{"id":64178,"date":"2019-06-21T07:35:00","date_gmt":"2019-06-21T05:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=64178"},"modified":"2021-09-09T21:28:34","modified_gmt":"2021-09-09T19:28:34","slug":"bahnbrechender-fortschritt-in-solarer-kraftstofftechnologie-solaranlage-sun-to-liquid-produziert-erstmals-solares-kerosin-aus-sonnenlicht-wasser-und-co2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bahnbrechender-fortschritt-in-solarer-kraftstofftechnologie-solaranlage-sun-to-liquid-produziert-erstmals-solares-kerosin-aus-sonnenlicht-wasser-und-co2\/","title":{"rendered":"Bahnbrechender Fortschritt in solarer Kraftstofftechnologie: Solaranlage SUN-to-LIQUID produziert erstmals solares Kerosin aus Sonnenlicht, Wasser und CO<sub>2<\/sub>"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_64181\" aria-describedby=\"caption-attachment-64181\" style=\"width: 543px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64181\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/SUN-to-LIQUID-research-facility_Photo-Christophe-RamageARTTIC-2019-1024x576.jpg\" alt=\"SUN-to-LIQUID-research-facility_Photo-Christophe-RamageARTTIC-2019\" width=\"543\" height=\"306\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/06\/SUN-to-LIQUID-research-facility_Photo-Christophe-RamageARTTIC-2019-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/06\/SUN-to-LIQUID-research-facility_Photo-Christophe-RamageARTTIC-2019-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/06\/SUN-to-LIQUID-research-facility_Photo-Christophe-RamageARTTIC-2019-600x338.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2019\/06\/SUN-to-LIQUID-research-facility_Photo-Christophe-RamageARTTIC-2019.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 543px) 100vw, 543px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-64181\" class=\"wp-caption-text\">Solaranlage SUN-to-LIQUID zur Herstellung von Kerosin<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Umstellung von fossilen auf erneuerbaren Kraftstoff ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft. Das <a href=\"https:\/\/www.sun-to-liquid.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Projekt SUN-to-LIQUID<\/a> nimmt sie an, indem es die Produktion von erneuerbarem Kerosin aus Wasser und CO<sub>2<\/sub> durch konzentriertes Sonnenlicht erm\u00f6glicht: Innerhalb des von der Europ\u00e4ischen Union und der Schweiz gef\u00f6rderten Projekts gelang erstmals die Herstellung von solarem Kerosin.<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Die SUN-to-LIQUID-Reaktortechnologie und die integrierte chemische Anlage wurden unter den typischen Bedingungen f\u00fcr eine industrielle Kraftstoffproduktion validiert&#8221;, sagte Prof. Aldo Steinfeld von der ETH Z\u00fcrich, der die Entwicklung des solarthermochemischen Reaktors leitet. &#8220;Die Demonstration dieser Technologie k\u00f6nnte gro\u00dfe Auswirkung auf den Transportsektor haben, speziell f\u00fcr die Luftfahrt und die Schifffahrt, die auf langen Strecken weiterhin auf fl\u00fcssige Kraftstoffe angewiesen bleiben&#8221;, erg\u00e4nzte Projektkoordinator Dr. Andreas Sizmann von Bauhaus Luftfahrt. &#8220;Wir sind dem Ziel, von einem Energie-Einkommen nachhaltig zu leben, anstatt unser fossiles Energie-Erbe zu verbrennen, einen Schritt n\u00e4hergekommen. Das ist ein notwendiger Schritt, um unsere Umwelt zu sch\u00fctzen.&#8221;<\/p>\n<h3>Vom Labor ins Sonnenlicht<\/h3>\n<p>Im Vorg\u00e4nger-Projekt SOLAR-JET entwickelten die Forscher die Technologie und produzierten erstmals solares Kerosin unter Laborbedingungen. SUN-to-LIQUID brachte diese Technologie auf die n\u00e4chste Entwicklungsstufe und testete sie unter realen Bedingungen an einem Solarturm. Daf\u00fcr wurde auf dem Gel\u00e4nde des IMDEA Energy Instituts in M\u00f3stoles, Spanien, eigens f\u00fcr das Projekt eine einzigartige Solaranlage errichtet. &#8220;Ein der Sonne folgendes Heliostatenfeld konzentriert das Sonnenlicht um den Faktor 2500, das entspricht der dreifachen Konzentration im Vergleich zu Solaranlagen, die derzeit zur Energiegewinnung eingesetzt werden&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Manuel Romero von IMDEA Energy. Die sehr hohe solare Strahlungsintensit\u00e4t, die durch Flussdichte-Messungen des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) best\u00e4tigt wurde, erm\u00f6glicht es, in einem solaren Reaktor Temperaturen von \u00fcber 1500 Grad Celsius zu erreichen.