{"id":6420,"date":"2003-11-04T00:00:00","date_gmt":"2003-11-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20031104-04n"},"modified":"2003-11-04T00:00:00","modified_gmt":"2003-11-03T22:00:00","slug":"erneuerbare-energie-waechst-auf-dem-feld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erneuerbare-energie-waechst-auf-dem-feld\/","title":{"rendered":"Erneuerbare Energie w\u00e4chst auf dem Feld"},"content":{"rendered":"<p>G\u00fclzow (dpa) Strom und Treibstoff sollen k\u00fcnftig verst\u00e4rkt vom Feld kommen. Das schont die Umwelt und schafft alternative Anbaum\u00f6glichkeiten f\u00fcr Landwirte. Biomasse anstelle von Erd\u00f6l und Kohle zur Energieproduktion einzusetzen, ist Ziel der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe<\/a> in G\u00fclzow bei G\u00fcstrow. Sie wurde vor zehn Jahren vom Bund im l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Mecklenburg aus der Taufe gehoben. Inzwischen gedeihen auf fast jedem zehnten Hektar der deutschen Ackerfl\u00e4che nachwachsende Rohstoffe, sagte Bundesagrarministerin Renate K\u00fcnast (Gr\u00fcne) zum Jubil\u00e4um. <\/p>\n<p>Bisher f\u00f6rderte G\u00fclzow aus Bundesmitteln mehr als 1.100 Forschungsprojekte sowie gut 1.000 praktische Anwendungen von Biomasse wie Raps, Hanf, Flachs und Chinagras, Kartoffeln und Zuckerr\u00fcben. Daf\u00fcr wurden seit 1993 mehr als 241 Millionen Euro ausgegeben, bilanziert Andreas Sch\u00fctte, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Fachagentur. 2003 stehen \u00fcber 43 Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln bereit. Seit drei Jahren wird die Markteinf\u00fchrung der Bio-Energien und -Materialien forciert. Dazu geh\u00f6rt der Einsatz von Schmier- und Treibstoffen aus Pflanzen\u00f6l. <\/p>\n<p>Raps\u00f6l im Tank ist f\u00fcr Agraringenieur Sch\u00fctte nichts Besonderes mehr. &#8220;Beim Bio-Kraftstoff ist Deutschland f\u00fchrend im internationalen Vergleich&#8221;, sagt er. Biodiesel wird bundesweit an rund 1.600 Tankstellen gezapft und macht 2003 mit etwa 600.000 Tonnen bereits ein Prozent des gesamten Kraftstoffverbrauchs in Deutschland aus. Mit der heute vorhandenen Produktionskapazit\u00e4t k\u00f6nnten zwei Prozent abgedeckt werden, wie von der EU ab 2005 empfohlen. Ab 2010 sollen nach einer europ\u00e4ischen Richtlinie knapp sechs Prozent des Kraftstoffs aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Sch\u00fctte: &#8220;Das ist allein mit Biodiesel nicht zu schaffen.&#8221; <\/p>\n<p>So erlebt Biogas derzeit einen Boom. Bundesweit laufen rund 2.000 Produktionsanlagen, darunter in Anklam (Ostvorpommern), Schleswig (Schleswig-Holstein), Freiberg (Sachsen) und Schwandorf (Bayern). Spannend sei, dass Biogas aus nahezu allen Arten von Biomasse gewonnen werden k\u00f6nne und Raps als &#8220;Monokultur&#8221; nicht zwingend n\u00f6tig sei. Organische Abf\u00e4lle, Mist und G\u00fclle sowie schnell wachsende Pflanzen wie Mais, Chinaschilf oder Pappeln liefern methanhaltiges Gas. Dieses kann als Treibstoff verwendet werden. Strom aus Biogas wird bereits in Blockheizkraftwerken oder in Brennstoffzellen produziert. <\/p>\n<p>Bio-\u00d6l gewinnt indes nicht nur als Kraft-, sondern auch als Schmierstoff seit rund f\u00fcnf Jahren an Bedeutung. Heute kommt Raps- oder Sonnenblumen\u00f6l anstelle von Mineral\u00f6l in Getriebe, Motoren und Hydraulikanlagen. \u00dcber 200 Bioprodukte seien auf dem Markt, sagt Sch\u00fctte. Sie w\u00e4ren zwar teurer, k\u00f6nnten aber zwei bis drei Mal so lange verwendet werden wie herk\u00f6mmliches Fett. J\u00e4hrlich werden rund 1,2 Millionen Tonnen Schmierstoffe in Deutschland eingesetzt, knapp die H\u00e4lfte gelangt durch Verdunstung oder Verbrennung in die Umwelt. Erst vier bis sechs Prozent des Bedarfs wird mit Bio-\u00d6l gedeckt, zehn bis 20 Prozent sollen es in einigen Jahren sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G&uuml;lzow (dpa) Strom und Treibstoff sollen k&uuml;nftig verst&auml;rkt vom Feld kommen. Das schont die Umwelt und schafft alternative Anbaum&ouml;glichkeiten f&uuml;r Landwirte. 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