{"id":6654,"date":"2004-01-12T00:00:00","date_gmt":"2004-01-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040112-13n"},"modified":"2004-01-12T00:00:00","modified_gmt":"2004-01-11T22:00:00","slug":"bio-ethanol-treibstoff-mit-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-ethanol-treibstoff-mit-zukunft\/","title":{"rendered":"Bio-Ethanol &#8211; Treibstoff mit Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr 2004 erwartete Steuerbefreiung f\u00fcr Biokraftstoffe hat zu einem Boom im Bereich der Ethanol-Produktion gef\u00fchrt. In den kommenden Jahren sollen ca. f\u00fcnf Prozent der Kraftstoffe durch Biokraftstoffe ersetzt werden, so die Zielvorstellungen der EU. <\/p>\n<p>Bio-Ethanol kann auf zwei Arten als Kraftstoffkomponente genutzt werden. Zum einen kann aus Ethanol Ethylterti\u00e4rbutylether (ETBE) hergestellt werden, das anstelle vom bisher eingesetzten Methylterti\u00e4rbutylether (MTBE) dem Benzin zur Verbesserung der Oktanzahl beigemischt wird. Die andere M\u00f6glichkeit ist die direkte Nutzung von Ethanol als Beimischung zu Benzin.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig ist Bio-Ethanol als direkter Kraftstoffzusatz oder Bestandteil des Oktanverbesserers ETBE steuerbefreit. Bislang galt dies nur f\u00fcr reine Biokraftstoffe wie Rapsmethylester. Die Otto-Motoren in deutschen Fahrzeugen sind nicht f\u00fcr den Betrieb mit reinem Bio-Ethanol geeignet. Die in der EU geltende Norm f\u00fcr Ottokraftstoffe erm\u00f6glicht jedoch die Beimischung von bis zu f\u00fcnf Prozent Bio-Ethanol als Benzinzusatz.<\/p>\n<p>Gute M\u00f6glichkeiten Ethanol direkt als Kraftstoff zu verwenden sieht die S\u00fcdzucker AG. Gut 160 Millionen Euro investiert S\u00fcdzucker in die Produktion von Bio-Ethanol. Damit wird eine Produktionsanlage f\u00fcr die Herstellung von Bio-Ethanol im Verbund mit der bestehenden Zuckerfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) errichtet (s. nawaros 09\/2003). Die Anlage soll im Fr\u00fchjahr 2005 in Betrieb gehen und pro Jahr ca. 700.000 Tonnen Getreide zu 260.000 m3 Bio-Ethanol und 260.000 Tonnen Futtermittel verarbeiten.<\/p>\n<p>Auch wenn die Bio-Ethanolproduktion aus Zuckerr\u00fcben energetisch g\u00fcnstiger ist als aus Weizen, wird zun\u00e4chst Weizen als Rohstoff eingesetzt. Landwirten verspricht der Anbau von Weizen durch die gew\u00e4hrten Fl\u00e4chenpr\u00e4mien h\u00f6here wirtschaftliche Anreize. <\/p>\n<p>Die Mitteldeutsche BioEnergie GmbH &#038; Co.KG (MBE), ein Mitglied der Unternehmensgruppe Sauter, baut derzeit ebenfalls eine Produktionsanlage f\u00fcr Bio-Ethanol in Z\u00f6rbig (Sachsen-Anhalt). 35 Millionen Euro werden investiert, um ab April in die Produktion von j\u00e4hrlich 80.000 bis 100.000 Tonnen Bio-Ethanol einzusteigen. Auch hier ist Getreide als Rohstoffbasis vorgesehen, 30 Prozent des Bedarfs sollen aus der regionalen Landwirtschaft bezogen werden. Bis Ende 2004 soll eine weitere Anlage der Sauter-Gruppe mit 100.000 Tonnen Produktionskapazit\u00e4t in Brandenburg entstehen.<\/p>\n<p><b>Informationen und Quellen:<\/b> S\u00fcdzucker AG, Mannheim\/Ochsenfurt, E-Mail: <a href=\"mailto:info@suedzucker.de\">info@suedzucker.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sauter-logistik.de\/Sauter_Gruppe.htm\" >Sauter Unternehmensgruppe, Obenhausen<\/a>, E-Mail: <a href=\"mailto:Claus.Sauter@sauter-gruppe.de\">Claus.Sauter@sauter-gruppe.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.agrimanager.de\/\" >Agrimanager<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bayercropscience.de\/\" >Bayer CropScience<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioethanol-produktion-bei-suedzucker\/\" >2003-10-09<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nicht-ganz-problemlos-bio-beimischungen-im-kraftstoff\/\" >2003-11-18<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-biokraftstoff-und-nr-verarbeitungsanlagen-in-bitterfeld-und-zoerbig-geplant\/\" >2002-06-07<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f&uuml;r 2004 erwartete Steuerbefreiung f&uuml;r Biokraftstoffe hat zu einem Boom im Bereich der Ethanol-Produktion gef&uuml;hrt. 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