{"id":6734,"date":"2004-02-20T00:00:00","date_gmt":"2004-02-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040220-07n"},"modified":"2004-02-20T00:00:00","modified_gmt":"2004-02-19T22:00:00","slug":"votum-fuer-die-zuckermarktordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/votum-fuer-die-zuckermarktordnung\/","title":{"rendered":"Votum f\u00fcr die Zuckermarktordnung"},"content":{"rendered":"<p>Der <a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >Deutsche Bauernverband (DBV)<\/a> begr\u00fc\u00dft die Stellungnahme des Bundesrates, in der die Bundesl\u00e4nder sich f\u00fcr die Beibehaltung der europ\u00e4ischen Zuckermarktordnung ausgesprochen haben. Damit habe der Bundesrat eine sachorientierte und weitsichtige Entscheidung getroffen, stellt der DBV fest. <\/p>\n<p>Der Bundesrat hatte sein Votum damit begr\u00fcndet, dass die bew\u00e4hrten Grundelemente der Marktordnung die Zuckerpreise in den vergangenen 15 Jahren stabil gehalten habe und sich das flexible Quotenanpassungssystem nach der wirtschaftlichen Entwicklung richte. Zudem sei die Zuckermarktordnung weitgehend haushaltsneutral. Die Marktordnung w\u00fcrde durch mengenorientierte Produktion und entsprechende Au\u00dfenschutzregelungen eine R\u00fcbenproduktion in Europa gew\u00e4hrleisten, die nachhaltig und \u00f6kologisch ausgewogen sei. <\/p>\n<p>Auch die Entwicklungsl\u00e4nder profitierten von der Zuckermarktregelung, da Zucker aus den L\u00e4ndern Afrikas, der Karibik und des Pazifik, den so genannten AKP-Staaten, bevorzugt in die EU eingef\u00fchrt w\u00fcrde, erkl\u00e4rte der Bundesrat. Ber\u00fccksichtige man zus\u00e4tzlich den vor- und nachgelagerten Bereich des Zuckerr\u00fcbenanbaus, so bilde die Zuckermarktordnung die wirtschaftliche Grundlage f\u00fcr EU-weit mehr als 230.000 Landwirte mit einer Fl\u00e4che von 1,8 Millionen Hektar Zuckerr\u00fcbenanbau, f\u00fcr 135 Zuckerverarbeitungsbetriebe und sechs Raffinerien. Die Marktordnung trage zur Sicherung von etwa 300.000 Arbeitspl\u00e4tzen in Industrie, Verarbeitung sowie im nachgelagerten Bereich bei. <\/p>\n<p>Der Bundesrat verwarf in seiner Stellungnahme die von der EU-Kommission vorgestellten Optionen zur Reform der Zuckermarktordnung, die zu teilweise drastischen Preissenkungen f\u00fcr Zucker und Zuckerr\u00fcben f\u00fchren w\u00fcrden. Dadurch w\u00fcrde der Anbau von R\u00fcbenzucker in vielen europ\u00e4ischen Regionen eingestellt werden m\u00fcssen, kritisierten die Bundesl\u00e4nder. Drastische Preissenkungen lehnten sie ab. Ein Abbau der Marktordnung ginge auch zu Lasten der armen AKP-Staaten und w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass den am wenigsten entwickelten L\u00e4ndern ein sicherer Absatzmarkt mit attraktiven Preisen wegbreche. <\/p>\n<p>W\u00fcrde die EU-Kommission ihre vorgeschlagenen Optionen realisieren, best\u00fcnde die Gefahr, dass die Weltzuckererzeugung in wenige Produktionsl\u00e4nder mit niedrigeren Sozial- und Umweltstandards abwandere. Von Seiten verschiedener Entwicklungsl\u00e4nder gebe es bereits Forderungen zur Aufrechterhaltung der jetzigen EU-Zuckermarktordnung. Mit Blick auf die WTO-Verhandlungen spricht sich der Bundesrat gegen ein fr\u00fchzeitiges Einbringen von weiteren Vorleistungen der EU durch eine weitgehende Liberalisierung des Zuckermarktes aus, da solche Vorleistungen erfahrungsgem\u00e4\u00df in den Verhandlungen nicht ausreichend anerkannt w\u00fcrden.<\/p>\n<p><b>Pressestelle Deutscher Bauernverband<\/b><br \/>Reinhardtstra\u00dfe 18<br \/>10117 Berlin<br \/>Tel.: 030 \/ 31 904 239<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:presse@bauernverband.de\">presse@bauernverband.de<\/a><br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >www.bauernverband.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zuckermarktordnung-enthaelt-unverzichtbare-vorteile\/\" >2004-02-04<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Bauernverband (DBV) begr&uuml;&szlig;t die Stellungnahme des Bundesrates, in der die Bundesl&auml;nder sich f&uuml;r die Beibehaltung der europ&auml;ischen Zuckermarktordnung ausgesprochen haben. 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