{"id":6682,"date":"2003-12-31T00:00:00","date_gmt":"2003-12-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031231-02n"},"modified":"2003-12-31T00:00:00","modified_gmt":"2003-12-30T22:00:00","slug":"knoblauchbombe-gegen-krebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/knoblauchbombe-gegen-krebs\/","title":{"rendered":"Knoblauchbombe gegen Krebs"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit einer Substanz aus Knoblauch ist es israelischen Wissenschaftlern gelungen, Krebstumore bei M\u00e4usen gezielt zu zerst\u00f6ren. Dazu haben sie ein ausgekl\u00fcgeltes Zwei-Phasen-System entwickelt, das den krebsbek\u00e4mpfenden Wirkstoff Allicin zielsicher zu den Tumorzellen bringt. Seine Forschungen schildert das Team um David Mirelman und Meir Wilchek in der Fachzeitschrift <a href=\"http:\/\/mct.aacrjournals.org\/\" >Molecular Cancer Therapeutics<\/a> (Dezemberausgabe).<\/b> <\/p>\n<p>Die Substanz <a href=\"http:\/\/www.allicin.com\/\" >Allicin<\/a> gibt dem Knoblauch seinen typischen scharfen Geruch und Geschmack. Der Wirkstoff ist nicht nur f\u00fcr Tumorzellen sch\u00e4dlich, sondern auch f\u00fcr Mikroorganismen und sogar gesunde K\u00f6rperzellen giftig. Da Allicin jedoch sehr instabil ist und leicht zerf\u00e4llt, richtet es normalerweise keinen Schaden an. Aufgrund dieses schnellen Zerfalls war es bisher auch schwierig, den toxischen Stoff zur Tumorbek\u00e4mpfung einzusetzen. Die Biochemiker vom israelischen <a href=\"http:\/\/www.weizmann.ac.il\/\" >Weizmann-Institut<\/a> in Rehovot haben nun eine Methode gefunden, Allicin gezielt zum Tumor zu bringen. <\/p>\n<p>Dabei vollziehen sie den Prozess nach, durch den Allicin auch nat\u00fcrlich im Knoblauch synthetisiert wird. Der toxische Stoff entsteht bei einer chemischen Reaktion, in der das Enzym Alliinase die Substanz Alliin in Allicin umwandelt. Das Enzym und das Alliin liegen in den einzelnen Zehen getrennt vor und kommen erst dann zusammen, wenn die Zellen des Knoblauchs besch\u00e4digt werden \u2013 sei es durch einen Sch\u00e4dling oder ein K\u00fcchenmesser. Au\u00dferdem nutzen die Forscher aus, dass Krebszellen auf ihrer Oberfl\u00e4che bestimmte Rezeptormolek\u00fcle besitzen, die gesunde K\u00f6rperzellen nicht haben. <\/p>\n<p>Mithilfe spezieller Schl\u00fcsselmolek\u00fcle, die nur auf diese Rezeptoren passen, diese gezielt aufsuchen und dort andocken, schleusen die Biochemiker die Alliinase mit dem Blut zielgenau zu den Tumoren. Danach injizieren sie die zweite Substanz Alliin, das dann ausschlie\u00dflich an den Tumorzellen mithilfe der Alliinase zum giftigen Allicin reagiert. Mit dieser hochpr\u00e4zisen &#8220;Knoblauchbombe&#8221; konnten die Wissenschaftler erfolgreich das Wachstum von Tumoren im Verdauungstrakt von M\u00e4usen blockieren. <\/p>\n<p>Die Technik k\u00f6nnte bei fast allen Krebsarten wirken, solange sich ein spezifisches Schl\u00fcsselmolek\u00fcl herstellen l\u00e4sst, das die f\u00fcr die Krebszellen typischen Rezeptoren identifiziert. Zudem k\u00f6nnte sich das Verfahren als \u00e4u\u00dferst effizient in der Bek\u00e4mpfung von Metastasen nach einer Operation erweisen, hoffen die Forscher.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biosensor-findet-heilsame-stoffe-in-lauchgewaechsen\/\" >2002-11-04<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Mit einer Substanz aus Knoblauch ist es israelischen Wissenschaftlern gelungen, Krebstumore bei M&auml;usen gezielt zu zerst&ouml;ren. 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