_gmt":"2004-02-15T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040216-04n"},"modified":"2004-02-16T00:00:00","modified_gmt":"2004-02-15T22:00:00","slug":"eu-verfehlt-ziele-fuer-erneuerbare-energien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eu-verfehlt-ziele-fuer-erneuerbare-energien\/","title":{"rendered":"EU verfehlt Ziele f\u00fcr erneuerbare Energien"},"content":{"rendered":"<p><b>M\u00fcnchen, 12.02.2004<\/b> \u2013 <i>Die Einf\u00fchrung erneuerbarer Energiequellen verl\u00e4uft in Europa langsamer als geplant. Damit ger\u00e4t auch der Zeitplan zur Senkung des Kohlendioxid-Aussto\u00dfes in Verzug. Deutschland liegt im Plan.<\/i> (Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/deutlicher-zuwachs-bei-erneuerbaren-energien\/\" >2004-02-11<\/a>.)<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union wird ihr ehrgeiziges Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung bis 2010 auf 22 Prozent zu steigern, unter den momentanen Rahmenbedingungen nicht schaffen. Noch unrealistischer erscheint die Erh\u00f6hung des Anteils am Prim\u00e4renergie-verbrauch auf 12 Prozent. Zu diesem Schluss kommt die Studie FORRES 2020, in der das Karlsruher Fraunhofer-Institut f\u00fcr Systemtechnik und Innovationsforschung f\u00fcr die EU-Kommission die voraussichtliche Entwicklung erneuerbarer Energiequellen bis 2020 untersucht. W\u00e4hrend die Windkraft \u00fcber Plan liegt, haben sich die Hoffnungen in eine verst\u00e4rkte Nutzung von Biomasse nicht erf\u00fcllt. &#8220;Vor allem im W\u00e4rmebereich sind europaweit verst\u00e4rkte Anstrengungen n\u00f6tig\u201d, fordert Projektleiter Mario Ragwitz. Deutschland wird unter den derzeitigen Bedingungen sein Ziel erreichen, 12,5 Prozent seines Stromverbrauches bis 2010 durch Erneuerbare zu decken. <\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040216-04\/GrafikAlternativEnergie.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Grafik\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Auf der Folgekonferenz des Umweltgipfels in Johannesburg Ende Januar in Berlin stellte das Fraunhofer-ISI verschiedene Szenarien vor und bewertete jeweils, was deren Umsetzung kostet. L\u00e4uft alles weiter wie bisher (Szenario 1), wird der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der Stromerzeugung erst um 2020 die 20-Prozent-Marke \u00fcberschreiten, der Anteil an der Prim\u00e4renergie-erzeugung l\u00e4ge dann bei etwa 10 Prozent. W\u00fcrden politische Hemmnisse abgebaut und neue Technologien z\u00fcgig eingef\u00fchrt (Szenario 2), s\u00e4he die Zukunft besser aus: Dann k\u00f6nnte 2020 der Anteil bei der Stromerzeugung 32 Prozent betragen, bei der Prim\u00e4renergie knapp 20 Prozent.<\/p>\n<p> Gelingt dies nicht, kommt auch der Fahrplan zur Verringerung des Kohlendioxid-Aussto\u00dfes auf Basis des Kyoto-Protokolls in Verzug. W\u00e4hrend beim optimistischen zweiten Szenario bis 2020 j\u00e4hrlich rund 485 Millionen Tonnen des Treibhausgases zus\u00e4tzlich eingespart werden k\u00f6nnten, w\u00e4ren es bei &#8220;Business as usual\u201d nur 260 Millionen Tonnen. <\/p>\n<p><b>F\u00fcr Fragen zur Studie:<\/b> <br \/>Dr. Mario Ragwitz <br \/>Tel.: 0721-6809-157 <br \/>E-Mail <a href=\"mailto:m.ragwitz@isi.fraunhofer.de\">m.ragwitz@isi.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>M&uuml;nchen, 12.02.2004<\/b> &ndash; <i>Die Einf&uuml;hrung erneuerbarer Energiequellen verl&auml;uft in Europa langsamer als geplant. Damit ger&auml;t auch der Zeitplan zur Senkung des Kohlendioxid-Aussto&szlig;es in Verzug. 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