{"id":6387,"date":"2003-08-27T00:00:00","date_gmt":"2003-08-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20030827-02n"},"modified":"2003-08-27T00:00:00","modified_gmt":"2003-08-26T22:00:00","slug":"rapsanbau-oekonomisch-und-pflanzenbaulich-interessant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rapsanbau-oekonomisch-und-pflanzenbaulich-interessant\/","title":{"rendered":"Rapsanbau \u00f6konomisch und pflanzenbaulich interessant"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Rapsanbau sind auch f\u00fcr das kommende Anbaujahr g\u00fcnstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu erwarten. Die vorl\u00e4ufig letzten Erzeugerpreis-Rapsnotierungen von alterntiger Ware der Landwirtschaftskammer Weser-Ems vom 23. Juni 2003 lagen bei 25 bis 25,30 Euro\/dt. Betrachtet man dazu im Vergleich die Warenterminb\u00f6rsenkontrakte Paris f\u00fcr das kommende Jahr, die sich von ca. 24 Euro (August 2003) bis 25,50 Euro (Juni 2004) bewegen, so besteht f\u00fcr den Anbauer die M\u00f6glichkeit, den kommenden Anbau etwa auf dem diesj\u00e4hrigen Preisniveau abzusichern. <\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den Anbau von Non-Food-Raps, der Preis f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Ernte liegt bei ca. 22 Euro\/dt, sind die Vorzeichen durchaus g\u00fcnstig. Mittlerweile ist die Biodieselkapazit\u00e4t recht hoch, so dass bereits jetzt teilweise Mengen aus dem Food-Bereich f\u00fcr diesen Zweck ben\u00f6tigt werden. Dies spricht f\u00fcr Preisstabilit\u00e4t auch in dieser Verwertungsrichtung. Zu beachten ist, dass in diesem Bereich das Blair-House-Abkommen mit einem Sojaschrotaquivalent von 1,0 Mio. Tonnen, was einer Anbaufl\u00e4che f\u00fcr \u00d6lsaaten von etwa 1 Mio. Hektar entspricht, von Relevanz ist. Da diese Grenze in der EU weitgehend ausgesch\u00f6pft ist, ist eine weitere Ausdehnung des Rapsanbaues im Non-Food-Bereich nicht anzuraten. <\/p>\n<p>Weiterhin ist zu beachten, dass die notwendigen Anbauvertr\u00e4ge f\u00fcr die Produktion von Non-Food-Raps auf den Stilllegungsfl\u00e4chen bis zum 31.01.2004 bei der Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung in Frankfurt\/Main vorzulegen sind. <\/p>\n<p>F\u00fcr alle Verwertungsrichtungen ob Food-Raps, Non-Food-Raps oder Eruca-Raps gilt, dass insbesondere im Zusammenhang mit Sch\u00e4den durch Vogel- und Haarwildfra\u00df, ein Mindestanbauumfang von 20 ha in der Gemarkung angestrebt werden sollte. <\/p>\n<p>Auch pflanzenbaulich ist nicht nur eine Beibehaltung, sondern eine Erh\u00f6hung des Rapsanteils in der Fruchtfolge, insbesondere in sehr getreidebetonten Regionen, zur Auflockerung sehr w\u00fcnschenswert. Gerade dort mehren sich in der j\u00fcngeren Vergangenheit die Probleme bez\u00fcglich Verunkrautung mit typischen Winterungsungr\u00e4sern, wie Ackerfuchsschwanz, Windhalm usw. sowie pilzlichen Fu\u00dfkrankheitserregern, wie Halmbruch und Schwarzbeinigkeit. <\/p>\n<p>Der bisherige Anbauumfang von \u00d6lfr\u00fcchten im Weser-Ems-Gebiet, der im Jahr 2003 nach den vorl\u00e4ufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung immerhin 17.836 Hektar (Vorjahr: 16.646 ha) erreichte, l\u00e4sst pflanzenbaulich noch deutliche Ausdehnungen zu. <\/p>\n<p>Der Grundstein f\u00fcr einen erfolgreichen Rapsanbau wird bei der Sortenwahl gelegt, wobei die Rapshybriden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Innerhalb dieser Gruppe sind alleine die restaurierten Hybriden von Bedeutung. Der Anbau von Verbundhybriden konnte sich, wie bereits vor Jahren vorausgesagt, nicht durchsetzen. Keinesfalls sollten aber die konventionellen Sortentypen aus dem Blickfeld gedr\u00e4ngt werden. <\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b> Willi Thiel, Telefon: 0441-801-411. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F&uuml;r den Rapsanbau sind auch f&uuml;r das kommende Anbaujahr g&uuml;nstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu erwarten. 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