{"id":64591,"date":"2019-07-05T07:26:38","date_gmt":"2019-07-05T05:26:38","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=64591"},"modified":"2019-07-03T14:05:42","modified_gmt":"2019-07-03T12:05:42","slug":"nachhaltige-biooekonomie-mehr-mitbestimmung-und-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachhaltige-biooekonomie-mehr-mitbestimmung-und-kommunikation\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Bio\u00f6konomie: Mehr Mitbestimmung und Kommunikation"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_64594\" aria-describedby=\"caption-attachment-64594\" style=\"width: 285px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2019\/biodisko\/_jcr_content\/contentPar\/pressarticle\/pressArticleParsys\/textblockwithpics\/imageComponent1\/image.img.large.jpg\/1561465405851_biodisko-biobasiertewirtschaft.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64594 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/1561465405851_biodisko-biobasiertewirtschaft-300x177.jpg\" alt=\"1561465405851_biodisko-biobasiertewirtschaft\" width=\"285\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/1561465405851_biodisko-biobasiertewirtschaft-300x177.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/1561465405851_biodisko-biobasiertewirtschaft.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-64594\" class=\"wp-caption-text\">Andere Form des Protokolls: Graphical Recording des ersten \u00bbB\u00fcrger*innenrats\u00ab als Wandplakat. \u00a9 Lara Listens und Jakob Kohlbrenner<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Seit jeher nutzen Menschen die Natur \u2013 etwa um aus Pflanzen Nahrungsmittel, Kleidung und Medizin zu erzeugen oder Energie zu gewinnen. Das Ziel einer nachhaltigen Bio\u00f6konomie ist es, eine biobasierte Wirtschaftsweise zu etablieren, um Herausforderungen wie dem Klimawandel und knapper werdenden Rohstoffen entgegenzuwirken. Das Verbundprojekt \u00bbBioDisKo\u00ab unterst\u00fctzt das Vorhaben durch die aktive Einbindung von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sowie Expertinnen und Experten zur Erprobung von Dialogverfahren.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDer Umbau zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschafts- und Lebensweise ist eng verkn\u00fcpft mit der effizienten Nutzung von nachwachsenden und biobasierten Rohstoffen. Diese Entwicklung innovativ und zukunftsf\u00e4hig zu gestalten, erfordert bei allen Beteiligten die fr\u00fchzeitige Ber\u00fccksichtigung verschiedener Sichtweisen und Erfahrungen. Gerade im Kontext der Bio\u00f6konomie m\u00fcssen bei der Produkt- bzw. Prozessentwicklung bereits in einem fr\u00fchen Stadium s\u00e4mtliche Stakeholder entlang der Wertsch\u00f6pfungskette einbezogen werden, um rechtzeitig kritische Handlungsfelder zu erkennen. Das Verbundvorhaben \u00bbBio\u00f6konomische Nutzungspfade \u2013 Diskurs und Kommunikation\u00ab (BioDisKo) bindet alle Interessensgruppen durch geeignete Partizipations- und Kommunikationselemente aktiv mit ein. \u00bbNeue L\u00f6sungsans\u00e4tze der Biomassenutzung sollen so aufbereitet werden, dass sie in den Innovations- und Transformationsprozess zur F\u00f6rderung der nachhaltigen Bio\u00f6konomie eingebracht werden k\u00f6nnen\u00ab, hei\u00dft es in der Projektbeschreibung.