{"id":66957,"date":"2019-10-01T07:26:00","date_gmt":"2019-10-01T05:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=66957"},"modified":"2019-09-26T15:51:08","modified_gmt":"2019-09-26T13:51:08","slug":"zuckerruebenanbau-ist-aktiver-beitrag-zum-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zuckerruebenanbau-ist-aktiver-beitrag-zum-klimaschutz\/","title":{"rendered":"Zuckerr\u00fcbenanbau ist aktiver Beitrag zum Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Klimawandel und die Forderung nach mehr Klimaschutz sind in letzter Zeit immer mehr in die \u00f6ffentliche Wahrnehmung getreten. In der Diskussion fehlt es aber meist an konkreten L\u00f6sungsans\u00e4tzen.\u00a0Die \u00f6sterreichischen R\u00fcbenbauern k\u00f6nnen beitragen, dabei Teil der L\u00f6sung zu sein. <\/strong><\/p>\n<p>Dazu rechnete der Pr\u00e4sident der \u00f6sterreichischen R\u00fcbenbauern, Ernst Karpfinger, die Umweltleistung vor: \u201eEin Hektar Zuckerr\u00fcben bindet w\u00e4hrend der Vegetationsphase in einem Jahr den Kohlendioxid-Aussto\u00df von etwa 15 Autos oder 300.000 gefahrenen Kilometern. Gleichzeitig wandelt die Zuckerr\u00fcbe durch die Photosynthese das Kohlendioxid in Sauerstoff f\u00fcr den Jahresbedarf von 100 Menschen um. Die Zuckerr\u00fcbe hat in dieser Hinsicht die beste Leistung unter den Ackerkulturen.\u201cIn \u00d6sterreich werden derzeit von 6.000 R\u00fcbenbauern etwa 40.000 Hektar Zuckerr\u00fcben angebaut. Die gesamte R\u00fcbenanbaufl\u00e4che bindet somit j\u00e4hrlich den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df von 600.000 Autos oder 12 Millionen gefahrenen Kilometern und liefert eine Sauerstoffmenge f\u00fcr knapp die H\u00e4lfte der \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtig politische Situation gef\u00e4hrdet allerdings, diese Umweltleistung k\u00fcnftig abzusichern, denn durch die gesetzten Liberalisierungsschritte hat der Zuckerr\u00fcbensektor in den letzten Jahren stark an Attraktivit\u00e4t verloren und viele R\u00fcbenbauern zum Aufgeben bewegt.<\/p>\n<p>Die abgeschlossenen Freihandelsabkommen in der Vergangenheit sowie das aktuell diskutierte Mercosur-Abkommen versetzen die Produktion noch weiter unter Druck. \u201eEs war und ist eine grunds\u00e4tzliche Fehlentscheidung, die Produktion von Grundnahrungsmitteln am Altar des Freihandels zu opfern, damit eine regionale Erzeugung zu verdr\u00e4ngen und zus\u00e4tzlich die Eigenversorgung zu gef\u00e4hrden\u201c, kritisiert Ernst Karpfinger.<\/p>\n<p>Gleichzeitig fordert der oberste R\u00fcbenbauernvertreter, die v\u00f6llig unn\u00f6tigen Transporte von Produkten, wie Zucker, die hierzulande in ausreichenden Mengen verf\u00fcgbar sind, zu stoppen, denn der Transport \u00fcber die Weltmeere sei mit Sicherheit klimasch\u00e4dlich.<\/p>\n<p>Leider haben die R\u00fcbenbauern aber noch mit anderen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen, die eine wirtschaftliche R\u00fcbenproduktion massiv erschweren. Die gesellschaftspolitische Diskussion, die von angstmachenden NGOs initiiert wurde, bewegt immer mehr Politiker, den Forderungen dieser Gruppierungen nach immer h\u00f6heren, nahezu unerf\u00fcllbaren Auflagen in der Produktion nachzugeben.<\/p>\n<p>Das versch\u00e4rft die prek\u00e4re Situation im Zuckerr\u00fcbenanbau und f\u00fchrt au\u00dferdem zu Wettbewerbsverzerrungen gegen\u00fcber den Importl\u00e4ndern au\u00dferhalb der EU.<\/p>\n<p>\u201eEs liegt daher an der \u00f6sterreichischen und europ\u00e4ischen Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr die heimische Zuckerr\u00fcbenproduktion abzusichern und Wettbewerbsgleichheit herzustellen, denn nur so k\u00f6nnen die klimarelevanten Vorz\u00fcge der Zuckerr\u00fcbe in \u00d6sterreich genutzt werden\u201c, fordert Ernst Karpfinger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimawandel und die Forderung nach mehr Klimaschutz sind in letzter Zeit immer mehr in die \u00f6ffentliche Wahrnehmung getreten. In der Diskussion fehlt es aber meist an konkreten L\u00f6sungsans\u00e4tzen.\u00a0Die \u00f6sterreichischen R\u00fcbenbauern k\u00f6nnen beitragen, dabei Teil der L\u00f6sung zu sein. 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