{"id":66758,"date":"2019-09-23T07:29:09","date_gmt":"2019-09-23T05:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=66758"},"modified":"2019-09-18T14:33:47","modified_gmt":"2019-09-18T12:33:47","slug":"hoehere-ertraege-in-der-landwirtschaft-durch-sensorik-und-fernerkundung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hoehere-ertraege-in-der-landwirtschaft-durch-sensorik-und-fernerkundung\/","title":{"rendered":"H\u00f6here Ertr\u00e4ge in der Landwirtschaft durch Sensorik und Fernerkundung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_66755\" aria-describedby=\"caption-attachment-66755\" style=\"width: 522px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.igd.fraunhofer.de\/sites\/default\/files\/media\/presse\/pi_databihttps:\/\/www.igd.fraunhofer.de\/sites\/default\/files\/media\/presse\/pi_databio_kansas_city_fraunhofer_igd.pngo_kansas_city_fraunhofer_igd.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-66755\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-18-um-14.20.22.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2019-09-18 um 14.20.22\" width=\"522\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-18-um-14.20.22.png 609w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-18-um-14.20.22-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/09\/Bildschirmfoto-2019-09-18-um-14.20.22-600x339.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 522px) 100vw, 522px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-66755\" class=\"wp-caption-text\">Interaktive Visualisierung von Kansas City \u2013 die Geb\u00e4udeumrisse entstammen Satellitenfotos und werden automatisch extrahiert (\u00a9 Open Data Commons)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Das EU-Projekt <a href=\"http:\/\/www.databio.eu\/\" target=\"_blank\">DataBio<\/a> b\u00fcndelt die Kompetenzen europ\u00e4ischer Partner, um Landwirte in ihrer Logistik zu unterst\u00fctzen. Das Fraunhofer IGD hilft bei der Verwaltung anfallender Datenmengen. Davon profitieren nicht nur die Betriebe, sondern auch Beh\u00f6rden und Versicherungen.<\/strong><\/p>\n<p>Landwirte bewirtschaften mittlerweile Fl\u00e4chen, die sich \u00fcber hunderte Hektare erstrecken. Um da noch den \u00dcberblick zu behalten, holen sich findige Bauern Unterst\u00fctzung aus Himmel und Erde \u2013 mit Satellitenbildern und Bodensensoren. Das Projekt DataBio unterst\u00fctzt die Landwirte bei Aufbau und Nutzung einer technischen Infrastruktur, die eine optimale Nutzung der anfallenden Geodaten gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Graphische Datenverarbeitung IGD k\u00fcmmert sich insbesondere um die interaktive und fl\u00fcssige Nutzbarkeit von Big Data mit Raumbezug. Die von anderen Projektpartnern zur Verf\u00fcgung gestellten Informationen aus Fernerkundung und Sensorik werden an das Fraunhofer IGD weitergegeben.<\/p>\n<p>Die Forscher erm\u00f6glichen mit einer eigens entwickelten Plattform die hocheffiziente Speicherung und Verwaltung der Daten, gepaart mit innovativen Methoden zur Analyse und Erkundung. Durch die Terabytes an Daten, die anfallen, gelingt die Datenverarbeitung am besten durch eine Kombination bew\u00e4hrter L\u00f6sungen: Zum einen werden die Daten zum Speichern streng komprimiert, zum anderen auf die Cloud ausgelagert, um auf Bedarf verf\u00fcgbar zu sein. Dadurch ergibt sich ein Vorteil gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Visualisierungen von Bildanalysen, wie man sie beispielsweise aus statischen Kartens\u00e4tzen kennt: Die Datens\u00e4tze verlieren ihre Interaktivit\u00e4t nicht. Die Analyseergebnisse lassen sich f\u00fcr die individuellen