{"id":64779,"date":"2019-07-11T07:20:39","date_gmt":"2019-07-11T05:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=64779"},"modified":"2019-07-08T12:18:21","modified_gmt":"2019-07-08T10:18:21","slug":"biooekonomie-strategie-empfehlungen-der-industrie-richtungsweisend-fuer-aktionsplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biooekonomie-strategie-empfehlungen-der-industrie-richtungsweisend-fuer-aktionsplan\/","title":{"rendered":"Bio\u00f6konomie-Strategie: Empfehlungen der Industrie richtungsweisend f\u00fcr Aktionsplan"},"content":{"rendered":"<p>Experten aus Industrieunternehmen und Branchenverb\u00e4nden erarbeiteten gestern gemeinsam mit Vertretern der Bundesministerien f\u00fcr Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und f\u00fcr Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) wichtige Eckpunkte des geplanten Bio\u00f6konomie-Aktionsplans. Die Dialogplattform, an der Repr\u00e4sentanten der Fachverb\u00e4nde der chemischen Industrie, Holzindustrie, Metalltechnischen Industrie, Nahrungsmittelindustrie, Papierindustrie, Bergwerke und Stahl, NE-Metallindustrie, Stein- und keramischen Industrie und Textil- und Bekleidungsindustrie teilnahmen, fand auf Einladung der Bundessparte Industrie und der Abteilung f\u00fcr Energie- und Umweltpolitik der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich statt.<\/p>\n<p>Konkrete Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge und Handlungsempfehlungen wurden insbesondere zu den Themen Bildung und Konsumverhalten, Klimawandel, neue Technologien, Anreize und F\u00f6rderungen, Einsatz von Reststoffen und Nebenprodukten, effiziente Ressourcennutzung und Bioenergie erarbeitet.<\/p>\n<p>Bio\u00f6konomie interdisziplin\u00e4r und international denken<\/p>\n<p>Bio\u00f6konomie spannt eine Br\u00fccke zwischen Technologie, \u00d6kologie, Bildung und Konsumverhalten. Sie soll Antworten auf die Herausforderungen geben, die eine ver\u00e4nderte Rohstoffbasis und neue innovative Produkte f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringen.<\/p>\n<p>Wissensbasierte Bio\u00f6konomie verfolgt einen interdisziplin\u00e4ren Ansatz und umfasst alle industriellen und wirtschaftlichen Sektoren, die biologische Ressourcen produzieren, ver- und bearbeiten und nutzen. Bio\u00f6konomie soll die Innovationskraft und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Wirtschaft st\u00e4rken und dazu beitragen, Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Ressourcenknappheit erfolgreich zu begegnen. Im Exportland \u00d6sterreich ist auch der internationale Kontext ma\u00dfgeblich. Dies betrifft die nachhaltige und effiziente Rohstoffaufbringung, sowie auch Kooperationen im Bereich Innovation und Forschung, die die Betriebe dabei unterst\u00fctzen, Wissen, Technologien und bioinspirierte Verfahren in die konkrete Anwendung zu bringen.<\/p>\n<p>Rohstoffsicherheit als Basis f\u00fcr Zukunftstechnologien<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich wird den Sektoren der Bio\u00f6konomie ein Umsatz von rund 52 Milliarden Euro j\u00e4hrlich mit rund 350.000 Besch\u00e4ftigten zugeordnet. Die Bedeutung der biobasierten Industrie sowie von Branchen und Unternehmen in der \u00dcbergangsphase zur \u201eCarbon-neutral circular economy\u201c w\u00e4chst. Dabei gilt es, das Potenzial biologischer Ressourcen unter kompetitiven Kosten verst\u00e4rkt auch f\u00fcr industrielle Prozesse, Produkte, biobasierte Zukunftsmaterialien und neue Technologien zu nutzen. Eine zentrale Rolle spielen erneuerbare, aber trotzdem begrenzte Rohstoffe, wie Holz und andere biogene land- und forstwirtschaftliche Ressourcen. Im weiteren Sinn geht es auch um die verbesserte Nutzung von Reststoffen, Nebenprodukten und Abf\u00e4llen in innovativen Wiederverwertungs- und Recyclingkreisl\u00e4ufen.<\/p>\n<p>Nachhaltigkeit, Innovation und Klimaschutz<\/p>\n<p>Mit der Beschlussfassung der Nationalen Bio\u00f6konomiestrategie haben sich im M\u00e4rz dieses Jahres die Bundesministerien BMNT, BMVIT und BMBFW darauf verst\u00e4ndigt, ihre Aktivit\u00e4ten in Richtung einer verst\u00e4rkt biobasierten Wirtschaft und Gesellschaft in einer gemeinsamen politischen Strategie zu b\u00fcndeln. Die Strategie ist eng mit der 2018 fertiggestellten Bio\u00f6konomie-FTI-Strategie mit Schwerpunkt Forschung verzahnt. Vor dem Hintergrund der neuen EU-Bio\u00f6konomiestrategie ist es das gemeinsame Ziel, die Erzeugung marktf\u00e4higer Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen zu forcieren und verst\u00e4rkt Nutzungskaskaden und Kreislaufwirtschaftskonzepte im Wirtschaftssystem zu implementieren. Damit sollen ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele geleistet, die Dekarbonisierung des Wirtschaftssystems beschleunigt und neue Wertsch\u00f6pfung und Green Jobs geschaffen werden.<\/p>\n<p>Breite Rohstoffbasis nutzen<\/p>\n<p>In der Umsetzung der Bio\u00f6konomiestrategie ist aus Sicht der Industrie eine m\u00f6glichst breite Rohstoffbasis anzustreben. Marktverzerrende Eingriffe in den freien Wettbewerb und den Grundsatz der Material- bzw. Technologieneutralit\u00e4t sowie Bashing von nicht oder nur zum Teil mit biogenen Ressourcen wirtschaftenden Sektoren sind abzulehnen. Die Unternehmen dieser Branchen arbeiten mit gro\u00dfem Engagement an Technologien und Produkten mit verbesserter Rohstoff- und Energieeffizienz, an der Kreislauff\u00fchrung von Stoffstr\u00f6men und an der Reduktion von Treibhausgasemissionen.<\/p>\n<p>Umsetzung beschleunigen<\/p>\n<p>Die Industrie setzt sich daf\u00fcr ein, dass rasch konkrete Ma\u00dfnahmen identifiziert werden. So muss die Umsetzung von Konzepten und Projekten der biobasierten Industrie, etwa in Form von Bioraffinerien, durch entsprechende Rahmenbedingungen und die F\u00f6rderung von Pilotanlagen und Prototypen beschleunigt werden. Die enge Einbindung und Weiterentwicklung etablierter Wertsch\u00f6pfungsketten ist dabei sicherzustellen. Offene Fragen sind Fl\u00e4chenkonkurrenzen, die Versorgungssicherheit mit biogenen Rohstoffen, das Erkennen und Nutzen von Wachstumsm\u00e4rkten oder die Wertsch\u00f6pfung von Betrieben in der Phase des Strukturwandels. Entscheidend f\u00fcr die gesellschaftliche Akzeptanz der Bio\u00f6konomie wird nicht zuletzt sein, ob es gelingt, \u00fcber technologische Konzepte hinaus auch dem Nachfrageverhalten am Markt gerecht zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Experten aus Industrieunternehmen und Branchenverb\u00e4nden erarbeiteten gestern gemeinsam mit Vertretern der Bundesministerien f\u00fcr Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und f\u00fcr Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) wichtige Eckpunkte des geplanten Bio\u00f6konomie-Aktionsplans. 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