{"id":67295,"date":"2019-10-10T07:36:01","date_gmt":"2019-10-10T05:36:01","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=67295"},"modified":"2019-10-07T15:14:36","modified_gmt":"2019-10-07T13:14:36","slug":"fraunhofer-iwks-auf-der-k-2019-vom-abfall-zur-bioabbaubaren-lebensmittelverpackung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fraunhofer-iwks-auf-der-k-2019-vom-abfall-zur-bioabbaubaren-lebensmittelverpackung\/","title":{"rendered":"Fraunhofer IWKS auf der K 2019: Vom Abfall zur bioabbaubaren Lebensmittelverpackung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Fraunhofer-Einrichtung f\u00fcr Wertstoffkreisl\u00e4ufe und Ressourcenstrategie IWKS zeigt Anwendungen f\u00fcr einen neuen Polymergrundstoff aus Lebensmittelresten, der sowohl biobasiert als auch biologisch abbaubar ist.<\/strong><\/p>\n<p>Kunststoffe sind vielseitig einsetzbare Materialien \u2013\u00a0 kaum ein Konsumgut, das ohne dieses langlebige Material auskommt. Vor allem f\u00fcr Lebensmittelverpackungen ist Kunststoff in der Lage, Hygienevoraussetzungen, lange Haltbarkeit und einfache Verf\u00fcgbarkeit von Produkten zu gew\u00e4hrleisten. Doch gerade viele leistungsf\u00e4hige Kunststoffverpackungen tragen auch zu einem erh\u00f6hten Abfallaufkommen und Umweltbelastungen bei. So lassen sich aus mehrlagigen Verpackungsfolien die einzelnen Polymere nicht wirtschaftlich f\u00fcr die Herstellung neuer Verpackungsfolien zur\u00fcckgewinnen. Kompostierbares Bioplastik als nachhaltige Alternative ist bereits seit einigen Jahrzehnten auf dem Markt. Jedoch haben ein h\u00f6herer Preis und Eigenschaften, die noch hinter denen von herk\u00f6mmlichen Kunststoffen zur\u00fcckbleiben, eine breite Anwendung bisher verhindert.<\/p>\n<p>Dieser Herausforderung hat sich das Fraunhofer IWKS gestellt und bietet einen neuen Polymerrohstoff an, der ohne Beeintr\u00e4chtigung des Recyclings oder der Kompostierbarkeit die Schutzwirkung von Kunststoffverpackungen erh\u00f6ht. Er kann sowohl mit herk\u00f6mmlichen als auch mit kompostierbaren Verpackungsmaterialien kombiniert werden. Statt aus Erd\u00f6l oder biobasierten Grundstoffen aus Mais oder Zuckerrohr gewinnen die Forscher ihren Rohstoff aus gro\u00dfen Nebenproduktstr\u00f6men der Lebensmittelindustrie. Konkret wird aus Apfeltrestern ein Hemicellulose-Produkt extrahiert, das dank der verzweigten Polymerstrukturen f\u00fcr verschiedenste Anwendungen geeignet ist: Von Beschichtungen, die Sauerstoff und Wasserdampf abschirmen, f\u00fcr Folien, Schalen und Flaschen aus Kunststoffen und Naturwachsen, \u00fcber Lack- und Farbsysteme bis hin zu Papieradditiven oder Kosmetikartikeln, in denen das Polymerprodukt \u00a0zur Steigerung der Rei\u00dffestigkeit bzw. zur Einstellung der Flie\u00dff\u00e4higkeit und zur Stabilisierung von Dispersionen und Emulsionen eingesetzt werden kann. Der Vorteil: Der Rohstoff ist biobasiert und biologisch abbaubar, steht nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelindustrie, ist in ausreichender Menge vorhanden und als Nebenprodukt kosteng\u00fcnstig zu beziehen. Fundamental f\u00fcr den Einsatz in den diversen Materialsystemen ist die Tatsache, dass sich die verzweigten Polymerstrukturen vielf\u00e4ltig und wirtschaftlich chemisch modifizieren lassen.