{"id":63259,"date":"2019-05-16T07:26:39","date_gmt":"2019-05-16T05:26:39","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=63259"},"modified":"2019-05-13T08:34:24","modified_gmt":"2019-05-13T06:34:24","slug":"bauernhof-im-bottich-mit-fermentation-das-klima-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bauernhof-im-bottich-mit-fermentation-das-klima-retten\/","title":{"rendered":"Bauernhof im Bottich: Mit Fermentation das Klima retten"},"content":{"rendered":"<p>Hefen und Bakterien lassen sich als winzige Bioreaktoren nutzen. Damit k\u00f6nnen Milchproteine, Spinnenseide, Aromastoffe und sogar Flugbenzin klima- und ressourcenschonender produziert werden. Doch was im Labor funktioniert, kann im Produktionsma\u00dfstab in der freien Wirtschaft oft nicht bestehen.<\/p>\n<p>Der New Yorker Stadtteil Brooklyn, abends um sieben. Ich habe mich mit zwei Deutschen, die in der Stadt leben, hier verabredet. Stephanie Gast Zepeda und Simon Cordes. Ich m\u00f6chte sie zum Burgeressen einladen.<\/p>\n<p>Reporter:\u00a0Ich w\u00fcrde einfach ganz gerne mit euch einen Burger essen heute Abend. Ja, und warum gucken wir nicht einfach mal in die Karten rein und gucken, was uns so zusagt. Du wei\u00dft schon?<\/p>\n<p>Simon Cordes: Ja, ich nehme den Ruben Burger, sch\u00f6n mit Pastrami, Sauerkraut und Pickles. H\u00f6rt sich gut an. Ist halt typisch New York.<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: Ich hab das noch nie probiert, deswegen w\u00fcrde ich das glaube ich auch mal bestellen.<\/p>\n<p>Reporter: Habt ihr den Impossible Burger gesehen auf der Karte?<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: Ja, klang auch interessant.<\/p>\n<p>Simon Cordes: Also, ich denke mal, dass das ein vegetarischer oder veganer Burger ist. Da bin ich kein Fan von. Es muss schon Fleisch sein.<\/p>\n<p>Wegen des Impossible Burgers sind die drei hier, denn in Deutschland bekommt man ihn bisher nicht. Der Burger ist rein pflanzlich, soll aber nach Fleisch schmecken. Menschen wie Simon Cordes, die sagen \u201ees muss schon Fleisch sein\u201c, sind genau die Zielgruppe dieses Produkts. Das sagte \u2013 bei der Einf\u00fchrung des Burgers in einem anderen Restaurant \u2013 der Gr\u00fcnder der Herstellerfirma, <a href=\"https:\/\/impossiblefoods.com\/media\/leadership\/patbrown\/\" target=\"_blank\">Pat Brown<\/a>.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt Milliarden von Menschen auf der Welt, die Fleisch lieben. Ich glaube, es ist unrealistisch zu hoffen, dass die irgendwann aufh\u00f6ren wollen Fleisch zu essen. Die L\u00f6sung ist nicht, sie zu bitten weniger oder kein Fleisch zu essen, sondern das Fleisch, das sie lieben, auf eine bessere Art und Weise herzustellen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eTiere als Mittel der Nahrungsproduktion zu ersetzen\u201c<br \/>\nDas Thema besch\u00e4ftigt Pat Brown jetzt schon seit Jahren. Seit er 2009 eine Auszeit von seiner Forscherkarriere nahm und eine neue Herausforderung suchte.<\/p>\n<p>\u201eIch war 25 Jahre Forscher in Stanford. Mein Traumjob, ich habe diesen Job geliebt. Aber w\u00e4hrend eines Sabbaticals habe ich mich entschieden, mich dem wichtigsten Problem zu widmen, bei dem ich etwas bewirken kann. Und das war ohne Zweifel, Tiere als Mittel der Nahrungsproduktion zu ersetzen, weil das die zerst\u00f6rerischste Technik der Welt ist.