{"id":6538,"date":"2003-12-05T00:00:00","date_gmt":"2003-12-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031205-19n"},"modified":"2003-12-05T00:00:00","modified_gmt":"2003-12-04T22:00:00","slug":"pfefferminze-ist-arzneipflanze-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pfefferminze-ist-arzneipflanze-2004\/","title":{"rendered":"Pfefferminze ist Arzneipflanze 2004"},"content":{"rendered":"<p>Die Pfefferminze ist die Arzneipflanze des Jahres 2004. Ihre Bl\u00e4tter seien nicht nur Ausgangsmaterial f\u00fcr den Pfefferminztee, sondern auch f\u00fcr eine ganze Reihe von Medikamenten, hie\u00df es am Donnerstag in der Begr\u00fcndung des Studienkreises &#8220;Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde&#8221; an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg. So wirke die Heilpflanze bei innerer Anwendung beispielsweise krampfl\u00f6send und bl\u00e4hungstreibend. <\/p>\n<p>Pfefferminz\u00f6l wird nach Angaben des Gremiums auch zur Behandlung von Bauchschmerzen, Verdauungsst\u00f6rungen oder Bl\u00e4hungen bei einem gereizten Darm eingesetzt. Das \u00d6l ist auch Badezus\u00e4tzen beigemischt und kann zum Einreiben oder Inhalieren verwendet werden. &#8220;Die Pfefferminze und ihre Inhaltsstoffe sind ein Paradebeispiel f\u00fcr ein aus Pflanzen hergestelltes Medikament, das in vielf\u00e4ltiger Weise genutzt werden kann&#8221;, erkl\u00e4rte des Sprecher des Studienkreises, Ralf Windhaber. <\/p>\n<p>Die Pfefferminze (Mentha x piperita) sei vermutlich erst im 17. Jahrhundert als spontane Kreuzung aus der Bachminze und der \u00c4hrenminze entstanden, hie\u00df es. Der Biologe John Ray entdeckte den nat\u00fcrlichen Dreifach-Bastard den Angaben zufolge 1696 in einem englischen Garten und nannte ihn wegen seines scharfen Geschmacks &#8220;Peppermint&#8221;. Aus genetischen Gr\u00fcnden k\u00f6nne die Pfefferminze nicht aus Samen gezogen werden, hie\u00df es. Sie werde vegetativ, vor allem durch ihre Ausl\u00e4ufer und unterirdischen Triebe vermehrt.<\/p>\n<p>Mit dem Titel &#8220;Arzneipflanze des Jahres&#8221; solle auch einmal eine tagt\u00e4glich gebrauchte Heilpflanze geehrt werden, erkl\u00e4rte der W\u00fcrzburger Studienkreis. Im vergangenen Jahr hatte sich das Gremium f\u00fcr die Artischocke entschieden.<\/p>\n<p>Die deutschen Hauptanbaugebiete der scharfen Heilpflanze liegen derzeit in Th\u00fcringen und Bayern. In Th\u00fcringen steht sie in der Liste der meistangebauten Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzen und nach Angaben des Th\u00fcringischen Landwirtschaftsministeriums waren in den Jahren 1995 bis 2000 von 1.500 Hektar Arzneipflanzen-Anbaufl\u00e4che zwischen 169 und 305 Hektar allein mit Pfefferminze belegt.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-artischocke-arzneipflanze-2003\/\" >2003-01-27<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/untersuchungen-zur-hemmwirkung-aetherischer-oele-auf-bakterienstaemme-von-escherichia-coli-bacillus-cereus-und-staphylococcus-aureus\/\" >2002-07-01<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/potenziale-des-arznei-und-gewuerzpflanzenanbaus-in-deutschland\/\" >2002-06-11<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pfefferminze ist die Arzneipflanze des Jahres 2004. 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