{"id":64940,"date":"2019-07-18T06:41:18","date_gmt":"2019-07-18T04:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fbiowissenschaften-chemie%2Fbiobasierte-duenger-sollen-kuenftig-mineralduenger-ersetzen.html"},"modified":"2019-07-14T14:58:35","modified_gmt":"2019-07-14T12:58:35","slug":"projektstart-biobasierte-duenger-sollen-kuenftig-mineralduenger-ersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/projektstart-biobasierte-duenger-sollen-kuenftig-mineralduenger-ersetzen\/","title":{"rendered":"Projektstart: Biobasierte D\u00fcnger sollen k\u00fcnftig Minerald\u00fcnger ersetzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>JKI-Wissenschaftlerinnen untersuchen bio-basierte D\u00fcngemittel auf organische Schadstoffe und koordinieren ein Arbeitspaket in EU-Projekt, das die Stickstoff- und Phosphord\u00fcngung in der Landwirtschaft optimieren will, um Europas Abh\u00e4ngigkeit von Minerald\u00fcngerimporten zu reduzieren.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_64989\" aria-describedby=\"caption-attachment-64989\" style=\"width: 501px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-64989\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/csm_PI2019-23_Bild3_grafik-wp1-jki_c2d9e9da3a.jpg\" alt=\"Koordination des Work-Package 1. (\u00a9 Europroject)\" width=\"501\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/csm_PI2019-23_Bild3_grafik-wp1-jki_c2d9e9da3a.jpg 716w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/csm_PI2019-23_Bild3_grafik-wp1-jki_c2d9e9da3a-300x251.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/csm_PI2019-23_Bild3_grafik-wp1-jki_c2d9e9da3a-600x503.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-64989\" class=\"wp-caption-text\">Koordination des Work-Package 1. (\u00a9 Europroject)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die mineralischen D\u00fcngerreserven insbesondere f\u00fcr Phosphor sind endlich. Rentable Abbaugebiete k\u00f6nnten in einigen Jahrzehnten ersch\u00f6pft sein. Biobasierte D\u00fcngemittel aus G\u00fclle, Mist, Kl\u00e4rschlamm oder G\u00e4rresten gewinnen in der europ\u00e4ischen Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Sie k\u00f6nnen mineralischen D\u00fcnger ersetzen, der nicht nur wegen seiner energieaufwendigen Herstellung klimasch\u00e4dlich ist, sondern \u00fcberwiegend aus dem Ausland importiert werden muss. Eine optimierte Kreislaufwirtschaft von Tier- und Pflanzenproduktion hingegen k\u00f6nnte in Europas l\u00e4ndlichen Regionen Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Hierzu will das k\u00fcrzlich gestartete Projekt LEX4BIO beitragen, das \u00fcber das EU-F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Forschung und Innovation Horizon 2020 finanziert wird.<\/p>\n<p>Die an LEX4BIO beteiligten Partner, darunter das Julius K\u00fchn-Institut (JKI) in Braunschweig, wollen n\u00e4hrstoffreiche, bisher unzureichend genutzte Materialstr\u00f6me identifizieren und ihre N\u00e4hrstoffgehalte ermitteln. Das Projekt soll die Basis schaffen f\u00fcr notwendige Technologien, um sichere bio-basierte D\u00fcnger zu produzieren und schlie\u00dflich auf den Markt zu bringen.<\/p>\n<p>Am JKI untersuchen Forscherinnen organische Schadstoffe in bio-basierten D\u00fcngemitteln. \u201eDazu z\u00e4hlen zum Beispiel R\u00fcckst\u00e4nde von Medikamenten, wobei wir uns auf die Analytik von Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden spezialisiert haben. Wir planen zus\u00e4tzlich \u00f6kotoxikologische Verfahren weiterzuentwickeln, um die m\u00f6glichen Risiken verschiedener D\u00fcngemittel beurteilen zu k\u00f6nnen\u201c, sagt Dr. Elke Bloem vom JKI-Institut f\u00fcr Pflanzenbau und Bodenkunde in Braunschweig. \u201eZu diesem Zweck f\u00fchren wir Versuche durch, indem wir die verschiedenen Produkte in Pflanzgef\u00e4\u00dfen anwenden und ihren Einfluss auf das Pflanzenwachstum und das Bodenleben pr\u00fcfen\u201c.<\/p>\n<p>Neben diesen eigenen Untersuchungen leiten die Wissenschaftlerinnen das Arbeitspaket 1 (WP1) zur Erfassung und Bewertung n\u00e4hrstoffreicher Nebenstr\u00f6me. Denn neben den bekannten Hauptquellen wie G\u00fclle, Kl\u00e4rschlamm oder G\u00e4rresten aus Biogasanlagen sind auch Abf\u00e4lle aus papier- und holzverarbeitenden Betrieben aussichtsreiche Kandidaten f\u00fcr bio-basierte D\u00fcnger. Auch die Harmonisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr den Einsatz dieser D\u00fcnger in der EU ist Teil des Projekts.<\/p>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Das bei einem Kickoff-Meeting am 12.-13. Juni im finnischen H\u00e4meenlinna gestartete Projekt LEX4BIO wird im Rahmen des EU-Programms Horizon 2020 f\u00fcr vier Jahre mit insgesamt sechs Millionen Euro gef\u00f6rdert. Koordiniert wird das Projekt mit seinen 21 Partnern aus 14 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern vom Natural Resources Institute Finland (Luke). Beteiligt sind Forschungseinrichtungen und Universit\u00e4ten sowie kleinere Unternehmen und Industriepartner.<\/p>\n<p>Ziel des Projekts ist die F\u00f6rderung der Kreislaufwirtschaft durch den verst\u00e4rkten Einsatz bio-basierter D\u00fcnger. Unterschiedliche D\u00fcnger werden unter diversen europ\u00e4ischen Anbaubedingungen an verschiedenen Kulturpflanzen getestet und hinsichtlich ihrer Stickstoff- und Phosphord\u00fcngewirkung evaluiert. Empfehlungen zur Phosphord\u00fcngung basierend auf dem Pflanzenbedarf sollen auf europ\u00e4ischer Ebene erarbeitet werden. Um die Vergleichbarkeit pflanzenverf\u00fcgbarer Phosphorgehalte zu garantieren, strebt das Projekt eine EU-weite Harmonisierung der bodenanalytischen Methoden an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>JKI-Wissenschaftlerinnen untersuchen bio-basierte D\u00fcngemittel auf organische Schadstoffe und koordinieren ein Arbeitspaket in EU-Projekt, das die Stickstoff- und Phosphord\u00fcngung in der Landwirtschaft optimieren will, um Europas Abh\u00e4ngigkeit von Minerald\u00fcngerimporten zu reduzieren. Die mineralischen D\u00fcngerreserven insbesondere f\u00fcr Phosphor sind endlich. Rentable Abbaugebiete k\u00f6nnten in einigen Jahrzehnten ersch\u00f6pft sein. Biobasierte D\u00fcngemittel aus G\u00fclle, Mist, Kl\u00e4rschlamm oder G\u00e4rresten gewinnen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[15951,11841],"supplier":[293],"class_list":["post-64940","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-duenger","tag-kreislaufwirtschaft","supplier-julius-kuehn-institut-jki"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64940"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64940\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64940"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=64940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}