\u201c<\/p>\n<p>Die Alternative, die Pat Brown vorschl\u00e4gt: Fermentation. Hefezellen stellen f\u00fcr seinen Burger den Blutbestandteil H\u00e4m her, der ihm den fleischigen Geschmack gibt. Jeder einzelne Burger soll im Vergleich zu einem Fleischburger in etwa so viele Emissionen einsparen, wie ein Auto auf einer Strecke von 30 Kilometern produziert. Au\u00dferdem eine halbe Badewanne voll Wasser und sieben Quadratmeter Land.<\/p>\n<p>Geschmackvoller Klimaschutz<br \/>\n\u00c4hnliche Vorteile der Bioproduktion nennen andere Experten, beispielsweise Ralf Takors von der Universit\u00e4t Stuttgart. Obwohl er nicht fl\u00e4chenintensive Tierhaltung ersetzen will, sondern Aromen, die aus Pflanzen gewonnen werden.<\/p>\n<p>\u201eMan darf nicht die Augen davor verschlie\u00dfen, dass diese Aromen dann zwar in der Pflanze hergestellt worden sind, aber oftmals in Monokulturen, und die Monokulturen haben auch Nachteile. Agrarwirtschaftliche Nachteile, die eine Monokultur mit sich bringt, \u00dcberd\u00fcngung und \u00c4hnliches und das Prinzip der Monokultur an sich. Und wenn ich dann stattdessen mit viel h\u00f6heren Ertr\u00e4gen umgerechnet auf einen Hektar Land die gleiche Menge Aromastoff anders herstellen kann und den dann in die Lebensmittel zugebe, hat das Klima am Ende gewonnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAnders herstellen\u201c hei\u00dft: mittels Fermentation. Sein Institut in Stuttgart arbeitet mit einem Startup in den USA daran, das er nicht namentlich nennen will. Takors sagt, wenn die Mikroorganismen aus diesem Projekt mit einem Kilo Zucker gef\u00fcttert werden, erhalte er daraus 300 Gramm des Aromastoffs. Der Anbau der daf\u00fcr n\u00f6tigen Zuckerr\u00fcben oder des Zuckerrohrs verbrauche viel weniger Fl\u00e4che als der Anbau der Pflanzen aus denen der Aromastoff bisher gewonnen wird \u2013 sei es die Rinde von Zimtb\u00e4umen oder Bl\u00fctenbl\u00e4tter.<\/p>\n<p>\u201eFermentation ist eine ganz alte Technik. Wenn Sie an unsere Lebensmittel denken wie K\u00e4se, wie andere Milchprodukte, wie auch Alkoholika, Bier, Wein und so weiter, das sind alles ganz ureigene biotechnische Produkte, vor Tausenden von Jahren zum ersten Mal entwickelt, ohne dass die Leute wussten, dass es da irgendwelche Mikroorganismen waren, die die Umsetzungen eigentlich durchgef\u00fchrt haben.\u201c<\/p>\n<p>Alte Technik neu entdeckt<br \/>\nFermentation war also nie out, aber im Moment ist sie besonders in: Homebrewer fermentieren Getreide zu ihrem eigenen Bier, andere machen Sauerkraut oder Kimchi \u2013 fermentiertes Gem\u00fcse \u2013 selbst. Viele Hobbyb\u00e4cker haben Sauerteig-Kulturen im K\u00fchlschrank. Auch in der Industrie sind flei\u00dfige Mikroorganismen gefragter denn je. Hefen, Bakterien und Algen sollen landwirtschaftliche oder chemische Prozesse durch biologische ersetzen. Sie sollen beispielsweise das oft klimasch\u00e4dlich gewonnene Palm\u00f6l schonender herstellen oder Probleme im Hanfanbau durch alternative Gewinnung von Opioiden l\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u201eDie Fermentation kommt insbesondere genau dann ins Spiel, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Wenn es darum geht, Prozesse zu entwickeln zu neuen Produkten im Bereich Gesundheit, im Bereich Lebensmittel, Kosmetika, Aromastoffe, Fein-Chemie, was auch immer. Um nachhaltig ein Produkt herzustellen, was vielleicht schon auf dem Markt ist, wo also das Verfahren an sich das Nachhaltige, das