{"id":66169,"date":"2019-09-04T07:26:14","date_gmt":"2019-09-04T05:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=66169"},"modified":"2019-08-30T14:11:25","modified_gmt":"2019-08-30T12:11:25","slug":"reste-als-rohstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/reste-als-rohstoff\/","title":{"rendered":"Reste als Rohstoff"},"content":{"rendered":"<p>Eine Welt ohne Plastik! Das w\u00fcnschen sich l\u00e4ngst nicht mehr nur Klimaaktivisten, Tier- und Natursch\u00fctzer. Eduardo Gordillo, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von \u201eBio-Lutions\u201c, m\u00f6chte Plastik durch biologisch abbaubare Materialien ersetzen. Das Hamburger Start-up verarbeitet die Fasern von Tomatenpflanzen, Bananenst\u00e4mmen, Reisstroh und Zuckerrohrbl\u00e4ttern zu Lebensmittel-Verpackungen und Einweggeschirr. Dabei ist Bio-lutions nicht festgelegt auf bestimmte Fasern, sondern kann verschiedene Pflanzen zur Herstellung nutzen. \u201eWir wollen nicht von bestimmten Sorten abh\u00e4ngig sein, sondern das nutzen, was es in dem jeweiligen Land vor Ort gibt\u201c, erkl\u00e4rt Eduardo.<\/p>\n<p>Sein Unternehmen produziert derzeit in Indien. Im Bundesstaat Bangalore bauten die Hamburger mit Hilfe der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) eine Produktionsanlage auf. \u201eWir mussten zun\u00e4chst viel testen und lernen. Das ist in Indien g\u00fcnstiger als in Deutschland\u201c, erkl\u00e4rt Eduardo. Neben \u00f6konomischen Faktoren spielte ihm auch eine politische Entscheidung in die H\u00e4nde: Wie andere indische Bundesstaaten f\u00fchrte auch Bangalore ein Verbot f\u00fcr Einwegplastik ein. F\u00fcr das Start-up ergab sich ein riesiger Markt, weil ganze Bundesstaaten in Indien pl\u00f6tzlich auf der Suche nach Plastikalternativen waren. \u00dcber Distributoren m\u00f6chte Eduardo seine biologisch abbaubaren Verpackungen und das Geschirr in indische Superm\u00e4rkte, Kioske und die Gastronomie bringen.<\/p>\n<p>Weitere Erl\u00f6sm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Landwirte in Indien<br \/>\nDer Standort Bangalore bringt noch einen Vorteil mit sich: 300.000 ha Agrarland, das in kleinb\u00e4uerlichen Strukturen betrieben wird und auf dem viele Reste anfallen. \u00dcber eine Nichtregierungsorganisation (NGO) arbeitet Bio-Lutions mit den lokalen Landwirten zusammen. Die Bauern bringen ihre Agrarreste zu einem Sammelcenter der NGO. Dort werden die Pflanzen zun\u00e4chst gereinigt, getrocknet, geschreddert und dann verpackt. Pro getrockneter Tonne Fasermaterial erh\u00e4lt der Landwirt einen bestimmten Betrag. Eduardo verr\u00e4t die dahinterstehende Rechnung nicht.<\/p>\n<p>Aber er sagt: \u201eEs ist eine Win-Win-Situation. Die indischen Landwirte k\u00f6nnen \u00fcber den Verkauf ihrer Agrarreste zus\u00e4tzlich Geld einnehmen und wir k\u00f6nnen die Rohstoffe f\u00fcr unser Produkt direkt vor Ort beziehen.\u201c Sobald die Pflanzenreste konserviert in der Produktionsanlage ankommen, werden sie dort zu selbstbindenden Fasern verarbeitet. Dabei werden die Oberfl\u00e4chen der Pflanzenfasern so angeraut, dass sie aneinander haften bleiben, wenn Wasser hinzugegeben wird.<\/p>\n<p>Maschinen formen aus diesem Faserbrei eine Masse und pressen sie mit Bio-W\u00e4rme hei\u00df. \u201eWir nutzen keinerlei weitere Zusatzstoffe au\u00dfer Hitze zum Trocknen. Beim Einweggeschirr, das mit Wasser und \u00d6l von Essen in Verbindung kommt, arbeiten wir mit Additiven zur Versiegelung, die in der Papierindustrie g\u00e4ngig sind\u201c, erkl\u00e4rt Eduardo. Nach der Nutzung k\u00f6nnen die Verpackungen und das Geschirr kompostiert, recycelt oder verbrannt\u00a0werden. \u201eSo wie die Agrarreste entsorgt werden w\u00fcrden, kann man auch die Verpackungen entsorgen. Mit dem Unterschied, dass sie vorher nochmal anstelle von Plastik genutzt wurden\u201c, beschreibt Eduardo den Nachhaltigkeitsgedanken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Welt ohne Plastik! Das w\u00fcnschen sich l\u00e4ngst nicht mehr nur Klimaaktivisten, Tier- und Natursch\u00fctzer. Eduardo Gordillo, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von \u201eBio-Lutions\u201c, m\u00f6chte Plastik durch biologisch abbaubare Materialien ersetzen. Das Hamburger Start-up verarbeitet die Fasern von Tomatenpflanzen, Bananenst\u00e4mmen, Reisstroh und Zuckerrohrbl\u00e4ttern zu Lebensmittel-Verpackungen und Einweggeschirr. 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