{"id":64340,"date":"2019-06-28T07:26:28","date_gmt":"2019-06-28T05:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=64340"},"modified":"2019-06-24T16:17:08","modified_gmt":"2019-06-24T14:17:08","slug":"trends-bei-farb-und-additivbatches-nachhaltige-produkte-nehmen-fahrt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/trends-bei-farb-und-additivbatches-nachhaltige-produkte-nehmen-fahrt-auf\/","title":{"rendered":"Trends bei Farb- und Additivbatches: Nachhaltige Produkte nehmen Fahrt auf"},"content":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind die herausragenden Begriffe in den Trendmitteilungen, die im Rahmen unsere Umfrage zur Aktualisierung der Markt\u00fcbersicht eintrafen. Sowohl knapper werdende Ressourcen als auch das wachsende Bewusstsein f\u00fcr Umweltschutz r\u00fccken Biokunststoffe in den Vordergrund. Auch auf die damit verbundenen Herausforderungen, denen sich die Hersteller von Farb- und Additivbatches gegen\u00fcbersehen, sowie auf sich abzeichnende Probleme bei der Versorgung mit Pigmenten wird eingegangen.<\/p>\n<p>Zu den Stichworten Pigmente und Farbstoffe gehen gleich drei Firmen auf Probleme ein, die die Branche zurzeit besch\u00e4ftigen. So teilt Deifel, Schweinfurt, mit, dass die letzten zwei Jahre gezeigt haben, dass eine zuverl\u00e4ssige Versorgung von Pigmenten aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht immer gew\u00e4hrleistet sei. Zu diesen Gr\u00fcnden geh\u00f6rt sicherlich, wie Granula, Merenschwand, Schweiz, schreibt, dass es in Zukunft wohl eine Konzentration der Pigmentanbieter geben wird, nachdem die europ\u00e4ischen Leader beide die Gesch\u00e4fte verkaufen wollen. \u201eWie der europ\u00e4ische Markt dann mit eigenen Produkten versorgt werden soll, wird fraglich\u201c, merkt Granula an .<\/p>\n<p>Unsicherheit bei Pigmentversorgung<br \/>\nDazu teilt Treffert, Bingen, mit, dass die Verf\u00fcgbarkeit der Rohstoffe extrem schwierig einsch\u00e4tzbar sei, da von sofort lieferf\u00e4hig bis vielleicht in einem halben Jahr lieferbar auszugehen sei und dies mit den entsprechenden Preisanstiegen verbunden sei. Treffert zufolge sind jederzeit \u00c4nderungen im Produktportfolio der Pigmenthersteller m\u00f6glich, wie insbesondere Abk\u00fcndigungen und regulatorische \u00c4nderungen. Daher w\u00fcrden, wie Deifel ausf\u00fchrt, h\u00f6here Lagerbest\u00e4nde aufgebaut werden, um den Kunden eine Versorgungssicherheit zu garantieren. Auf der anderen Seite aber m\u00fcssten die Hersteller der Farbbatches und Farbstoffe durch die h\u00e4ufig aktualisierten gesetzlichen Regelungen auch bei der Beschaffung und Bevorratung der Pigmentrohstoffe sehr vorsichtig sein, da sie diese sonst im schlimmsten Fall nicht mehr einsetzen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Biokunststoffe erfordern Anpassung<br \/>\nMit dem Hinweis, dass Pigmente weniger beliebt sind, da Rezyklierbarkeit wichtiger geworden ist, geht Lehmann &amp; Voss, Hamburg, auf das Thema Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ein, das auch <a href=\"https:\/\/www.clariant.com\/de\/Investors\/Clariant-Key-Facts\/Our-Businesses\/Plastics-and-Coatings\" target=\"_blank\">Clariant Plastics &amp; Coating<\/a>, Lahnstein, anspricht. Gem\u00e4\u00df Treffert werden Farbmittel und Additive aus nachwachsenden Rohstoffen im Zuge der Umweltthematik st\u00e4rker nachgefragt. Nahezu gleichlautend teilen dazu Karl Finke, Wuppertal, und Granula Deutschland, Rudolstadt, mit, dass vor dem Hintergrund knapper werdender Erd\u00f6lressourcen und dem stark wachsenden Bewusstsein f\u00fcr Umweltschutz und Nachhaltigkeit die Marktbedeutung von Biokunststoffen schnell zunimmt. Eine Reihe von Materialien, die ganz oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und\/oder biologisch abbaubar sind, hat sich inzwischen am Markt etabliert.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren, wie Karl Finke weiter ausf\u00fchrt, beispielsweise Polylactid (PLA), Polybutylensuccinat (PBS), Compounds aus Holz und Kunststoff (WPC), thermoplastische St\u00e4rkepolymerblends (TPS), Bio-PE, Bio-PP und Bio-PET. Um aus diesen und anderen Biokunststoffen Produkte herzustellen, so Karl Finke weiter, die sich mit erd\u00f6lbasierten Materialien sowohl wirtschaftlich als auch in ihren Eigenschaften messen k\u00f6nnen, sei gro\u00dfes Know-how n\u00f6tig. Bei der Formulierung von Farbmasterbatches und F\u00e4rbemitteln m\u00fcssten einerseits die besonderen Eigenschaften und das Verhalten der Biokunststoffe bei der Verarbeitung ber\u00fccksichtigt werden. Andererseits erg\u00e4ben sich spezielle Anforderungen an die Rezeptur.