Neue ist, oder aber erst ganz neue Produkte zu entwickeln, die so hoch funktional sind, dass sie nur \u00fcber solche Wege hergestellt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Nachhaltigkeit bedeutet f\u00fcr Ralf Takors, dass die Rohstoffe erneuerbar sind und dass der CO2-Fu\u00dfabdruck minimiert wird. Hinzu kommen andere Umweltfaktoren, etwa Versauerung von B\u00f6den oder Emissionen von Methan oder Stickstoffmonoxid. In allen diesen Faktoren k\u00f6nnen Fermentationsprozesse traditionellen Produktionsmethoden \u00fcberlegen sein \u2013 und damit auch ein anderes Problem angehen, sagt Alexander Mathys, Nachhaltigkeits-Experte von der ETH Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>\u201eWeltweit haben wir ein Bed\u00fcrfnis, mehr Lebensmittel zu produzieren, weil wir eine steigende Weltbev\u00f6lkerung vorfinden. Und das bedarf zum Beispiel, wenn wir mit den derzeitigen Fr\u00fcchten arbeiten, mehr Platz. Den haben wir nicht. Es gibt nicht mehr Agrarfl\u00e4che, wir nutzen bereits unsere verf\u00fcgbaren Agrarfl\u00e4chen. Und dann kommen Innovationen zum Tragen die weniger Land ben\u00f6tigen, die zum Beispiel mit Fermentation von Mikroorganismen arbeiten. Und das sind signifikante Herausforderungen f\u00fcr uns in der Akademia, aber nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Gesellschaft und f\u00fcr die Industrie.\u201c<\/p>\n<p>Mehr Lebensmittel, mehr Platz?<br \/>\nDie effizienteren Produktionsmethoden k\u00f6nnten sogar doppelt gut f\u00fcr&#8217;s Klima sein. Hersteller von Fleischalternativen hoffen etwa, dass durch die neuen Produkte Fl\u00e4chen frei werden, auf denen bisher Vieh steht. Diese k\u00f6nnten dann aufgeforstet werden, was gut f\u00fcr die CO2-Bilanz w\u00e4re. Daran glaubt Alexander Mathys aber nicht so recht.<\/p>\n<p>\u201eIch denke, wir sollten uns \u00fcber alternative Prim\u00e4rproduktion Gedanken machen. Und hier k\u00f6nnten Mikroorganismen eine signifikante Rolle einnehmen. Aber das hei\u00dft nicht, dass diese Mikroorganismen komplett unsere derzeitigen Fr\u00fcchte, zum Beispiel Getreide oder Soja, ersetzen k\u00f6nnen oder sollen. Das hei\u00dft einfach, dass unsere Landwirtschaft diverser werden kann, um die zus\u00e4tzlichen Produktionskapazit\u00e4ten, die notwendig sind, zu realisieren.\u201c<\/p>\n<p>Pat Brown hat beim Impossible Burger allerdings genau das gemacht: Soja durch Fermentation ersetzt \u2013 aus den eben genannten Effizienzgr\u00fcnden. Das H\u00e4m lie\u00dfe sich auch nat\u00fcrlich aus den Wurzeln der Sojapflanze gewinnen \u2013 aber in geringen Mengen. Die Hefen seiner Firma produzieren es hingegen anscheinend mit Leichtigkeit.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Hefe produziert H\u00e4m in einem Fermenter, \u00e4hnlich wie in einer Brauerei, nur dass wir anstatt Bier das H\u00e4m-Protein f\u00fcr unsere Produkte herstellen.\u201c<\/p>\n<p>Im Burgerladen in Brooklyn habe ich meine beiden G\u00e4ste \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, den Impossible Burger zu probieren. Wir haben zwei davon vor uns und zum Vergleich einen Fleisch-Burger.<\/p>\n<p>Reporter: Wie ist der optische Eindruck?<\/p>\n<p>Simon Cordes: Sieht nicht gerade knusprig aus, sieht ein bisschen hell aus.<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: Also, wenn man genau hinschaut, denkt man schon, huch, was ist das f\u00fcr ein komisches Fleisch?