{"id":66472,"date":"2019-09-11T07:35:55","date_gmt":"2019-09-11T05:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=66472"},"modified":"2021-09-09T21:27:13","modified_gmt":"2021-09-09T19:27:13","slug":"hamburg-will-weltgroesste-wasserstoff-elektrolyse-in-den-hafen-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/hamburg-will-weltgroesste-wasserstoff-elektrolyse-in-den-hafen-holen\/","title":{"rendered":"Hamburg will weltgr\u00f6\u00dfte Wasserstoff-Elektrolyse in den Hafen holen"},"content":{"rendered":"<p>Im Hamburger Hafen soll die weltweit gr\u00f6\u00dfte Wasserstoff-Elektrolyse mit einer Leistung von 100 Megawatt entstehen. Die Gespr\u00e4che mit potenziellen Kunden und Investoren seien bereits weit vorangeschritten; noch in diesem Jahr soll die finale Entscheidung \u00fcber den Bau der Anlage fallen, sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) der dpa. &#8220;Ich will einen solchen Leuchtturm hier in Hamburg und in Norddeutschland sehen&#8221;, erkl\u00e4rte der Senator. Der Bau der Anlage werde einen dreistelligen Millionenbetrag kosten und soll durch F\u00f6rdermittel vom Bund und der EU erm\u00f6glicht werden. Hamburg will die notwendige Fl\u00e4che bereitstellen.<\/p>\n<p>Hintergrund f\u00fcr den Vorsto\u00df des Senators sind die Energiewende und die aktuelle Klimapolitik, die unter fehlenden Speicherm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Strom krankt. Speziell in den norddeutschen Bundesl\u00e4ndern, aber auch in den Niederlanden mehren sich in j\u00fcngster Zeit Stimmen und Initiativen, die auf Wasserstoff als einen wesentlichen Energietr\u00e4ger der Zukunft setzen. Die Nordl\u00e4nder arbeiten an einer gemeinsamen Wasserstoffstrategie.<\/p>\n<p>Windstrom f\u00fcr Wasserstoff<br \/>\nDer Wasserstoff k\u00f6nnte regenerativ mit Offshore-Windstrom auf See oder an Land erzeugt und anschlie\u00dfend in Kavernen gespeichert oder unmittelbar verwendet werden. Damit k\u00f6nnten die auf der Nordsee erzeugten Strommengen effektiver genutzt werden. &#8220;Um die Klimaziele zu erreichen, m\u00fcssen wir alle Bereiche der Wirtschaft dekarbonisieren, also auf fossile Brennstoffe verzichten&#8221;, sagte Westhagemann. Das gelte f\u00fcr den Verkehr und die Mobilit\u00e4t ebenso wie f\u00fcr die Industrie und Geb\u00e4ude. Der Hamburger Hafen, das gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegebiet, sei ein idealer Standort f\u00fcr eine gro\u00dfe Elektrolyse.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig sei Wasserstoff noch teuer, aber die Politik k\u00f6nne ein Signal geben, dass sie hinter der Technik stehe und massiv investiere. Mit gr\u00f6\u00dferen Mengen werde Wasserstoff auch wirtschaftlicher. Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten bereits in dem Projekt Norddeutsche Energiewende (<a href=\"http:\/\/www.new4-0.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NEW 4.0<\/a>) gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an dem Ziel, die gesamte Region bis 2035 zu 100 Prozent mit regenerativem Strom zu versorgen. Mehrere Projekte aus NEW 4.0 waren auch in dem Wettbewerb &#8220;Reallabore der Energiewende&#8221; des Bundeswirtschaftsministeriums erfolgreich und werden vom Bund gef\u00f6rdert. Auch die Bundesregierung hat bis Ende des Jahres eine Wasserstoffstrategie angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Neue technische Dimension<br \/>\nEine 100-Megawatt-Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff w\u00e4re eine neue technische Dimension. Die bislang gr\u00f6\u00dften Anlagen leisten allenfalls zehn Megawatt, in der Regel weniger. Eine solche Elektrolyse w\u00fcrde nach Angaben des Anlagenbauers Siemens ungef\u00e4hr zwei Tonnen oder 22.000 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde produzieren. Mit dieser Stundenproduktion k\u00f6nnte zum Beispiel ein Pkw 200.000 Kilometer weit fahren, ein Lkw 2500 Kilometer. Gr\u00f6\u00dfere Anlagen werden bislang auch durch die regulatorischen Rahmenbedingungen ausgebremst wie die EEG-Umlage und die Netzgeb\u00fchren. Die Anlage im Hamburger Hafen soll modular aufgebaut sein, also St\u00fcck um St\u00fcck erweitert werden.<\/p>\n<p>Der Wasserstoff k\u00f6nnte zum Beispiel in der Grundstoff-Produktion eingesetzt werden; in Hamburg arbeiten unweit des Hafens gro\u00dfe Fabriken f\u00fcr Stahl, Aluminium und Kupfer. Der Energietr\u00e4ger k\u00f6nnte aber ebenso in schweren Lkw Verwendung finden, der Schifffahrt und im Hamburger \u00f6ffentlichen Nahverkehr sowie in der Versorgung des Stadtgebietes mit Fernw\u00e4rme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Hamburger Hafen soll die weltweit gr\u00f6\u00dfte Wasserstoff-Elektrolyse mit einer Leistung von 100 Megawatt entstehen. Die Gespr\u00e4che mit potenziellen Kunden und Investoren seien bereits weit vorangeschritten; noch in diesem Jahr soll die finale Entscheidung \u00fcber den Bau der Anlage fallen, sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) der dpa. &#8220;Ich will einen solchen Leuchtturm hier [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[14083,14051,13255],"supplier":[1862,6352,16111],"class_list":["post-66472","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-elektrolyse","tag-energie","tag-wasserstoff","supplier-bund-sachsen-anhalt","supplier-bundesministerium-wirtschaft-energie","supplier-hafen-hamburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66472\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66472"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=66472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}