{"id":65978,"date":"2019-08-29T07:26:34","date_gmt":"2019-08-29T05:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=65978"},"modified":"2019-08-26T15:53:34","modified_gmt":"2019-08-26T13:53:34","slug":"nachhaltiges-compoundieren-blasfolienhersteller-aus-benin-stellt-mithilfe-von-coperion-auf-bioabbaubare-produkte-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltiges-compoundieren-blasfolienhersteller-aus-benin-stellt-mithilfe-von-coperion-auf-bioabbaubare-produkte-um\/","title":{"rendered":"Nachhaltiges Compoundieren: Blasfolienhersteller aus Benin stellt mithilfe von Coperion auf bioabbaubare Produkte um"},"content":{"rendered":"<p><strong>Coperion hat dem Blasfolienhersteller Asahel Benin Sarl. durch Lieferung einer kompletten Compoundieranlage und Vermittlung von entsprechendem verfahrenstechnischem Know-how erm\u00f6glicht, k\u00fcnftig nachhaltige, biobasierte Kunststofffolien in Benin zu produzieren.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_65979\" aria-describedby=\"caption-attachment-65979\" style=\"width: 546px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65979\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/coperion_benin_835x470px.jpg\" alt=\"coperion_benin_835x470px\" width=\"546\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/coperion_benin_835x470px.jpg 1025w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/coperion_benin_835x470px-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/coperion_benin_835x470px-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/coperion_benin_835x470px-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 546px) 100vw, 546px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-65979\" class=\"wp-caption-text\">v.l.n.r.: Peter von Hoffmann, General Manager Business Unit Engineering Plastics &amp; Special Applications, Levin Batschauer, Sales Manager Special Applications, Markus Fiedler, Senior Process Engineer (alle Coperion) und David Romaric Tinkou von Asahel Benin Sarl. vor der ZSK-Anlage im Technikum von Coperion in Stuttgart.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Anlage umfasst einen Doppelschneckenextruder ZSK 26 Mc18, vier hochgenau arbeitende Dosierer von Coperion K-Tron sowie ein Wasserbad, eine Strangabblasung und eine Stranggranulierung von Coperion Pelletizing Technology. Bis zum Verbot von Plastikt\u00fcten und Plastikverpackungen in Benin im Juli 2018 hatte der Hersteller aus dem westafrikanischen Land seine Kunststofffolien auf Basis von Polyethylen (PE) gefertigt. Die neue Gesetzgebung zwang ihn dazu, seine Produktion komplett umzustellen. Nach einer erfolgreichen Test- und Trainingsphase im Technikum von Coperion in Stuttgart, wird Asahel Benin Sarl. in seiner Heimat nun mithilfe des ZSK-Doppelschneckenextruders Compounds auf Basis bioabbaubarer Materialien produzieren und diese auf seinen Blasfolienanlagen zu bioabbaubaren T\u00fcten und Verpackungen weiterverarbeiten. Seit letztem Jahr untersagt es das Plastikverbot in Benin, Plastikt\u00fcten und -verpackungen aus erd\u00f6lbasierten Rohstoffen zu importieren, zu produzieren, zu verkaufen oder zu besitzen.<\/p>\n<p>Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Asahel Benin Sarl. f\u00fcr die Herstellung seiner Folien, die vorrangig in Haushaltsprodukten und in Einkaufst\u00fcten f\u00fcr Superm\u00e4rkte ihren Einsatz fanden, sowohl neuwertige PE-Granulate als auch Rezyklat verwendet.<\/p>\n<h3>Intensive Tests im Technikum Stuttgart<\/h3>\n<p>Durch die Einf\u00fchrung des Gesetzes musste der Blasfolienhersteller seine Produktion radikal umstellen und wandte sich an die Compoundierexperten von Coperion. Schnell entstanden aus diesem Erstkontakt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie in der Folge eine neue Unternehmensstrategie. Zun\u00e4chst erwarb Asahel Benin Sarl. eine Compoundieranlage im Laborma\u00dfstab, um eine biologisch abbaubare Compoundrezeptur auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln, die f\u00fcr die vorhandenen Blasfolienanlagen verwendet werden kann. Die Testanlage umfasst einen Doppelschneckenextruder ZSK 26 Mc18, vier hochgenau arbeitende Pulver-, Granulat- und Fl\u00fcssigdosierer sowie ein Wasserbad, eine Strangabblasung und eine Stranggranulierung des Typs SP 50. Bevor die komplette Anlage nach Benin geliefert und in Betrieb genommen werden konnte, wurde sie bei Coperion am Standort Stuttgart im Technikum aufgebaut und intensiv getestet.