<\/p>\n<p>Reporter: Also dein richtiges Fleisch, das sieht schon ein bisschen fleischiger aus. Dann machen wir jetzt den gro\u00dfen Vergleich. Guten Appetit.\u00a0Schmeckt gut, aber es fehlt der Biss. Also geschmacklich ist es auch nicht wirklich 100 Prozent Fleisch.<\/p>\n<p>Simon Cordes: Also klar, man merkt, dass es kein Fleisch ist, aber ich finde den Geschmack gut. Ich k\u00f6nnte den auch jetzt jedes Mal bestellen.<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: Ich w\u00fcrd sagen, optisch ist es noch n\u00e4her am Fleisch als geschmacklich.<\/p>\n<p>Reporter: Meinst du, wenn du jetzt schon zwei Bier getrunken h\u00e4ttest, w\u00e4re das anders?<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: Schwierig. Also, je nachdem wie gro\u00df diese Biere sind&#8230; so nach zwei Halben&#8230;<\/p>\n<p>Simon Cordes: &#8230; Ma\u00df Bier auf dem Oktoberfest&#8230; ja, vielleicht.<\/p>\n<p>Allesk\u00f6nner dank Gentechnik<br \/>\nEs gibt eine ganze Reihe von Startups, die tierische Proteine mithilfe von Mikroorganismen produzieren wollen. Perfect Day Foods nutzt Hefen f\u00fcr Milchproteine. Bolt Threads will Spinnenseide im Fermenter herstellen. Modern Meadow&#8217;s Hefe produziert Collagen, woraus das Unternehmen Leder herstellt. Dass Mikroorganismen dazu gebracht werden k\u00f6nnen, beinahe beliebige Molek\u00fcle zu produzieren, ist Gentechnik zu verdanken, sagt Ralf Takors.<\/p>\n<p>\u201eDas hat damit zu tun, dass gerade in den letzten Jahren, vielleicht Jahrzehnten, viele neue Techniken entwickelt worden sind um Mikroorganismen, sei es beispielsweise ein klassischer Mikroorganismus wie Escherichia Coli, sei es die B\u00e4ckerhefe, sei es andere, so gezielt zu ver\u00e4ndern durch molekularbiologische Methoden, dass sie den Stoffwechsel der Zelle so ver\u00e4ndern oder ganz neue Reaktionen hineinbringen, die den Weg vom Zucker zum Zielprodukt erst erm\u00f6glichen. Und im Endeffekt wird dann aus einem Mikroorganismus eine Produktionszelle, um Produkte herzustellen, die wir haben wollen.\u201c<\/p>\n<p>Die Endprodukte, sagt Ralf Takors, sind von den nat\u00fcrlichen Molek\u00fclen nicht zu unterscheiden. Die Genver\u00e4nderung betrifft nur die Mikroorganismen, die das Produkt herstellen. Im Endprodukt sind sie nicht enthalten. Trotzdem mahnt Alexander Mathys an, dass die Gentechnik-Komponente oft nicht klar genug kommuniziert wird.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir uns die Startups anschauen, die in dem Bereich arbeiten, wird dort oft gespielt: pflanzliche Quellen und Mikroorganismen, alles kein Problem. Ganz oft werden hier aber gewisse Inhaltsstoffe aus gentechnisch ver\u00e4nderten Zellen produziert. Ich m\u00f6chte das nicht bewerten. F\u00fcr mich ist das eine interessante Option und das muss jedes Unternehmen, auch jede Konsumentin und Konsument selber entscheiden, ob sie diesen Weg gehen m\u00f6chten oder nicht. F\u00fcr mich ist es nur wichtig, dass es klar kommuniziert wird und nicht nur im Internet auf der Seite x, Unterseite y, sondern auf der Verpackung.\u201c<\/p>\n<p>Mathys fordert Transparenz, um Misstrauen ab- und Vertrauen aufzubauen. Nicht ohne Grund sitzen die meisten Bio-Industrie-Startups in den USA und nicht in Europa. Gesellschaft, Politik und Wirtschaft sind hierzulande skeptischer gegen\u00fcber allem eingestellt, was mit Gentechnik zu tun hat.<\/p>\n<p>Retortenfleisch \u2013 nichts f\u00fcr Deutsche?