{"id":6623,"date":"2004-01-21T00:00:00","date_gmt":"2004-01-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040121-02n"},"modified":"2004-01-21T00:00:00","modified_gmt":"2004-01-20T22:00:00","slug":"bp-raffinerien-vorreiter-mit-biokomponente-im-diesel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bp-raffinerien-vorreiter-mit-biokomponente-im-diesel\/","title":{"rendered":"BP Raffinerien Vorreiter mit Biokomponente im Diesel"},"content":{"rendered":"<p>Bochum, 20. Januar 2004 &#8211; Die Deutsche BP startet als erste Mineral\u00f6lgesellschaft in Deutschland mit der Beimischung einer Biokomponente in konventionellen Dieselkraftstoff: Ab Anfang Februar wird die BP Raffinerie in Gelsenkirchen-Horst dem dort produzierten Dieselkraftstoff maximal bis zu 5 Prozent Raps\u00f6lmethylester (RME) zumischen. Anfang M\u00e4rz folgt die Raffinerie in Lingen. Im Laufe des Februars wird somit erstmals Dieselkraftstoff mit Biokomponenten-Anteil an Aral und BP Tankstellen ausgeliefert<\/p>\n<p>&#8220;Wir garantieren unseren Kunden, dass der Dieselkraftstoff mit Biokomponente alle Normen und gesetzlichen Anforderungen erf\u00fcllt, die in enger Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie erarbeitet wurden. Er erf\u00fcllt aber auch die dar\u00fcber hinausgehenden, strengen Qualit\u00e4tsstandards von BP und Aral. Unsere Kunden k\u00f6nnen ihn daher ohne Bedenken tanken&#8221;, erkl\u00e4rte Wilhelm Bonse-Geuking, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen BP AG.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union (EU) hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Biokomponenten in Kraftstoffen innerhalb der EU zu steigern, um so unter anderem die Abh\u00e4ngigkeit von Roh\u00f6limporten zu senken. Eine entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass der Anteil von Biokomponenten in Kraftstoffen in den Mitgliedsstaaten bis zum 31. Dezember 2005 rund 2 Prozent erreichen soll. Um die Umsetzung dieser Richtlinie zu f\u00f6rdern, hat die Bundesregierung beschlossen, ab 1. Januar 2004 Biokomponenten, die dem Kraftstoff beigemischt werden, von der Mineral\u00f6lsteuer zu befreien. Erlaubt und von der Steuer ausgenommen wird zum Beispiel die Beimischung von bis zu 5 Prozent Raps\u00f6l-Methylester in Dieselkraftstoff.<\/p>\n<p>Hintergrund:<\/p>\n<p>Der Gesetzgeber legt fest, dass die steuerliche Entlastung die tats\u00e4chlichen Mehrkosten f\u00fcr die Herstellung der Gemische nicht \u00fcbersteigen darf. Daher ist eine deutliche Senkung der Kraftstoffpreise aufgrund der Steuerbefreiung auf Bio-Anteile im Kraftstoff unrealistisch. Allerdings wird so auch ein Preisanstieg vermieden.<\/p>\n<p>\u2022 Die steuerliche Entlastung bezieht sich lediglich auf maximal 5 Prozent des Kraftstoff-Einkaufspreises, &#8211; nat\u00fcrlich ohne die hohen Steuern, die durchschnittlich 67 Eurocent je Liter betragen.<br \/>\u2022 Biokomponenten sind bereits in der Herstellung deutlich teurer als herk\u00f6mmliche Kraftstoffkomponenten.<br \/>\u2022 Es fallen zus\u00e4tzliche Kosten bei der Beimischung, in der Lagerhaltung und in der Logistik an.<br \/>\u2022 Nach der Zumischung von Biokomponenten sind zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen zur Sicherung der Kraftstoffqualit\u00e4t erforderlich.<\/p>\n<p>Offen ist dar\u00fcber hinaus die Versorgung mit ausreichenden Mengen an Biokomponenten. Denn bei einem gegenw\u00e4rtigen j\u00e4hrlichen Kraftstoffabsatz in Deutschland von rund 53,7 Millionen Tonnen w\u00fcrden rund 2,7 Millionen Tonnen Biokomponenten ben\u00f6tigt, um eine 5%ige Beimischung bei den Kraftstoffen zu erreichen. Die derzeitigen Produktionskapazit\u00e4ten in Deutschland reichen aber daf\u00fcr nicht aus.<\/p>\n<p>Der Dieselkraftstoff mit 5%igem Bio-Anteil darf nicht verwechselt werden mit reinem Biodiesel (100% RME), welcher heute bereits stellenweise im Markt eingef\u00fchrt ist. Dieser ist von der Mineral\u00f6lsteuer befreit und wird etwa 10 Cent g\u00fcnstiger angeboten als konventioneller Diesel. Rund 700.000 Tonnen Biodiesel im Jahr werden gegenw\u00e4rtig in Deutschland abgesetzt. Davon werden rund 70 Prozent direkt an Lkw-Flotten geliefert und etwa 30 Prozent \u00fcber Tankstellen an Endkunden verkauft.<\/p>\n<p>Wegen bestimmter produktspezifischer Eigenschaften des reinen 100%igen Biodiesels sollten Kunden unbedingt darauf achten, ob der Hersteller ihres jeweiligen Pkw-Modells eine gesonderte Freigabe erteilt hat. Ansonsten gehen Gew\u00e4hrleistungsanspr\u00fcche verloren.<\/p>\n<p><b>Pressekontakt:<\/b><br \/>Aral Aktiengesellschaft<br \/>Bereich Presse<br \/>Wittener Str. 45<br \/>44776 Bochum<br \/>Telefon: 0049-234\/315-2981 oder -3050<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:presse@aral.de\">presse@aral.de<\/a><\/p>\n<p>Oder bei: Detlef Brandenburg Fax: (0234) 315-2319 (<a href=\"http:\/\/www.deutschebp.de\/\" >www.deutschebp.de<\/a>)<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/beimischung-biogener-treibstoffe-macht-kraftstoff-im-naechsten-jahr-nicht-billiger\/\" >2003-12-11<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nicht-ganz-problemlos-bio-beimischungen-im-kraftstoff\/\" >2003-11-18<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bochum, 20. 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