<\/p>\n<p>Der vom Projektpartner ETH Z\u00fcrich entwickelte Reaktor produziert aus Wasser und CO<sub>2<\/sub> durch eine thermochemische Redoxreaktion ein sogenanntes Synthesegas\u00a0&#8211; eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Eine spezielle Fischer-Tropsch-Anlage, die vom Projektpartner HyGear entwickelt wurde, wandelt dieses Synthesegas vor Ort in Kerosin um.<\/p>\n<p>Das DLR verf\u00fcgt \u00fcber langj\u00e4hrige Erfahrungen in der Entwicklung solar-thermochemischer Prozesse und ihrer Komponenten. Im Projekt SUN-to-LIQUID war das DLR verantwortlich f\u00fcr die Vermessung des Solarfelds und der konzentrierten Solarstrahlung, f\u00fcr die Entwicklung von Konzepten zur optimierten W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung und &#8211; wie bereits im Vorg\u00e4ngerprojekt Solar-Jet &#8211; f\u00fcr die Simulation von Reaktor und Gesamtanlage am Computer. Wissenschaftler der DLR-Institute f\u00fcr Solarforschung und f\u00fcr Verbrennungstechnik nutzten virtuelle Modelle um die solare Herstellung von Kerosin aus dem Labor auf den Megawatt-Ma\u00dfstab hoch zu skalieren und um Design und Betrieb der Anlage zu optimieren. F\u00fcr Sun-to-Liquid entwickelten Solarforscher des DLR ein Flussdichte-Messsystem, das es erm\u00f6glicht, die Intensit\u00e4t der hochkonzentrierten Sonnenstrahlung direkt vor dem Reaktor bei minimaler Unterbrechung des Betriebs zu vermessen. Diese Daten sind erforderlich, um die Anlage sicher zu betreiben und den Wirkungsgrad des Reaktors bestimmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Unbegrenzte Versorgung mit nachhaltigen Kraftstoffen<\/h3>\n<p>Im Vergleich zu fossilem Kraftstoff reduziert SUN-to-LIQUID die CO2-Emissionen um mehr als 90 Prozent. Da sich die solare Kraftstoffproduktion am besten f\u00fcr W\u00fcstenstandorte eignet, besteht keine Konkurrenz um landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che. Den Rohstoff CO<sub>2<\/sub> soll die Anlage langfristig aus der Atmosph\u00e4re gewinnen. Die zuk\u00fcnftige globale Kerosinnachfrage kann somit durch regenerative solare Kraftstoffe gedeckt werden, die mit der bestehenden Kraftstoffinfrastruktur kompatibel sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber das Projekt<\/h3>\n<p>SUN-to-LIQUID ist ein Vier-Jahres-Projekt, das im Rahmen von Horizont 2020 &#8211; des F\u00f6rderprogramms f\u00fcr Forschung und Innovation der Europ\u00e4ischen Kommission &#8211; sowie durch das Schweizer Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gef\u00f6rdert wird. Projektstart war im Januar 2016, im Dezember 2019 wird das Projekt enden. SUN-to-LIQUID vereint f\u00fchrende europ\u00e4ische Forschungsinstitutionen und Firmen im Bereich thermochemische Solarforschung: ETH Z\u00fcrich, IMDEA Energy, DLR, Abengoa Energ\u00eda und HyGear Technology &amp; Services B.V. Der Koordinator Bauhaus Luftfahrt e.V. ist verantwortlich f\u00fcr die Technologie- und Systemanalyse. ARTTIC unterst\u00fctzt das Forschungskonsortium mit Projektmanagement und Kommunikation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Elke Reuschenbach<br \/>\nDeutsches Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR)<br \/>\nInstitut f\u00fcr Solarforschung<br \/>\nTel.: +49 2203 601-4153<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umstellung von fossilen auf erneuerbaren Kraftstoff ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft. Das Projekt SUN-to-LIQUID nimmt sie an, indem es die Produktion von erneuerbarem Kerosin aus Wasser und CO2 durch konzentriertes Sonnenlicht erm\u00f6glicht: Innerhalb des von der Europ\u00e4ischen Union und der Schweiz gef\u00f6rderten Projekts gelang erstmals die Herstellung von solarem Kerosin. &#8220;Die SUN-to-LIQUID-Reaktortechnologie [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[10744,14755,12367,10743],"supplier":[15885,6972,3261,1226,277,2317,5585,6499,15884],"class_list":["post-64178","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-carboncapture","tag-kerosin","tag-treibstoffe","tag-useco2","supplier-abengoa-energia","supplier-arttic","supplier-bauhaus-luftfahrt-ev","supplier-deutsches-zentrum-fuer-luft-und-raumfahrt-e-v-dlr","supplier-eidgenoessische-technische-hochschule-zuerich-eth-zuerich","supplier-european-commission","supplier-european-union","supplier-hygear","supplier-imdea-energy"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64178"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64178\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64178"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=64178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}