{"id":6566,"date":"2003-11-26T00:00:00","date_gmt":"2003-11-25T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031126-11n"},"modified":"2003-11-26T00:00:00","modified_gmt":"2003-11-25T22:00:00","slug":"biogas-neue-perspektiven-durch-trockenfermentation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biogas-neue-perspektiven-durch-trockenfermentation\/","title":{"rendered":"Biogas: Neue Perspektiven durch Trockenfermentation"},"content":{"rendered":"<p><b>Bei der Trockenverg\u00e4rung von nachwachsenden Rohstoffen ist die Verwendung von G\u00fclle nicht mehr zwingend erforderlich. Hier kommen Substrate wie Mais- und Grassilage, Getreideganzpflanzen, Kartoffeln oder Festmist zum Einsatz. Damit soll das Vorhaben der Agrargenossenschaft &#8220;Bergland&#8221; e. G. k\u00fcnftig auch reinen Ackerbaubetrieben zus\u00e4tzliche Einkommensalternativen durch die Verstromung von Biogas bieten.<\/b> <\/p>\n<p>Das Ziel des Projektes ist die Verg\u00e4rung organischer Feststoffe unter Luftausschluss. Vier einfach aufgebaute Reaktoren und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) machen die gesamte Anlage aus, in der w\u00e4hrend der dreij\u00e4hrigen Versuchsphase zun\u00e4chst rund 3.300 Tonnen Substrate pro Jahr eingesetzt werden. Alle vier Reaktoren laufen zeitlich versetzt, um eine kontinuierliche Biogasgewinnung zu gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n<p>Das Biogas treibt schlie\u00dflich ein Z\u00fcndstrahlaggregat an, das mit einer Leistung von mehr als 100 kWh Strom aus der Versuchsanlage erzeugt und direkt in das \u00f6ffentliche Netz einspeist. Mit der anfallenden W\u00e4rme heizt die Agrargenossenschaft den Sozialtrakt und trocknet Gr\u00fcngut sowie Getreide. <\/p>\n<p>Der Betrieb der Anlage erfolgt in unterschiedlichen Varianten: In zwei Fermentern wird das Energiepflanzen-Substrat mit G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nden der betriebseigenen Nassfermentation berieselt (Perkolation). Die anderen beiden Fermenter arbeiten mit r\u00fcckgef\u00fchrtem Impfmaterial perkolationslos. Damit eignet sich diese Form der Trockenfermentation auch als Zusatzmodul f\u00fcr eine bereits bestehende konventionelle Biogasanlage. <\/p>\n<p>Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben durch das Institut f\u00fcr Agrartechnik Bornim e.V. Die Ergebnisse werden Aufschluss \u00fcber Mischungsverh\u00e4ltnisse von Substraten und G\u00e4rresten, den zeitlichen Verlauf der G\u00e4rung und technische Parameter geben. Es ist zu erwarten, dass die Trockenfermentation damit zu einem verl\u00e4sslichen und wirtschaftlichen Verfahren bei der Biogasgewinnung wird. <\/p>\n<p>Seit der Einf\u00fchrung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat sich die Zahl der Biogasanlagen mehr als verdoppelt. Aufgrund der technischen Entwicklung wird bisher nahezu ausschlie\u00dflich das Nassfermentationsverfahren angewandt. Um das riesige Energiepflanzen-Potenzial mobilisieren zu k\u00f6nnen, werden Alternativen wie die Trockenfermentation k\u00fcnftig jedoch st\u00e4rker an Bedeutung gewinnen. <\/p>\n<p><b>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/b><br \/>V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>Hofplatz 1 <br \/>18276 G\u00fclzow <br \/>Tel.: 03843-69 30-0  <br \/>Fax: 03843-69 30-102 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a> <br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >http:\/\/www.fnr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Bei der Trockenverg&auml;rung von nachwachsenden Rohstoffen ist die Verwendung von G&uuml;lle nicht mehr zwingend erforderlich. 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