{"id":6556,"date":"2003-11-28T00:00:00","date_gmt":"2003-11-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031128-26n"},"modified":"2018-02-16T14:00:23","modified_gmt":"2018-02-16T13:00:23","slug":"bioverbunde-erobern-moderne-leichtbaukonstruktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioverbunde-erobern-moderne-leichtbaukonstruktionen\/","title":{"rendered":"Bioverbunde erobern moderne Leichtbaukonstruktionen"},"content":{"rendered":"<p>Mit Unterst\u00fctzung der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\">Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a> ebnet die <a href=\"http:\/\/www.invent-gmbh.de\/\">Invent GmbH<\/a> Naturfaserverbundwerkstoffen den Weg in neue Anwendungen. Neben einem Kajak und einem Messestand soll auch ein Motorradhelm aus dem Bioverbund entwickelt werden. Ziel ist es, die Kombination aus Naturfasergewebe und Pflanzen\u00f6lmatrix f\u00fcr die Serienproduktion von Masseng\u00fctern reif zu machen.<\/p>\n<p>Naturfaserverbundwerkstoffe haben ein gro\u00dfes Potenzial, darin sind sich die Experten einig. Da die Fasern von Flachs oder Hanf nicht nur sehr stabil, sondern auch leichter als Glasfasern sind, sto\u00dfen sie bei der Industrie auf zunehmendes Interesse. In eine Matrix aus fossilen Rohstoffen eingebettet, haben sich Naturfasern in Verbundwerkstoffen daher in einzelnen Produkten bereits etabliert.<\/p>\n<p>Eine Matrix aus nachwachsenden Rohstoffen ist ebenso m\u00f6glich, aber technisch anspruchsvoller und von daher nur in wenigen Anwendungen realisiert. Da ein derartiger Bioverbund aber nicht nur \u00f6kologische Vorteile bietet, arbeitet die Invent GmbH mit Praxispartnern jetzt an seiner breiteren Nutzung. Ziel ist es, die Materialien so zu konzipieren, dass sie in g\u00e4ngigen Verfahren der Kunststoffindustrie verarbeitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Verbundpartner wollen zeigen, dass Bioverbundwerkstoffe ideale Eigenschaften f\u00fcr die verschiedensten Nutzungen bieten. Zentrale Aufgabe im Rahmen des Projekts ist es, anhand von Prototypen die wissenschaftlichen Voraussetzungen f\u00fcr die breite Nutzung des Materials zu schaffen. W\u00e4hrend am Beispiel eines Kajaks vor allem am Feuchtigkeitsverhalten des Verbundwerkstoffs gearbeitet werden muss, soll ein Messestand die Eignung der Bioverbunde f\u00fcr repr\u00e4sentative Zwecke belegen.<\/p>\n<p>Das dabei gewonnene Know-how wird im Anschluss in die Fertigung eines Motorradhelms flie\u00dfen. Ein Bioverbundbauteil mit einer derart hohen Stabilit\u00e4t stellt eine echte Herausforderung f\u00fcr die Wissenschaftler dar. Der Helm muss dabei allen g\u00e4ngigen Normen entsprechen und den gleichen Schutz bieten wie ein herk\u00f6mmlicher Helm. Da der Bioverbund die Chance bietet, den Helm leichter zu machen und seinen Tragekomfort zu erh\u00f6hen, zeigt die Industrie gro\u00dfes Interesse am neuen Werkstoff. Ziel des Praxispartners <a href=\"http:\/\/www.schuberth.de\/eng\/kontaktengineer.htm\">Schuberth Engineering AG<\/a> ist es, mit dem Motorradhelm aus Bioverbund in Serie zu gehen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht es jedoch darum, die richtige Naturfaser bzw. das passende Naturfaserhalbzeug mit der passenden Naturharzmatrix zu kombinieren. Der Werkstoffoptimierung folgt die Verfahrensanpassung. Beispielsweise m\u00fcssen g\u00e4ngige Hei\u00dfpressverfahren so ver\u00e4ndert werden, dass sich die Materialien in der gew\u00fcnschten Weise verarbeiten lassen. Erst wenn die damit hergestellten Pr\u00fcfk\u00f6rper den gesetzten Anforderungen entsprechen und sich auch in den Belastungstests bew\u00e4hren, geht es um die Form des Helms.<\/p>\n<p>Auch wenn Bioverbunde mit der Nutzung heimischer nachwachsender Rohstoffe f\u00fcr die Produktion oder der \u00f6kologische Entsorgung punkten k\u00f6nnen, f\u00fcr die Industrie und den Konsumenten z\u00e4hlt letztlich der Preis. Mit der Verarbeitung in Serie k\u00f6nnten Bioverbundprodukte so kosteng\u00fcnstig hergestellt werden, dass ein konkurrenzf\u00e4higer Produktpreis m\u00f6glich wird.<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\">Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft<\/a> erhofft sich daher viel vom geplanten Projekt. Lassen sich Messestand, Kajak und Helm aus Bioverbund realisieren wie geplant, sind die Weichen gestellt f\u00fcr eine generell breitere Nutzung von Bioverbunden.<\/p>\n<p><b>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/b><br \/>\nV.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>\nHofplatz 1<br \/>\n18276 G\u00fclzow<br \/>\nTel.: 03843-69 30-0<br \/>\nFax: 03843-69 30-102<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a><br \/>\nInternet: <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\">http:\/\/www.fnr.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-tagungsbericht-konstruktionswerkstoffe-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/\">2003-11-13<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/innovationspreis-fuer-schutzhelme-aus-flachs-und-hanf\/\">2000-11-15<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Unterst&uuml;tzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ebnet die Invent GmbH Naturfaserverbundwerkstoffen den Weg in neue Anwendungen. 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