{"id":63489,"date":"2019-05-24T07:26:37","date_gmt":"2019-05-24T05:26:37","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=63489"},"modified":"2021-09-09T21:29:12","modified_gmt":"2021-09-09T19:29:12","slug":"klimafreundliche-energiequellen-eu-foerdert-synthetische-brennstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/klimafreundliche-energiequellen-eu-foerdert-synthetische-brennstoffe\/","title":{"rendered":"Klimafreundliche Energiequellen: EU f\u00f6rdert synthetische Brennstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Forschungsinitiative \u201eSunrise\u201c will klimafreundlichere Kraftstoffe entwickeln. Im Rahmen der europ\u00e4ischen Exzellenzf\u00f6rderung \u201eHorizon 2020\u201c erhielt die Initiative als eines von sechs Projekten den Zuschlag \u00fcber eine Million Euro. Nach einem Jahr Laufzeit wird entschieden, ob weiter gef\u00f6rdert wird. Sollte das Projekt \u00fcberzeugen, w\u00fcrde es mit bis zu einer Milliarde Euro bezuschusst.<\/p>\n<p>\u201eSunrise\u201c ist eine Kooperation mehrerer Universit\u00e4ten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen \u2013 aus Deutschland sind unter anderem Siemens und die Fraunhofer Gesellschaft involviert. Ziel ist, aus Bestandteilen der Luft durch Sonnenenergie synthetische Brennstoffe und industriell verwertbare Chemikalien herzustellen; das Verfahren ist dabei angelehnt an den nat\u00fcrlichen Prozess der Fotosynthese.<\/p>\n<p>Dass sich die Methode dabei ausschlie\u00dflich erneuerbarer Energien bedient, sei \u201eessentiell\u201c f\u00fcr eine nachhaltigere Wirtschaftsweise und das Ziel eines klimaneutralen Europas bis 2050, sagte Projektleiter Huub de Groot von der Universit\u00e4t Leiden der taz. \u201eSunrise\u201c will so Brennstoffe wie Methan, Methanol und Ethanol produzieren \u2013 und zwar 50 Prozent g\u00fcnstiger als fossile Alternativen.<\/p>\n<p>Pro Hektar sollen in den Solarparks j\u00e4hrlich 2.500 Tonnen CO2 aus der Atmosph\u00e4re gezogen werden. In Kombination erg\u00e4be sich langfristig eine negative CO2-Bilanz. Hehre Ziele, die noch in weiter Ferne liegen, wie die InitiatorInnen selbst eingestehen.<\/p>\n<p>Sunrise k\u00f6nnte zu einem Flagship werden<br \/>\nIn der ersten Phase muss \u201eSunrise\u201c seine Stichhaltigkeit beweisen. Dann k\u00f6nnte es zu einem sogenannten Flagship avancieren, einem zehnj\u00e4hrigen F\u00f6rderprogramm der EU, das die Projekte dauerhaft in Exzellenzzentren verwandeln soll. Ob \u201eSunrise\u201c den zweiten Zuschlag erh\u00e4lt, k\u00f6nnte insbesondere davon abh\u00e4ngen, wie wirtschaftlich die Verfahren am Ende tats\u00e4chlich sind.<\/p>\n<p>Die Chancen auf den Durchbruch stiegen dabei mit der verf\u00fcgbaren Grundlagenforschung, dem Preisdruck und dem politischen Willen, sagt Jochen Mattay, Experte f\u00fcr Photochemie, der taz. \u201eDie Probleme fr\u00fcherer Ans\u00e4tze waren etwa die relativ geringe Zahl an Arbeitsgruppen, die sich mit dieser Thematik befassten\u201c, konstatiert der emeritierte Bielefelder Professor. eu-kommission<\/p>\n<p>Niedrige Preise f\u00fcr Kohle und \u00d6l, das Beharren auf altbew\u00e4hrten Verfahren \u201eund nicht zuletzt das mangelnde Bewusstsein f\u00fcr \u00f6kologische Probleme\u201c h\u00e4tten die Forschung zudem erschwert. Heute sei das anders, weshalb das \u201eSunrise\u201c-Projekt gro\u00dfes Potenzial habe, so Mattay.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die europ\u00e4ische Forschungsinitiative \u201eSunrise\u201c will klimafreundlichere Kraftstoffe entwickeln. Im Rahmen der europ\u00e4ischen Exzellenzf\u00f6rderung \u201eHorizon 2020\u201c erhielt die Initiative als eines von sechs Projekten den Zuschlag \u00fcber eine Million Euro. Nach einem Jahr Laufzeit wird entschieden, ob weiter gef\u00f6rdert wird. 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