<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-67290 alignright\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/project-logo-and-bbi-logos-and-disclaimer-300x300.jpg\" alt=\"project-logo-and-bbi-logos-and-disclaimer\" width=\"232\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/project-logo-and-bbi-logos-and-disclaimer-300x300.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/project-logo-and-bbi-logos-and-disclaimer-150x150.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/10\/project-logo-and-bbi-logos-and-disclaimer.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/>Einladung zur Pressekonferenz \u2013 Projektabschluss HyperBioCoat<\/h3>\n<p>Im Rahmen des von der EU gef\u00f6rdeten Projekts HyperBioCoat wurde der Rohstoff erfolgreich an Demonstratoren f\u00fcr Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen getestet. Erfahren Sie mehr zum Projekt und dem Einsatz von Hemicellulose als nachhaltigen Polymergrundstoff und besuchen Sie unsere Pressekonferenz:<\/p>\n<p>\u201eFunktionelle Biopolymer-Beschichtungen aus Lebensmittelreststoffen. Vorstellung des Projekts HyperBioCoat &#8211; Vorteile und Anwendungen von Biopolymer-Beschichtungen, u.a. f\u00fcr Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen sowie Medizinprodukte\u201c<br \/>\nam Mittwoch, 16.10.2019, um15:30 Uhr<br \/>\nTagungsraum 19b, Halle 1, K 2019, Messe D\u00fcsseldorf<br \/>\nUm Anmeldung unter <a href=\"mailto:presse@iwks.fraunhofer.de\" target=\"_blank\">presse@iwks.fraunhofer.de<\/a> wird gebeten.<\/p>\n<h3>Kritische Rohstoffe nicht nur ersetzen, sondern auch zur\u00fcckgewinnen<\/h3>\n<p>Das Fraunhofer IWKS zeigt auf der K 2019 nicht nur M\u00f6glichkeiten der Substitution von Rohstoffen und wertvollen Ressourcen durch nachhaltige Alternativen, sondern auch deren R\u00fcckgewinnung. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist Elektroschrott. Bislang werden die Kunststofffraktionen nicht oder lediglich als Sekund\u00e4rmaterial thermisch verwertet, da sie sich nur schwer sortenrein und effizient abtrennen lassen. Am Fraunhofer IWKS setzen die Wissenschaftler auf ein stoffliches Recycling, wodurch mittels elektrohydraulischer Zerkleinerung und sensorbasierter Sortierung sowohl Metall- als auch Kunststofffraktionen z.B. von Handys trennbar sind. So k\u00f6nnen auch hochwertige Kunststoffe einer weiteren Verwertung zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h3>Einladung zur Pressekonferenz am 16. Oktober 2019, 15:30 Uhr auf der K in D\u00fcsseldorf<\/h3>\n<p>Sie m\u00f6chten mehr zu unserer Forschung erfahren? Besuchen Sie uns am Gemeinschaftsstand von Bayern Innovativ in Halle 12, Stand C45.<\/p>\n<p>Gerne vereinbaren wir einen Termin f\u00fcr ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch mit einem unserer Wissenschaftler bzw. stehen f\u00fcr andere redaktionelle Formate zur Verf\u00fcgung. Sprechen Sie uns einfach an per Mail unter <a href=\"mailto:presse@iwks.fraunhofer.de\" target=\"_blank\">presse@iwks.fraunhofer.de<\/a> oder telefonisch unter +49 6023 32039-803.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fraunhofer-Einrichtung f\u00fcr Wertstoffkreisl\u00e4ufe und Ressourcenstrategie IWKS zeigt Anwendungen f\u00fcr einen neuen Polymergrundstoff aus Lebensmittelresten, der sowohl biobasiert als auch biologisch abbaubar ist. Kunststoffe sind vielseitig einsetzbare Materialien \u2013\u00a0 kaum ein Konsumgut, das ohne dieses langlebige Material auskommt. 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