<\/p>\n<p>Darauf geht auch Granula Deutschland ein mit dem Hinweis, dass Biokunststoffe ebenso wie konventionelle Kunststoffe leicht einf\u00e4rb- und modifizierbar sein sollen. Farbmasterbatches verbesserten das optische Erscheinungsbild des Endprodukts, ohne\u00a0 die teils kritischen Rohstoffeigenschaften weiter zu vermindern. F\u00fcr diese Materialien angebotene Masterbatches erf\u00fcllen die h\u00f6chsten Anforderungen bez\u00fcglich biologischer Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit nach EN13432 Norm und erm\u00f6glichen den Endkunden, ihre Produkte schnell nach DIN CERTCO oder OK Compost zertifiziert zu bekommen. Dies w\u00e4re bereits mehrmals bei unterschiedlichen spritzgegossenen biologisch abbaubaren farbigen Kaffeekapseln realisiert worden.<\/p>\n<p>Auch Granula (Schweiz) berichtet, dass nach Jahren und vielen Projekten im Biopolymer-Bereich nun endlich Kundenprojekte am Start sind, die vom Markt direkt nachgefragt werden. Gem\u00e4\u00df Deifel ist es wichtig, sich \u201eder Diskussion bez\u00fcglich der Verschmutzung der Umwelt durch die Kunststoffe zu stellen und gemeinsam mit den Kunden zu versuchen, nachhaltige und umweltvertr\u00e4gliche Produkte auf den Markt zu bringen. Abbaubare Polymere seien hierbei ein wichtiger Schritt, nur seien die Kosten dieser Polymere aktuell noch zu hoch und dadurch f\u00fcr viele Produkte noch nicht marktf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Additive auf dem Weg zur Nachhaltigkeit<br \/>\nZu Additivbatches berichtet Granula, dass erste nachhaltig produzierte Additive am Markt seien, die aber aus Kostengr\u00fcnden nur schwer aufgenommen w\u00fcrden.\u201c Lehmann &amp; Voss, berichtet von im Trend liegenden Additiven, die die Produktivit\u00e4t erh\u00f6hen, zum Beispiel bei PPA. Hexpol TPE, Lichtenfels, stellt fest, dass verst\u00e4rkt Kombi-Batches mit verschiedenen Additiven nachgefragt werden.<\/p>\n<p>Auf Recycling zugeschnittene Produkte<br \/>\nFBW, Niederzier, verweist auf spezielle Farben beziehungsweise Batches in Bezug auf das Recycling von Kunststoffen, um so durch entsprechende Detektierbarkeit des Kunststoffes nach Nutzung diese f\u00fcr den Rohstoffkreislauf \u00a0trennen zu k\u00f6nnen. \u201eDies gilt besonders f\u00fcr Lebensmittelverpackungen im Single Use, um auch hier ein Kreislauf- \u00a0beziehungsweise Recyclingsystem aufzubauen\u201c, schreibt Niedezier weiter. Dass das Thema Circular Economy und Recycling immer st\u00e4rker diskutiert wird, stellt auch Treffert fest und berichtet, dass dieses Thema auch in die Entwicklung der Produkte mit einflie\u00dft.<\/p>\n<p>Spezifische Tr\u00e4germaterialien zunehmend gefragt<br \/>\nZu Tr\u00e4germaterialien berichtet Lehmann &amp; Voss, dass PE und PP nach wie vor die wichtigsten sind. Gleichwohl gibt es, gem\u00e4\u00df Hexpol TPE, Lichtenfels, einen anhaltenden Trend zu spezialisierten L\u00f6sungen, was zur Folge hat, dass das Tr\u00e4germaterial des Batches immer genauer auf das einzuf\u00e4rbende Material abgestimmt werden muss, Dazu liefert Lifocolor, Lichtenfels, ein Beispiel mit speziellen Masterbatches f\u00fcr das Einf\u00e4rben von PPS. Dieser teilkristalline Kunststoff h\u00e4lt Dauerbelastungen bis 240\u00b0C und kurzzeitig bis ca. 270\u00b0C stand. Die f\u00fcr die Verarbeitungstemperatur von ca. 300\u00b0C erforderliche Hitzebest\u00e4ndigkeit der Farbbatches ist sowohl f\u00fcr das Spritzguss- als auch f\u00fcr das Extrusionsverfahren gegeben. Die Farbbatches stehen auch in Kleinmengen zur Verf\u00fcgung, was dem von Ultrapolymers, Augsburg, festgestellten Wunsch der Kunden nach \u201eschneller Belieferung auch von kleineren Gebinden\u201c entspricht.<\/p>\n<p>Auch Deifel spricht die hohen Verarbeitungstemperaturen weit \u00fcber 300 \u00b0C an, die durch die Weiterentwicklung der technischen Kunststoffe erforderlich werden. Diese erlauben vermehrt die Substitution von Metallteilen durch Kunststoffteile. Um diesen erforderlichen Temperaturen Stand zu halten, \u201esind neue Pigmente gefragt\u201c, schreibt Deifel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind die herausragenden Begriffe in den Trendmitteilungen, die im Rahmen unsere Umfrage zur Aktualisierung der Markt\u00fcbersicht eintrafen. Sowohl knapper werdende Ressourcen als auch das wachsende Bewusstsein f\u00fcr Umweltschutz r\u00fccken Biokunststoffe in den Vordergrund. 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