{"id":66176,"date":"2019-09-04T07:32:39","date_gmt":"2019-09-04T05:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=66176"},"modified":"2019-08-30T14:36:18","modified_gmt":"2019-08-30T12:36:18","slug":"bio-composites-eine-nachwachsende-alternative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-composites-eine-nachwachsende-alternative\/","title":{"rendered":"Bio-Composites \u2013 eine (nach)wachsende Alternative"},"content":{"rendered":"<p>In j\u00fcngster Zeit erobern Bio-Composites verst\u00e4rkt zus\u00e4tzliche M\u00e4rkte. Galt bislang noch der Markt f\u00fcr Terrassendielen, Z\u00e4une und Verkleidungen als Hauptabsatzmarkt der Branche, finden sich durch neueste Entwicklungen im Spritzguss, Pressformen und 3D-Druck eine Vielzahl von neuen, differenzierten Anwendungen nicht nur im Automobilbereich sondern auch bei Verpackungen und Konsumg\u00fctern. Eine aktuelle Marktstudie, die jetzt bei Brand Essence Research zur Verf\u00fcgung steht, erwartet, dass allein der Markt f\u00fcr WPC im Jahr 2025 weltweit einen Umsatz von 6,2 Mrd. USD erzielen wird.<\/p>\n<p>Bio-Composites enthalten Holz oder andere Naturfasern und ein Polymer als Matrix. Die meisten Hersteller verwenden nach wie vor Polymere auf fossiler Basis f\u00fcr die Herstellung von Bio-Composites. Inzwischen gibt es auch bio-basierte Polymere auf dem Markt, um teilweise oder vollst\u00e4ndig bio-basierte Verbundwerkstoffe herzustellen. Einige Bio-Composites sind biologisch abbaubar.<\/p>\n<p>Die wichtigsten verwendeten Polymere sind: PE (Dielen &amp; Bau, Konsumg\u00fcter), PP (Automotive, Bau, Konsumg\u00fcter) und PVC (Dielen &amp; Bau) sowie ABS, Epoxy, PA, PMMA, PS, PU, TPE, TPS, TPU. Beispiele f\u00fcr biobasierte Polymere sind PE, PLA, PBS, PHAs, TPE, PU und Epoxide. Auch biobasiertes PP ist seit Kurzem erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe (Wood Plastic Composites, WPC) und (Natural Fibre Composites, NFC) k\u00f6nnen in verschiedenen Produktionsverfahren wie Extrusion und Spritzguss sowie Pressformen oder 3D-Druck verarbeitet werden. Es werden Naturfasern wie Flachs, Hanf, Jute, Kenaf, Sisal oder auch Abaca verwendet.<\/p>\n<p>Bio-Composites erobern neue M\u00e4rkte<br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Zuwachs wird bei Granulaten und -Filamenten f\u00fcr M\u00f6bel, Spielzeug, Konsumg\u00fcter und Koffer erwartet, vor allem im Spritzguss und 3D-Druck. Und die Verpackung wird die f\u00fchrende Anwendung f\u00fcr bio-basierte Polymere. In Kombination mit Holz oder Naturfasern bieten sie hervorragende M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine \u00f6kologische Vermarktung beispielsweise von Biokosmetik. Nat\u00fcrliche Fasern in Kombination mit biologisch abbaubaren Kunststoffen sind optimal f\u00fcr den Einsatz in der Landwirtschaft, im Gartenbau und auch f\u00fcr Spezialanwendungen wie Filterkugeln und Kaffeekapseln.<\/p>\n<p>Holz- und Naturfasern im Automobil<\/p>\n<p>Im Automobilbereich werden Bio-Composites vor allem zur Gewichtseinsparung im Fahrzeuginnenraum eingesetzt. Auch k\u00fcrzere Zykluszeiten und ein geringerer CO2-Fu\u00dfabdruck spielen eine Rolle. WPC werden f\u00fcr B\u00f6den und Kofferraumverkleidungen eingesetzt, bei NFC liegt der Fokus auf Innenverkleidungen f\u00fcr hochwertige T\u00fcren und Armaturenbretter, die entweder mit duroplastischer oder thermoplastischer Matrix verarbeitet werden, wobei sich Thermoplasten zunehmend durchsetzen, da diese sich kosteng\u00fcnstig hinterspritzen lassen.<\/p>\n<p>Naturfasern sind f\u00fcr den Automobilbau so attraktiv, weil sie sehr gute mechanische Eigenschaften in Bezug auf Steifigkeit und Festigkeit mitbringen und mit guten D\u00e4mmeigenschaften bei geringer Dichte punkten. Wenn es eine Erfolgsformel f\u00fcr nachhaltigen Leichtbau gibt, dann liegt sie in der Kombination von Naturfasern (NF) mit Polypropylen (PP). NFPP als Composite-Material ist in der Automobilindustrie besonders f\u00fcr die Herstellung von Fahrzeuginnenverkleidungen gefragt.<\/p>\n<p>Alternative zu technischen Kunststoffen<br \/>\nDiese Beispiele zeigen Anwendungen vor allem im semi-strukturellen Bereich. Um weitere neue M\u00e4rkte zu erobern und neue Zielwerte zu erreichen, m\u00fcssen Bio-Composites ihre bisherigen technologischen Grenzen \u00fcberschreiten. Aus diesem Grund entwickelt die AG Bio-Composites beim Verband Carbon Composites gerichtete Textilien aus Naturfasern, die in Verbindung mit einem geeigneten Polymer die Grundlage auch f\u00fcr strukturelle Bauteile mit sehr guten mechanischen Eigenschaften bilden und f\u00fcr die Anwendung in Strukturbauteilen geeignet sein sollen. Das Ziel: Material Performance, sowohl mechanisch als auch \u00e4sthetisch. So k\u00f6nnen neue M\u00e4rkte erschlossen wurden, so sind bereits Anwendungen f\u00fcr Bio-Composites in Elektrofahrzeugen und sogar Rennwagen zu finden. Hier deutet sich bereits an, dass Bio-Composites eine echte Alternative zu klassischen technischen Kunststoffen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Bio-Composites auf der Composites Europe<br \/>\nBio-Composites spielen auch auf der Fachmesse Composites Europe (10.-12. September 2019 in Stuttgart) eine wichtige Rolle. So moderiert Dr. Asta Partanen vom Nova-Institut am 11. September nachmittags eine Vortragsreihe zum Thema bio-based Composites im Rahmen des ICC-Kongress, der parallel zur Composites Europe in Stuttgart tagt. Die Themen reichen von Trends f\u00fcr den automobilen Innenraum mit Naturfaserverbundstoffen bis hin zu einer neuen \u00c4ra bei thermoplastischen Biokunststoff-Verbundwerkstoffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In j\u00fcngster Zeit erobern Bio-Composites verst\u00e4rkt zus\u00e4tzliche M\u00e4rkte. Galt bislang noch der Markt f\u00fcr Terrassendielen, Z\u00e4une und Verkleidungen als Hauptabsatzmarkt der Branche, finden sich durch neueste Entwicklungen im Spritzguss, Pressformen und 3D-Druck eine Vielzahl von neuen, differenzierten Anwendungen nicht nur im Automobilbereich sondern auch bei Verpackungen und Konsumg\u00fctern. Eine aktuelle Marktstudie, die jetzt bei Brand [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[12546,11286,10763],"supplier":[4],"class_list":["post-66176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-baustoffe","tag-biocomposites","tag-biokunststoffe","supplier-nova-institut-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66176"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66176\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66176"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=66176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}