{"id":6701,"date":"2003-12-18T00:00:00","date_gmt":"2003-12-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031218-04n"},"modified":"2003-12-18T00:00:00","modified_gmt":"2003-12-17T22:00:00","slug":"bundeskabinett-beschliesst-eeg-novelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bundeskabinett-beschliesst-eeg-novelle\/","title":{"rendered":"Bundeskabinett beschlie\u00dft EEG-Novelle"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Bundeskabinett hat am 17.12.2003 die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen.  Die Gesetzesnovelle geht nun ins parlamentarische Verfahren, in dem sich aber durchaus noch \u00c4nderungen zu den einzelnen Regelungen und Verg\u00fctungss\u00e4tzen ergeben k\u00f6nnen. Eine Verabschiedung des Gesetzes durch den Bundesrat ist fr\u00fchestens im Februar 2004 zu erwarten.<\/b> <\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df Kabinettsbeschluss soll folgende Verg\u00fctung f\u00fcr Strom aus Biomasse gew\u00e4hrt werden: <\/p>\n<ul>\n<li>Anlagen bis 150 kW: 11,5 Cent pro kWh <\/li>\n<li>Anlagen bis 500 kW: 9,9 Cent pro kWh <\/li>\n<li>Anlagen bis 5 MW: 8,9 Cent pro kWh <\/li>\n<li>Anlagen \u00fcber 5 MW bis 20 MW: 8,4 Cent pro kWh<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit der Novellierung des EEG soll eine neue Stufe bei 150 kW eingef\u00fchrt werden. Die erh\u00f6hte Verg\u00fctung soll ab dem Tag des Inkrafttretens des Gesetzes f\u00fcr Strom aus Biomasseanlagen gelten, die nach dem 31. Dezember 2003 in Betrieb genommen worden sind. <\/p>\n<p>Weiterhin sollen folgende Boni eingef\u00fchrt werden: <\/p>\n<p><b>1. Nachwachsende-Rohstoffe-Bonus:<\/b> <br \/>Erh\u00f6hung der Verg\u00fctung um 2,5 Cent pro kWh, sofern in den Anlagen Strom ausschlie\u00dflich aus Pflanzen- und Pflanzenbestandteilen, die keiner weiteren als der zur Ernte, Konservierung oder Nutzung in der Biomasseanlage erfolgten Aufbereitung oder Ver\u00e4nderung unterzogen wurden, und\/oder aus G\u00fclle gewonnen wird. Hiermit soll die Erschlie\u00dfung weiterer Biomassepotenziale erm\u00f6glicht werden, wie z.B. der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen bzw. die Nutzung von Mais- und Getreideganzpflanzensilage f\u00fcr die Biogaserzeugung. Der Nachwachsende-Rohstoffe-Bonus wird f\u00fcr Neuanlagen und f\u00fcr Anlagen im Bestand mit einer elektrischen Leistung von bis zu 5 MW gew\u00e4hrt. <\/p>\n<p><b>2. Innovative-Technologie-Bonus:<\/b> <br \/>Erh\u00f6hung der Verg\u00fctung um 1 Cent pro kWh, f\u00fcr Strom der mittels innovativer Technologien und Verfahren erzeugt wird (z.B. Mittels Brennstoffzellen, Stirlingmotoren oder besonders effizienten KWK-Anlagen). Auch dieser Bonus wird f\u00fcr Anlagen mit einer Leistung von maximal 5 MW gew\u00e4hrt. <\/p>\n<p>Die Mindestverg\u00fctung ist degressiv gestaltet. Statt bisher 1% p.a. ist f\u00fcr neu zur errichtende Anlagen ein Abschlag von 2% p.a. vorgesehen. <br \/>F\u00fcr Anlagen die ab dem 1. Januar 2005 in Betrieb gehen soll die Verg\u00fctung anstatt wie bisher 20 Jahre nur noch 15 Jahre gelten. <\/p>\n<p>Berechnungen der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >FNR<\/a> und des KTBL zufolge sind die o.g. Verg\u00fctungss\u00e4tze und der Nachwachsende-Rohstoffe-Bonus nicht ausreichend, um in den kleineren Leistungsbereichen einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb zu erm\u00f6glichen. Sollte es bei diesen Verg\u00fctungss\u00e4tzen und der geplanten Verk\u00fcrzung des Verg\u00fctungszeitraums sowie dem erh\u00f6hten Degressionsfaktor bleiben, wird ein deutlicher Ausbau der Erzeugung von Strom und W\u00e4rme aus Biomasse nicht m\u00f6glich sein. <\/p>\n<p>Der erhoffte Beitrag zur Arbeitsplatz- und Einkommenssicherung in der Land- und Forstwirtschaft sowie im vor- und nachgelagerten Bereich im l\u00e4ndlichen Raum durch die dezentrale Energieerzeugung, der in Hinblick auf die EU-Erweiterung und die weitere Liberalisierung der Weltm\u00e4rkte f\u00fcr landwirtschaftliche Erzeugnisse dringend geboten ist, d\u00fcrfte damit ausbleiben. <\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Potenzial erneuerbarer Energien aus Biomasse wird somit weitgehend unerschlossen bleiben. Die energetische Nutzung von Biomasse zur Stromerzeugung wird somit keinen angemessen Anteil im Mix der erneuerbaren Energien erlangen, wenn es nicht noch zu Nachbesserungen im EEG-Entwurf kommt. <\/p>\n<p>Auch verschiedene Fachverb\u00e4nde haben bereits deutlich gemacht, dass die Gesetzesnovelle f\u00fcr den Bereich Biomasse nicht ausreichend ist und hoffen, dass im parlamentarischen Verfahren noch eine Verbesserung der Stromeinspeisekonditionen erreicht werden kann.<\/p>\n<p>(Vgl. <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/de\/1024\/js\/presse\/2003\/pm236\/\" >Pressemitteilung des BMU<\/a> sowie Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/foerderung-erneuerbarer-energien-wird-verbessert-2\/\" >2003-12-12<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/positionspapier-zur-novellierung-des-erneuerbare-energien-gesetzes-eeg-der-bund-laender-arbeitsgruppe-nachwachsende-rohstoffe\/\" >2003-12-12<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bbe-protestiert-gegen-herabsetzung-der-bioenergie-bei-eeg-novelle\/\" >2003-11-27<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Bundeskabinett hat am 17.12.2003 die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen.  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