{"id":6573,"date":"2003-11-24T00:00:00","date_gmt":"2003-11-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031124-13n"},"modified":"2003-11-24T00:00:00","modified_gmt":"2003-11-23T22:00:00","slug":"effat-kritik-an-kommissionsvorschlaegen-zur-zuckermarktordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/effat-kritik-an-kommissionsvorschlaegen-zur-zuckermarktordnung\/","title":{"rendered":"EFFAT: Kritik an Kommissionsvorschl\u00e4gen zur Zuckermarktordnung"},"content":{"rendered":"<p>In einer Sitzung des Sozialen Dialogs in der Zuckerindustrie hat die europ\u00e4ische Arbeitnehmervertretung <a href=\"http:\/\/www.effat.org\/\" >EFFAT<\/a> massive Kritik an der Mitteilung und den Vorschl\u00e4gen der Kommission zur Zuckermarktordnung ge\u00fcbt, weil diese die Existenz fast der gesamten Europ\u00e4ischen Zuckerindustrie gef\u00e4hrden w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Selbst die Kommission geht schon in der von ihr favorisierten Option und nach ihren optimistischen Sch\u00e4tzungen mit einem Verlust von \u00fcber drei Viertel aller Arbeitspl\u00e4tze in der Zuckerindustrie aus. EFFAT wisse, dass ein Wandel notwendig sei, aber dieser d\u00fcrfe nicht dazu f\u00fchren, dass Europa die europ\u00e4ische Zuckerindustrie opfere. Und wenn die Kommission bei den geplanten drastischen Einschnitten nur mit einem Verlust von 4.500 aus 6.500 Arbeitspl\u00e4tzen bei den 300.000 Zuckerr\u00fcbenanbauern in Europa rechnet, zeichne sie ein viel zu rosiges Bild von den zu erwartenden sozialen Folgen der Reform der Marktordnung. Nach den Erfahrungen aus anderen Sektoren ist zudem davon auszugehen, dass auf jeden Arbeitsplatz, der in der verarbeitenden Industrie verloren geht, 5 Arbeitspl\u00e4tze indirekt in anderen Sektoren betroffen sind. <\/p>\n<p>Betroffen sein werden von den Arbeitsplatzverlusten vor allem die l\u00e4ndlichen strukturschwachen Regionen, in denen die Arbeitslosigkeit schon jetzt sehr hoch sei. Betroffen sein werden vor allem auch die  Beitrittsl\u00e4nder Mitteleuropas wie Ungarn, Slowakei und vor allem Polen, das zur Zeit noch fast genauso viele Zuckerfabriken und Besch\u00e4ftigte hat wie der Rest Europas. Diese L\u00e4nder m\u00fcssten sich auch betrogen f\u00fchlen, wenn sie jetzt nicht die Quoten bekommen werden, die man ihnen in den Verhandlungen mit der EU zugesagt hatte. <\/p>\n<p>EFFAT erwartet von der Kommission folgendes: <\/p>\n<p>1) Die Kommission sollte eine Untersuchung in Auftrag geben, die die Folgen der verschiedenen Optionen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Zuckermarktordnung auf die Besch\u00e4ftigung analysiert; <\/p>\n<p>2) Die Kommission muss in den WTO Verhandlungen daf\u00fcr sorgen, dass die europ\u00e4ische Zuckerindustrie eine wirtschaftliche und soziale Zukunft hat; <\/p>\n<p>3) Der bevorstehende Wandel der Marktordnung muss sozialvertr\u00e4glich gestaltet werden. Deshalb muss den Unternehmen ausreichend Zeit f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Personalprobleme gegeben werden. Ausserdem m\u00fcsse die Kommission f\u00fcr die Regionen, in denen Arbeitspl\u00e4tze verloren gingen, ein Konversionsprogramm und einen entsprechenden Fonds vorsehen, der den betroffenen Arbeitnehmern neue besch\u00e4ftigungspolitische Perspektiven bietet. <\/p>\n<p>4) Die Sozialpartner EFFAT und CEFS werden der Ministerratstagung im Dezember eine gemeinsame Stellungnahme vorlegen. <\/p>\n<p>5) Die Sozialpartner erwarten von der Kommission, dass sie fr\u00fchzeitig in alle Diskussionen eingebunden und rechtzeitig konsultiert werden.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tief-greifende-reform-fuer-eu-mittelmeerprodukte-und-zucker\/\" >2003-09-25<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sonnleitner-zur-reform-der-zuckermarktordnung\/\" >2003-09-24<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Sitzung des Sozialen Dialogs in der Zuckerindustrie hat die europ&auml;ische Arbeitnehmervertretung EFFAT massive Kritik an der Mitteilung und den Vorschl&auml;gen der Kommission zur<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-6573","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6573\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6573"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=6573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}