{"id":66426,"date":"2019-09-17T06:45:11","date_gmt":"2019-09-17T04:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1162631%2Fgreen-chemistry-aus-heimischen-rohstoffen.html%3FWT.mc_id%3Dca0065%26pk_campaign%3Dca0065"},"modified":"2019-09-15T14:44:44","modified_gmt":"2019-09-15T12:44:44","slug":"green-chemistry-aus-heimischen-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/green-chemistry-aus-heimischen-rohstoffen\/","title":{"rendered":"\u201eGreen Chemistry\u201c aus heimischen Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Projekt LipoPep erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln zusammen mit der FH Aachen, der BASF Personal Care and Nutrition GmbH und der Henkel AG &amp; Co. KGaA, wie sich nachwachsende Rohstoffe aus heimischen Pflanzen wie Lupinen, Sonnenblumen und Raps zur Herstellung von Tensiden nutzen lassen.<\/strong><\/p>\n<p>Im Alltag begegnen sie uns st\u00e4ndig: Tenside. Die waschaktiven Substanzen bilden den Kern von Wasch- und Reinigungsmitteln sowie K\u00f6rperpflegeprodukten. Viele Tenside werden auf der Basis von Erd\u00f6l und tropischen \u00d6len hergestellt. Forscherinnen und Forscher des Verbundprojektes LipoPep untersuchen, wie nat\u00fcrliche Quellen f\u00fcr die Herstellung der Tenside und den Syntheseprozess weiter optimiert und nachhaltiger gestaltet werden k\u00f6nnen. Das Projekt wird \u00fcber das Programm \u201eFHprofUnt\u201c (Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen) des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung mit 600.000 Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_66666\" aria-describedby=\"caption-attachment-66666\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-66666\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/fittosize__705_0_79989c9c64e3a2d112ff08e67ef1c938_010719campus_lev72-300x199.jpg\" alt=\"v.l.n.r.: Prof. Dr. Ulrich Sch\u00f6rken, Devrim Eren Seitz, Lars Nitzsche, Tristan Jolmes (Bild: Michael Bause\/TH K\u00f6ln)\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/09\/fittosize__705_0_79989c9c64e3a2d112ff08e67ef1c938_010719campus_lev72-300x199.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/09\/fittosize__705_0_79989c9c64e3a2d112ff08e67ef1c938_010719campus_lev72-600x398.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/09\/fittosize__705_0_79989c9c64e3a2d112ff08e67ef1c938_010719campus_lev72.jpg 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-66666\" class=\"wp-caption-text\">v.l.n.r.: Prof. Dr. Ulrich Sch\u00f6rken, Devrim Eren Seitz, Lars Nitzsche, Tristan Jolmes (Bild: Michael Bause\/TH K\u00f6ln)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In dem interdisziplin\u00e4ren Verbundprojekt sollen L\u00f6sungen entwickelt werden, die zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie beitragen: zum einen bilden heimische nachwachsende Rohstoffe wie Sonnenblumen, Raps oder Lupinen das Ausgangsmaterial, um neue biobasierte Tenside zu entwickeln. Zum anderen sollen neue biokatalytische und chemische Syntheseverfahren etabliert werden, die den Prinzipien der \u201eGr\u00fcnen Chemie\u201c Rechnung tragen. \u201eDa Tenside in gro\u00dfen Mengen produziert werden und in die Umwelt gelangen, wollen wir im Rahmen des interdisziplin\u00e4ren Verbundprojektes biobasierte Produkte entwickeln und dabei die Syntheseverfahren selbst nachhaltiger gestalten\u201c, unterstreicht Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Sch\u00f6rken, Professor f\u00fcr Green Chemistry an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln. \u201eUnsere Zielprodukte sind Lipopeptide, die sich durch ihre gute Hautvertr\u00e4glichkeit auszeichnen\u201c, so Prof. Sch\u00f6rken. \u201eWir wollen in J\u00fclich neue Enzyme f\u00fcr diese Reaktion entwickeln und damit gemeinsam mit den Forscherinnen und Forschern der TH K\u00f6ln umweltfreundliche biokatalytische Synthesen entwickeln\u201c, erg\u00e4nzt Prof. Dr. Petra Siegert vom Campus J\u00fclich der FH Aachen.