{"id":65933,"date":"2019-08-28T07:35:04","date_gmt":"2019-08-28T05:35:04","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=65933"},"modified":"2019-08-23T14:26:29","modified_gmt":"2019-08-23T12:26:29","slug":"linolsaeure-aus-pflanzlichen-oelen-als-neue-quelle-fuer-biobasierte-polymerintermediate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/linolsaeure-aus-pflanzlichen-oelen-als-neue-quelle-fuer-biobasierte-polymerintermediate\/","title":{"rendered":"Linols\u00e4ure aus pflanzlichen \u00d6len als neue Quelle f\u00fcr biobasierte Polymerintermediate"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_65934\" aria-describedby=\"caption-attachment-65934\" style=\"width: 532px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65934 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/fittosize__705_0_28ab44e4657112a6514e14b64a53d4c8_projektteam-linopol-l.jpg\" alt=\"fittosize__705_0_28ab44e4657112a6514e14b64a53d4c8_projektteam-linopol-l\" width=\"532\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/fittosize__705_0_28ab44e4657112a6514e14b64a53d4c8_projektteam-linopol-l.jpg 705w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/fittosize__705_0_28ab44e4657112a6514e14b64a53d4c8_projektteam-linopol-l-300x140.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/08\/fittosize__705_0_28ab44e4657112a6514e14b64a53d4c8_projektteam-linopol-l-600x281.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-65934\" class=\"wp-caption-text\">Das Projektteam von Linopol: Valentin Gala Marti, Anna Coenen, Jan Dr\u00f6nner, Prof. Dr. Ulrich Sch\u00f6rken, Prof. Dr. Matthias Eisenacher (v.l.) (Bild: Michael Bause\/TH K\u00f6ln)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Mit einer j\u00e4hrlichen Produktion von rund 400 Millionen Tonnen z\u00e4hlen Polymere zu einer der bedeutendsten M\u00e4rkte der chemischen Industrie. Noch werden sie zu gro\u00dfen Teilen aus Erd\u00f6l gewonnen. Forscherinnen und Forscher der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln arbeiten daran, diesen Rohstoff durch heimische, pflanzliche \u00d6le wie Sonnenblumen- oder Distel\u00f6l zu ersetzen, um daraus Polymere zu generieren. Das Projekt \u201eLinopol\u201c soll zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie beitragen und wird mit 530.000 Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUnser Fokus liegt auf der Entwicklung von nachhaltigen und umweltschonenden Synthesen, die den zw\u00f6lf Prinzipien der Gr\u00fcnen Chemie entsprechen. Wir wollen statt Erd\u00f6l heimische pflanzliche \u00d6le wie z.B. Distel\u00f6l, nutzen, das zu etwa 70 Prozent Linols\u00e4ure enth\u00e4lt. Die Fetts\u00e4uren wollen wir so modifizieren, dass wir neue bifunktionale Polymerintermediate gewinnen. Aus diesen Zwischenprodukten k\u00f6nnen beispielsweise Hochleistungs-Polyamide und Polyester hergestellt werden. Daneben entstehen bei der Synthese Geruchs- und Aromastoffe, die f\u00fcr Parfums und Aromen verwendet werden k\u00f6nnen \u201c, sagt Projektleiter Prof. Dr. Ulrich Sch\u00f6rken von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln.<\/p>\n<p>Das Ziel ist die Entwicklung eines kombiniert biotechnologisch-chemokatalytischen Verfahrens, das einen neuen Zugang zu den industriell wichtigen Intermediaten liefern soll. Dazu arbeiten eine Doktorandin und zwei Doktoranden gemeinsam an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften in Leverkusen. Anna Coenen und Valentin Gala Marti erforschen in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sch\u00f6rken neue biotechnologische Syntheserouten. Das Projektteam komplettiert Jan Dr\u00f6nner, der sich in der Gruppe von Prof. Dr. Matthias Eisenacher mit der Entwicklung chemokatalytischer Synthesen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt ein gro\u00dfes Interesse in der Industrie sowie bei Verbraucherinnen und Verbrauchern an Produkten auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Biobasierte Intermediate, die petrochemischen Produkten entsprechen oder ihnen zumindest in ihren funktionalen Eigenschaften \u00e4hneln, haben deshalb eine sehr gute Chance auf mittelfristige Implementierung in der chemischen Industrie\u201c, sagt Prof. Dr. Matthias Eisenacher von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften.<\/p>\n<p>Dr. Oliver Thum, Forschungsleiter \u201eFunctional Solutions\u201c der Evonik Performance Materials GmbH und Dr. Henrike Brundiek, Forschungsleiterin der Enzymicals AG, bringen ihre Expertise als Mitglieder eines Industriebeirats in das Projekt ein. Die Firma Evonik z\u00e4hlt zu den weltweit f\u00fchrenden Herstellern von Polyamid-Intermediaten und biobasierten Polyamiden. Enzymicals bietet eine anerkannte Expertise in der Anwendung enzymatischer Prozesse f\u00fcr die Synthese komplexer Chemikalien bis in den industriellen Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p>Das interdisziplin\u00e4re Forschungsprojekt soll die Expertise der TH K\u00f6ln in den Bereichen Biotechnologie und \u201eGreen Chemistry\u201c weiter st\u00e4rken. Mit dem Projekt soll eine langfristig orientierte, interdisziplin\u00e4re Forschung im Bereich nachhaltiger Prozesse an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Angewandte Naturwissenschaften der TH K\u00f6ln am Hochschulstandort Leverkusen etabliert werden. Das Projekt \u201eLinopol\u201c wird mit 530.000 Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer j\u00e4hrlichen Produktion von rund 400 Millionen Tonnen z\u00e4hlen Polymere zu einer der bedeutendsten M\u00e4rkte der chemischen Industrie. Noch werden sie zu gro\u00dfen Teilen aus Erd\u00f6l gewonnen. 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