<br \/>\n\u201eIn Europa ist das Geld, das in solche Bereiche flie\u00dft, viel, viel geringer als es in USA ist. Dort sind Startups, die erfolgreich sind, vergleichsweise leicht in ein paar Jahren bei 100, 200 Millionen Dollar an Venture Capital. Davon k\u00f6nnen in der Regel europ\u00e4ische Startups, nur tr\u00e4umen.\u201c<\/p>\n<p>Der Impossible Burger in Deutschland \u2013 wirklich impossible?<\/p>\n<p>\u201eIch kann mir nicht vorstellen, dass hier die Verbraucher auf so einen Burger springen w\u00fcrden, da g\u00e4b&#8217;s wieder viele Diskussionen.\u201c<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: \u201eWenn das so k\u00fcnstlich hergestellt ist, dann w\u00fcrde ich glaube ich pers\u00f6nlich eher einen anderen vegetarischen Burger bestellen, der nicht versucht Fleisch zu imitieren als einen der so k\u00fcnstlich Fleisch versucht zu imitieren.\u201c<\/p>\n<p>Reporter: Bei unserem Burgertest in Brooklyn finden wir Informationen \u00fcber den Impossible Burger auf einem Flyer neben der Kasse. Stephanie Gast Zepeda sagt, sie habe nichts gegen Gentechnik, setzt aber lieber auf nat\u00fcrliche Zutaten. Simon Cordes st\u00f6rt die Gentechnik auch nicht. Er hat mehr Fragen hinsichtlich der anderen Inhaltsstoffe.<\/p>\n<p>Simon Cordes: Wie zum Beispiel Coconut-\u00d6l, muss ich halt sagen, ist ziemlich ungesund. Man sollte nicht davon ausgehen, dass der Burger auch gesund ist.\u201c<\/p>\n<p>Reporter: \u201eIch frage mich halt, ob Leute wirklich, also&#8230;. Ich glaube Leute achten schon viel auf Gesundheit und so, aber ob jetzt jemand ans Klima denkt bei der Entscheidung, was er kauft und wie klimafreundlich oder umweltfreundlich das ist, was man sich auf den Teller tut, ist glaube ich nochmal eine ganz andere Frage.\u201c<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: \u201eIch wei\u00df nicht. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich w\u00e4re das Klima noch eher ein Grund als die Gesundheit. Weil ich mir um meine Gesundheit jetzt \u2013 gut, ich bin ja noch jung und hab gute Gene \u2013 da mache ich mir einfach noch nicht so viele Gedanken. Ich glaube da mache ich mir schon mehr Gedanken um die Umwelt aber ich bin einfach ein bisschen zu desillusioniert vielleicht, als dass ich wirklich dran glauben k\u00f6nnte was jede einzelne kleine Tat&#8230; Nat\u00fcrlich setzt sich alles zusammen aus unseren kleinen einzelnen Taten, aber jede einzelne kleine Tat an sich muss innerhalb dieses Rahmens stattfinden, der sich so gestaltet, dass es auch wirklich nachhaltig sein kann. Ohne die Politik und den entsprechenden Rahmen bringt das alles nichts. K\u00f6nnen wir alle Vegetarier werden, das Fleisch wird trotzdem subventioniert, wird halt weggeschmissen statt konsumiert&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Tradition versus biotechnologische Revolution<br \/>\nUnsere Welt ist auf die traditionellen Produktionsweisen ausgerichtet. Wertsch\u00f6pfungsketten, Industrie-Anlagen, Finanzwesen und Politik sind eingeschliffen auf Verfahren, die sich nicht leicht umstellen lassen. Vieles h\u00e4ngt damit zusammen, dass die Biotechnologie neu ist, w\u00e4hrend die Fleischwirtschaft oder die chemische Industrie Jahrzehnte und Jahrhunderte Zeit hatten, ihre Prozesse immer effizienter zu machen.