<\/p>\n<h3>Arbeitsgruppen an den beteiligten Hochschulen<\/h3>\n<p>Im interdisziplin\u00e4ren Verbundprojekt erforschen die Promovierenden Devrim Eren Seitz und Tristan Jolmes in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. St\u00e9phan Barbe und Prof. Dr. Ulrich Sch\u00f6rken an der TH K\u00f6ln biokatalytische und chemische Synthesestrategien, um biobasierte Tenside wie z.B. Liopeptide herzustellen. Gerrit Haeger entwickelt in seiner Promotion am Campus J\u00fclich der FH Aachen in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Petra Siegert und Prof. Dr. Johannes Bongaerts neue Biokatalysatoren f\u00fcr die Lipopeptid-Synthese. Die physikochemische Charakterisierung wie z.B. das Schaumverm\u00f6gen und die Grenzfl\u00e4chenaktivit\u00e4t der neuen, nachhaltigen Biotenside erfolgt in der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Birgit Gl\u00fcsen unter Industriestandardbedingungen am Campus Leverkusen der TH K\u00f6ln. Hier wird das Projekt auch durch die Expertise von Prof. Dr. Matthias Hochg\u00fcrtel im Bereich der Synthese bioaktiver Peptide und der Strukturanalytik erg\u00e4nzt.<\/p>\n<h3>Projektbeteiligte Unternehmen<\/h3>\n<p>Projektbeteiligte Unternehmen sind die BASF Personal Care and Nutrition GmbH sowie die Henkel AG &amp; Co. KGaA. W\u00e4hrend BASF einer der f\u00fchrenden Hersteller von biobasierten Tensiden ist, z\u00e4hlt Henkel zu den Marktf\u00fchrern im Bereich von K\u00f6rper- und Haarpflegeprodukten sowie von Wasch- und Reinigungsmitteln. F\u00fcr beide Unternehmen sind gut abbaubare Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen ein wichtiger Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Neue biobasierte Rohstoffe stellen die Projektpartner DAKO AG, Uniferm GmbH &amp; Co. KG und Pilot Pflanzen\u00f6ltechnologie Magdeburg e.V. zur Entwicklung neuer Produkte zur Verf\u00fcgung. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.<\/p>\n<p>Die TH K\u00f6ln bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind mehr als 26.000 Studierende in \u00fcber 90 Bachelor- und Masterstudieng\u00e4ngen eingeschrieben. Die TH K\u00f6ln gestaltet Soziale Innovation \u2013 mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplin\u00e4res Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivit\u00e4ten machen uns in vielen Bereichen zur gesch\u00e4tzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin. Die TH K\u00f6ln wurde 1971 als Fachhochschule K\u00f6ln gegr\u00fcndet und z\u00e4hlt zu den innovativsten Hochschulen f\u00fcr Angewandte Wissenschaften.<\/p>\n<p>Das interdisziplin\u00e4re Forschungsprojekt LipoPep soll die Expertise der TH K\u00f6ln in den Bereichen Biotechnologie und Green Chemistry weiter st\u00e4rken. Ziel ist es, eine langfristig orientierte, interdisziplin\u00e4re Forschung im Bereich nachhaltiger Prozesse an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln am Hochschulstandort Leverkusen zu etablieren.<\/p>\n<p>Die FH Aachen geh\u00f6rt mit \u00fcber 14.500 Studierenden, j\u00e4hrlich fast 2000 Absolventinnen und Absolventen, 10 Fachbereichen, etwa 90 Studieng\u00e4ngen, elf In- und f\u00fcnf An-Instituten sowie vier Kompetenzplattformen und mit den beiden Standorten Aachen und J\u00fclich zu den gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Fachhochschulen Deutschlands. Hier arbeiten rund 240 Professorinnen und Professoren sowie etwa 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Lehre, Forschung und Verwaltung. Das Studienangebot der Hochschule umfasst neben den klassischen MINT-F\u00e4chern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik noch die Bereiche Wirtschaftswissenschaften und Gestaltung. Die etwa 90 Bachelor- und Masterstudieng\u00e4nge bieten neben dem Vollzeitstudium auch eine zunehmende Auswahl von marktgerechten dualen Studieng\u00e4ngen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Projekt LipoPep erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln zusammen mit der FH Aachen, der BASF Personal Care and Nutrition GmbH und der Henkel AG &amp; Co. KGaA, wie sich nachwachsende Rohstoffe aus heimischen Pflanzen wie Lupinen, Sonnenblumen und Raps zur Herstellung von Tensiden nutzen lassen. 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