{"id":63468,"date":"2019-05-21T09:45:15","date_gmt":"2019-05-21T07:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=63468"},"modified":"2019-05-21T09:47:40","modified_gmt":"2019-05-21T07:47:40","slug":"die-heimkompostierbare-kaffeekapsel-von-golden-compound","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/die-heimkompostierbare-kaffeekapsel-von-golden-compound\/","title":{"rendered":"Die heimkompostierbare Kaffeekapsel von Golden Compound"},"content":{"rendered":"<p><strong>Verbraucher achten heute verst\u00e4rkt auf die Nachhaltigkeit von Produkten. Neue Produkte wollen nachhaltig sein und werben damit. Oft sind dies aber nur Aussagen der Produzenten ohne einen entsprechenden Nachweis. Anders in diesem Fall: Die heimkompostierbare Kaffeekapsel der Firma Golden Compound (GC) wurde vom unabh\u00e4ngigen nova-Institut einer Nachhaltigkeitsanalyse nach dem VDI 4605-Standard unterzogen. Dabei wurde die neue Kaffeekapsel aus Biokunststoffen und Sonnenblumenschalen mit einer \u00fcblichen Kaffeekapsel aus dem Kunststoff Polypropylen (PP) verglichen, einem der \u00f6kologisch besten petrochemischen Kunststoffe \u00fcberhaupt. Und sie konnte den Vergleich deutlich gewinnen.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff9900;\">English version: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/golden-compounds-sustainable-coffee-capsule\/\" target=\"_blank\">https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/golden-compounds-sustainable-coffee-capsule\/<\/a><\/span><\/p>\n<p>Die VDI-Richtlinie 4605 zur Nachhaltigkeitsbewertung, stellt ein einfaches und transparentes Verfahren zur nachvollziehbaren, vergleichenden Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten dar. Ziel ist Besch\u00e4ftigung mit allen drei Nachhaltigkeitsdimensionen, um ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis von \u00d6kologie, \u00d6konomie und Soziales zu erreichen. Die VDI-Indikatoren basieren auf der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, welche unter anderem auf den 17 Zielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen basiert.<br \/>\nBei der Pr\u00fcfung eines Produktes auf Nachhaltigkeit muss ein Referenzzustand festgelegt werden, mit dem das zu untersuchende Produkt vergleichend bewertet wird. Die Bewertung der Indikatoren soll m\u00f6glichst quantitativ durchgef\u00fchrt werden, falls nicht m\u00f6glich reicht eine ausf\u00fchrliche qualitative Wertung aus. F\u00fcr jeden Indikator wird die Wertungen besser (+1), etwa gleich (0) und schlechter (-1) als die Referenz vergeben und f\u00fcr die Gesamtwertung \u00fcber alle Indikatoren addiert.<\/p>\n<p>Im VDI-Nachhaltigkeitsvergleich gewinnt die kompostierbare Kaffeekapsel insgesamt mit +7 Bewertungspunkten gegen\u00fcber einer PP-Kapsel. Die Golden Compound-Kapsel spart durch die Verwendung bio-basierter Rohstoffe gegen\u00fcber Kunststoffkapseln aus Polypropylen (PP) und einem Aluminiumdeckel 510 g Erd\u00f6l und 1,1 kg Bauxit pro 1.000 Kapseln ein, da sie zu 60 % aus erneuerbarem, nicht fossilem Kohlenstoff besteht. Die Herkunftsl\u00e4nder der Rohstoffe der Golden- Compound-Kapsel sind Kanada und Bulgarien, die Produktion findet in Thailand, Deutschland und \u00d6sterreich statt, wohingegen Erd\u00f6l vor allem aus dem Nahen Osten, Afrika und S\u00fcdamerika stammt.<br \/>\nDurch die biologische Abbaubarkeit im Heimkompost punktet die Kapsel vor allem bei sozialen Kriterien wie Toxikologie\u00a0 und\u00a0 Gesundheit,\u00a0 Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher\u00a0 Akzeptanz. Auch bei \u201e\u00d6konomie\u201c kann die neue Kapsel punkten \u2013 nicht bei \u201eWirtschaftlichkeit\u201c, wohl aber Zukunftsvorsorge und internationaler Kooperation.<\/p>\n<p>Noch nicht \u00fcberzeugen kann die heimkompostierbare Kaffeekapsel bei \u201e\u00d6kologie\u201c, was zun\u00e4chst \u00fcberraschen mag. Dies hat vor allem zwei Gr\u00fcnde: Fl\u00e4chennutzung und Wasserbedarf schneiden bei nachwachsenden Rohstoffen meist schlechter ab als bei der Petrochemie. Bei Energieeffizienz und Klimaschutz tr\u00e4gt zum Nachteil bei, dass sowohl die Materialeigenschaften als auch die Produktionsprozesse noch nicht so optimiert sind wie bei der Petrochemie. Da die Biopolymerproduktion gerade erst angelaufen ist, besteht hier gegen\u00fcber der \u00fcber Jahrzehnte etablierten, optimierten und gro\u00dfvolumigen Erd\u00f6lchemie ein erhebliches Optimierungspotenzial f\u00fcr die Indikatoren Energieeffizienz, Prim\u00e4renergieverbrauch, Treibhausgaspotenzial und St\u00fcckkosten. Die Golden Compound-Kapsel ben\u00f6tigt zudem aktuell mehr Material als die PP-Kapsel. Es kann erwartet werden, dass das aktuell h\u00f6here Kapselgewicht durch die Weiterentwicklung des verwendeten Biopolymers und Compounds verringert werden kann. Besser ist aber schon jetzt die Reduktion der Abfallstr\u00f6me durch eine Heimkompostierung der gebrauchten Kaffeekapseln. Weiterhin wurde bereits durch die \u00d6kobilanz gezeigt, dass beim Umstieg auf voll bio-basierte Rohstoffe f\u00fcr die Biopolymerproduktion die \u00f6kologischen Indikatoren verbessert werden k\u00f6nnen. Insgesamt sind in den n\u00e4chsten Jahren Fortschritte zu erwarten, die das ohnehin schon gute Ergebnis weiter verbessern und die Golden Compound-Kapsel noch nachhaltiger werden lassen.<\/p>\n<p>Die Kurzfassung der Nachhaltigkeitsbewertung ist auf <a href=\"http:\/\/www.bio-based.eu\/ecology\/#GoldenCompound\" target=\"_blank\">www.bio-based.eu\/ecology\/#GoldenCompound<\/a> erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeitsbewertung nach VDI-4605<\/p>\n","protected":false},"author":58,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,7192],"tags":[10608,15794,10527],"supplier":[10004,4],"class_list":["post-63468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-novapress","tag-biooekonomie","tag-lca","tag-nachhaltigkeit","supplier-golden-compound","supplier-nova-institut-gmbh"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/58"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63468\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63468"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=63468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}