<\/p>\n<h3>Vermittlung von verfahrenstechnischem Know-how<\/h3>\n<p>Asahel Benin Sarl. konnte w\u00e4hrend des gesamten Projekts auf das umfangreiche verfahrenstechnische Know-how von Coperion zur\u00fcckgreifen. Dies bezieht sich sowohl auf die Beherrschung der Komplexit\u00e4t der Gesamtanlage als auch auf das reibungslose Zusammenspiel der Aggregate sowie insbesondere auf die Konfiguration des Doppelschneckenextruders. So stellen beispielsweise Rezepturen mit St\u00e4rkeanteil f\u00fcr die Konfiguration der Doppelschnecken eine besondere Herausforderung dar, da der Aufschmelzbereich im Extrusionsprozess sowohl die bioabbaubaren Polymere aufschmelzen als auch die nicht schmelzbare St\u00e4rke unter Fl\u00fcssigkeitszugabe plastifizieren muss.<\/p>\n<p>Komplettanlage f\u00fcr Asahel Benin Sarl., bestehend aus einem ZSK 26 Mc\u00b9\u2078 Doppelschneckenextruder, vier Dosierern von Coperion K-Tron sowie Wasserbad, Strangabblasung und Stranggranulierung SP 50 von Coperion Pelletizing Technology.<br \/>\nIm Rahmen des Testbetriebs erhielt David Romaric Tinkou, Entwicklungsleiter von Asahel Benin Sarl., dar\u00fcber hinaus eine umfangreiche Schulung zum Betreiben der Compoundieranlage. Zudem wurde damit begonnen, eine Rezeptur f\u00fcr das Biopolymer zu entwickeln.<\/p>\n<h3>Flexibles Set-up<\/h3>\n<p>Die Experten von Coperion haben die Compoundieranlage f\u00fcr Asahel Benin Sarl. sehr flexibel ausgelegt, um ein Maximum an Freiheit bei der Entwicklung der geeigneten Rezeptur zu erm\u00f6glichen. So erlaubt die Anlage die Materialzuf\u00fchrung von vielen verschiedenen Komponenten und die intensive Entgasung der Schmelze. Nach Spritzkopf mit D\u00fcse folgen ein Wasserbad zur Strangk\u00fchlung, die Trocknung der Strangoberfl\u00e4chen mithilfe einer Strangabblasung und eine Stranggranulierung.<\/p>\n<p>David Romaric Tinkou ist mit dem Verlauf des Projekts sehr zufrieden: \u201eEs war schnell klar, dass wir eine neue Gesch\u00e4ftsstrategie ben\u00f6tigen, um unsere Blasfolienanlagen hier in Benin weiter betreiben zu k\u00f6nnen. Ich bin sehr froh, dass ich bei Coperion an erfahrene Experten im Bereich bioabbaubarer Compounds geraten bin. Coperion lieferte nicht nur die erforderliche Technologie, sondern vermittelte mir auch das n\u00f6tige verfahrenstechnische Know-how, sodass wir jetzt selbst bioabbaubare Compounds in Benin herstellen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Peter von Hoffmann, General Manager Business Unit Engineering Plastics &amp; Special Applications bei Coperion, erkl\u00e4rt: \u201eWir freuen uns, dass wir Asahel Benin Sarl. dabei unterst\u00fctzen konnten, die Fertigung umzustellen, um nachhaltiger zu produzieren.<\/p>\n<p>Bioabbaubare Compounds aus nachwachsenden Rohstoffen vereinen hohe produktionstechnische Anforderungen mit Umweltvertr\u00e4glichkeit. Sie stellen insbesondere f\u00fcr Hersteller von kurzlebigen Produkten f\u00fcr Haushalt, Industrie und Landwirtschaft eine langfristig nachhaltige Alternative zu erd\u00f6lbasierten Rohstoffen wie z.B. PE dar. Typische Anwendungsbereiche hierf\u00fcr sind beispielsweise Einwegbestecke, M\u00fcllbeutel und -s\u00e4cke, Lebensmittelverpackungen, Einkaufsbeutel, Trinkhalme und Landwirtschaftsfolien.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Coperion hat dem Blasfolienhersteller Asahel Benin Sarl. durch Lieferung einer kompletten Compoundieranlage und Vermittlung von entsprechendem verfahrenstechnischem Know-how erm\u00f6glicht, k\u00fcnftig nachhaltige, biobasierte Kunststofffolien in Benin zu produzieren. Die Anlage umfasst einen Doppelschneckenextruder ZSK 26 Mc18, vier hochgenau arbeitende Dosierer von Coperion K-Tron sowie ein Wasserbad, eine Strangabblasung und eine Stranggranulierung von Coperion Pelletizing Technology. Bis [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13082,12455,12756,12344],"supplier":[1270],"class_list":["post-65978","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-bioabbaubarkeit","tag-compounds","tag-folien","tag-verpackungen","supplier-coperion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65978\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65978"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=65978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}