<\/p>\n<h3>Einbindung in Produktentwicklung und Bewertung des Rohstoffanbaus<\/h3>\n<p>Vielversprechende L\u00f6sungen f\u00fcr das Zukunftsfeld der biobasierten Kreislaufwirtschaft sehen die Beteiligten in neuen Ans\u00e4tzen und Ma\u00dfnahmen der dialogorientierten B\u00fcrger- und Stakeholderbeteiligung sowie in der Kommunikation durch Nutzung geeigneter Medien und Formate. Personengruppen mit unterschiedlichen Anspr\u00fcchen und deren Wissen sollen in die Produktentwicklung und Bewertung des Rohstoffanbaus eingebunden werden. Im Rahmen von BioDisKo werden die hierf\u00fcr notwendigen Ma\u00dfnahmen konzipiert, erprobt und bewertet. Hierzu z\u00e4hlt z.B. die vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT entwickelte Stakeholder-Interaktionsanalyse \u00bbSHIA\u00ab zur systematischen Ableitung kritischer Punkte entlang von Prozessketten. Die gesammelten Informationen lassen sich gezielt zur Entwicklung und Durchf\u00fchrung von Verfahren zur partizipativen Technikfolgenabsch\u00e4tzung (pTA) seitens des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) einsetzen. In einem n\u00e4chsten Schritt werden geeignete Kommunikationsmittel und Beteiligungsformate abgeleitet, die verst\u00e4ndliche und sachgerechte Informationen bereitstellen \u2013 mit dem Ziel, einen informierten Dialog in der \u00d6ffentlichkeit zu st\u00e4rken und fundierte politische Entscheidungen vorzubereiten.<\/p>\n<h3>Auswirkungen auf Mensch und Umwelt<\/h3>\n<figure id=\"attachment_64595\" aria-describedby=\"caption-attachment-64595\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/de\/presse-medien\/pressemitteilungen\/2019\/biodisko\/_jcr_content\/contentPar\/pressarticle\/pressArticleParsys\/textblockwithpics\/imageComponent2\/image.img.large.jpg\/1561465405851_teilnehmer-biodisko.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64595 size-medium\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/1561465405851_teilnehmer-biodisko-300x225.jpg\" alt=\"1561465405851_teilnehmer-biodisko\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/1561465405851_teilnehmer-biodisko-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/07\/1561465405851_teilnehmer-biodisko.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-64595\" class=\"wp-caption-text\">KWIBio\u00f6konomie-Experten und B\u00fcrger im Austausch zum Thema \u00bbBiobasierte Wirtschaft in NRW\u00ab. Wie ist eine nachhaltige, regional-biobasierte Wirtschaft m\u00f6glich, und wie sollte diese gestaltet sein? \u00a9 Julia Reinermann<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Projektkonsortium, bestehend aus Fraunhofer UMSICHT, KWI, Forschungszentrum J\u00fclich und IZT &#8211; Institut f\u00fcr Zukunftsstudien und Technologiebewertung, wird in der Projektlaufzeit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Expertinnen und Experten aktiv einbeziehen. Gemeinsam betrachten und analysieren sie f\u00fcr die Erarbeitung einer allgemeing\u00fcltigen, methodischen Herangehensweise \u00f6kologische, biotechnologische, verfahrenstechnische und \u00f6konomische Entwicklungspfade f\u00fcr Biomasseprodukte sowie m\u00f6gliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Exemplarisch werden der Biomassepfad \u00bbMais\u00ab \u2013 mit hoher Bekanntheit und kontrovers diskutiert \u2013 und der neue Biomassepfad \u00bbSida hermaphrodita\u00ab f\u00fcr die Pilotregion Nordrhein-Westfalen an ausgew\u00e4hlten Fallbeispielen betrachtet. Die Ergebnisse flie\u00dfen direkt in die weitere wissenschaftliche Arbeit ein und m\u00fcnden in Empfehlungen, die verantwortungsvolle Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Sinne der \u00bbNationalen Forschungsstrategie Bio\u00d6konomie 2030\u00ab unterst\u00fctzen.<br \/>\nDas Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) f\u00f6rdert das Vorhaben mit ca. 1,5 Millionen Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit jeher nutzen Menschen die Natur \u2013 etwa um aus Pflanzen Nahrungsmittel, Kleidung und Medizin zu erzeugen oder Energie zu gewinnen. 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