{"id":6620,"date":"2004-01-23T00:00:00","date_gmt":"2004-01-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040123-20n"},"modified":"2004-01-23T00:00:00","modified_gmt":"2004-01-22T22:00:00","slug":"warten-auf-die-energiewende-im-osten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/warten-auf-die-energiewende-im-osten\/","title":{"rendered":"Warten auf die Energiewende im Osten"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine zukunftsweisende Energiepolitik ist in den neuen EU Staaten noch nicht in Sicht. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Report des WWF, in dem die energiepolitischen Rahmenbedingungen der Beitrittsl\u00e4nder unter die Lupe genommen werden. Insbesondere f\u00fcr die F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien werde nicht genug getan.<\/b><\/p>\n<p>Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass den EU-Kandidaten aufgrund mangelnder Anreize in den n\u00e4chsten 20 Jahren Investitionsmittel von mindestens 18 Milliarden Euro verloren gehen. &#8220;Die Beitrittsl\u00e4nder verschenken viel Geld, obwohl ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr regenerative Energien vorhanden ist&#8221;, kritisiert Claudia Kunz, Referentin f\u00fcr Klimaschutz- und Energiepolitik beim <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/\" >WWF Deutschland<\/a>.<\/p>\n<p>Die EU verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien erheblich auszubauen. Die EU-Richtlinie zur F\u00f6rderung der erneuerbaren Energien fordert von den Beitrittsl\u00e4ndern, den Anteil von Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse bis 2010 auf mindestens elf Prozent zu steigern. Jedoch liegen die k\u00fcnftigen EU-Staaten noch weit zur\u00fcck. Das Schlusslicht bildet Slowenien. Dem WWF-Vergleich zufolge seien die Zielsetzung beim Ausbau zu bescheiden und die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden bei der Umsetzung von Projekten zu hoch, um bei der Umstellung der Versorgung auf saubere Energien entscheidend voranzukommen. Es mangele vor allem an Perspektiven f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit von Investitionen. Besser schnitt Litauen ab, das eine feste Verg\u00fctung f\u00fcr gr\u00fcnen Strom garantiert.<\/p>\n<p>Der Report analysiert das Potenzial f\u00fcr neue Energien in den Beitrittsl\u00e4ndern. Die Autoren sch\u00e4tzen, dass etwa 20.000 Megawatt, dies entspreche etwa der Leistung von 50 gro\u00dfen Kohlekraftwerken, durch erneuerbare Energiequellen bereit gestellt werden k\u00f6nnten. Insbesondere bei der Nutzung von Holz, Reststoffen aus der Landwirtschaft sowie der Windenergie b\u00f6ten sich erhebliche Ausbaum\u00f6glichkeiten. In L\u00e4ndern wie Polen und der Tschechischen Republik lie\u00dfen sich \u00fcberdies etwa 50.000 neue Arbeitspl\u00e4tze schaffen.<\/p>\n<p>Bisher fehle es nach Einsch\u00e4tzung des WWF aber an klaren Signalen, das vorhandene Potenzial erschlie\u00dfen zu wollen. Deshalb st\u00fcnden die Chancen schlecht, privates Kapital aus Westeuropa oder Gelder von lokalen Firmen f\u00fcr die Modernisierung des Kraftwerkparks zu mobilisieren. &#8220;Damit die europ\u00e4ische Energiewende gelingt, m\u00fcssen die neuen Mitglieder schnellstens ihre nationale Gesetzgebung dem EU-Rahmen anpassen&#8221;, fordert Claudia Kunz. Es gelte zeitraubende b\u00fcrokratische H\u00fcrden abzubauen und eine ausreichende Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr sauberen Strom sicherzustellen. Nur so lasse sich das Klimaschutzziel der EU, den Aussto\u00df an Treibhausgasen bis 2010 um acht Prozent zu drosseln, erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Eine zukunftsweisende Energiepolitik ist in den neuen EU Staaten noch nicht in Sicht. 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