Nutzeranforderungen nach Bedarf neu aggregieren, filtern und visualisieren, sodass punktuell spezifische Frage- oder Problemstellungen beantwortet bzw. analysiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In einem Pilotprojekt in Griechenland werden derzeit 50.000 Felder mit verschiedenen Pflanzenarten erfasst und vom Fraunhofer IGD alle 14 Tage aufbereitet. Ein Anwendungsfall auf Basis der neuen Technologien besteht darin, weitere Pflanzengattungen in den hiesigen Monokulturen zu orten: Nutzpflanzen haben jeweils spezielle Bed\u00fcrfnisse an Boden und Licht. Deshalb sind ungewollte Mitnutzer den Landwirten ein Dorn im Auge. Satelliten sind imstande, Infrarotaufnahmen anzufertigen. Pflanzen reflektieren dieses Licht unterschiedlich, und so kann Wildkraut schnell ausfindig gemacht werden. Die Interaktivit\u00e4t beschr\u00e4nkt sich jedoch nicht auf einzelne Fl\u00e4chen, sondern kann sehr gro\u00dfe Gebiete unterschiedlicher Landschaftstypen erfassen. In dem Pilotprojekt sind bereits Vegetationsanalysen \u00fcber weite Teile Griechenlands interaktiv m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Nicht nur Landwirte profitieren von der Visualisierung<\/h3>\n<p>Die Nutzung gro\u00dfer, heterogener Datenmengen stellt jedoch nicht nur die Landwirtschaft selbst, sondern beispielsweise auch Beh\u00f6rden und Versicherungen vor neue Herausforderungen. So kann eine hochperformante, interaktive Exploration und Analyse im Fall von Naturkatastrophen genutzt werden, um besonders gef\u00e4hrdete Gebiete &#8211; etwa in einer Stadt &#8211; schnell zu identifizieren und bei der sp\u00e4teren Schadensanalyse einen direkten Vergleich mit der vorherigen Situation anzustellen. Durch die M\u00f6glichkeit, auch gro\u00dfe Fl\u00e4chen hochaufgel\u00f6st darzustellen, ohne dabei die interaktiven und analytischen Elemente einzub\u00fc\u00dfen, sind viele weitere Anwendungsf\u00e4lle denkbar: Aktuelle Herausforderungen wie die europ\u00e4ischen Waldsch\u00e4den profitieren von einer m\u00f6glichst raschen und genauen Problemanalyse, bei der Visualisierungen im Planungsprozess helfen. Denn die Forstwirte m\u00fcssen nach der Ursachenforschung nicht nur die B\u00e4ume retten, sondern das gesamte Biotop ber\u00fccksichtigen sowie die Mitnutzung durch den Menschen. Daf\u00fcr ist eine genaue \u00dcbersicht \u00fcber die gesamte Fl\u00e4che des Waldst\u00fccks notwendig \u2013 f\u00fcr den Forstwirt schwer zug\u00e4ngliche Bereiche k\u00f6nnen durch die pr\u00e4zise Visualisierung umgehend betrachtet werden.<\/p>\n<p>Auf der Kongressmesse INTERGEO in Stuttgart stellen die Forscherinnen und Forscher die Anwendung vom 17. bis 19. September 2019 auf dem eigenen Messestand (Halle 01, Stand C076) und dem INTERGEO-Kongress am 18. September 2019 vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber DataBio<\/h3>\n<p>Das Projekt \u201eData-Driven Bioeconomy\u201c (DataBio), gef\u00f6rdert im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms der Europ\u00e4ischen Union \u201eHorizon 2020\u201c, konzentriert sich darauf, die Vorteile von Big Data-Technologien in der Rohstoffproduktion aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Fischerei \/ Aquakultur f\u00fcr die Bio\u00f6konomie zu pr\u00e4sentieren, um Lebensmittel, Energie und Biomaterialien verantwortungsvoll und nachhaltig zu produzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das EU-Projekt DataBio b\u00fcndelt die Kompetenzen europ\u00e4ischer Partner, um Landwirte in ihrer Logistik zu unterst\u00fctzen. Das Fraunhofer IGD hilft bei der Verwaltung anfallender Datenmengen. 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