<\/p>\n<p>\u201eDie Biotechnologie-Revolution ist faszinierend. Aber wir haben es schwer, konkurrenzf\u00e4hig zu sein und Dinge herzustellen, die auf dem Markt bestehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs gab schon ein paar Beispiele: Polymilchs\u00e4uren oder 1,3-Propandiol, mit dem man sehr interessante Polyester herstellen kann. Dupont hat das gemacht. Unternehmen gucken sich das an, aber sie sind nicht unbedingt so erfolgreich wie erhofft.\u201c<\/p>\n<p>Ihn besch\u00e4ftigen vor allem Ans\u00e4tze, bisher erd\u00f6l- und erdgasbasierte Produkte von Mikroorganismen herstellen zu lassen. Kunststoffe beispielsweise. Aber offenbar ist das \u00d6l zu billig im Vergleich zu den neuen Verfahren. Zwei amerikanische Unternehmen, die Bernsteins\u00e4ure von Bakterien herstellen lassen wollten, statt sie aus fossilen Rohstoffen zu gewinnen, sind unter dem Preisdruck kollabiert. Und das kalifornische Unternehmen Amyris hatte 2013 eine Kooperation mit dem \u00d6lkonzern Total geschlossen. Inzwischen konzentriert es sich auf einen alternativen Markt:<\/p>\n<p>\u201eBei Amyris haben sie immer davon geredet, Farnesene f\u00fcr Dieselkraftstoff zu produzieren. Aber sie sind im Treibstoff-Markt nicht konkurrenzf\u00e4hig. Doch sie setzen dieselbe Komponente, die sie mittels Fermentation produzieren, jetzt in Kosmetik-Produkten ein, wo die Kosten ganz andere sind.\u201c<\/p>\n<p>Energie aus M\u00fcll<br \/>\nNeben den Entwicklungskosten ist ein wichtiger Faktor das Ausgangsmaterial. Die Mikroorganismen m\u00fcssen mit etwas gef\u00fcttert werden, das sie in das gew\u00fcnschte Molek\u00fcl verwandeln k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnen Vitamine, Aminos\u00e4uren, Salze, Ammonium und mehr sein, aber vor allem Zucker oder St\u00e4rke. Und deren Preis kann schwanken. Hinzu kommen Energiekosten. Ein Startup, das sich \u00fcber die Rohstoffkosten fast keine Gedanken machen muss, ist Lanzatech aus Chicago. Dort ist Michael K\u00f6pke Direktor der Abteilung f\u00fcr Synthetische Biologie.<\/p>\n<p>\u201eDie Mikroben, die wir verwenden, haben die spezielle F\u00e4higkeit, Gase wie Kohlenmonoxid, CO2 oder Wasserstoff direkt zu verwerten und fermentieren zu k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnen zum einen Abgase von der Industrie sein, beispielsweise Abgase von einem Stahlwerk oder der Metallverarbeitung. Diese Abgase k\u00f6nnen wir direkt f\u00fcr den Prozess einfangen, bevor sie zum Schornstein hinaus geblasen werden und als Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re landen w\u00fcrden. Aus den Abgasen k\u00f6nnen wir dann durch den Fermentationsprozess \u00fcber unseren speziellen Mikroorganismus Treibstoff oder andere Chemikalien herstellen.\u201c<\/p>\n<p>K\u00f6pke nimmt daf\u00fcr eine Bakterienart, die im Darm von Tieren und auch in B\u00f6den vorkommen kann und die in der Natur geringe Mengen Ethanol produziert. Er hat daraus einen Stamm gez\u00fcchtet, der sehr viel Ethanol produziert. Lanzatech hat anscheinend die Durststrecke \u00fcberstanden, an der viele Startups scheitern: Mehr als zehn Jahre hat das Unternehmen in Forschung und Entwicklung investiert und laut Michael K\u00f6pke eine Pilotanlage 70.000 Stunden laufen lassen, um den Prozess zu perfektionieren. Bis im Mai 2018 die erste Anlage den Regelbetrieb aufnehmen konnte.<\/p>\n<p>\u201eDie erste kommerzielle Anlage ist jetzt am Laufen. Das ist zur Herstellung aus Ethanol aus Stahlwerk-Abgasen. Die Anlage ist in China direkt neben einem gro\u00dfen Stahlwerk. Pro Jahr produziert diese Anlage 48 000 Tonnen Ethanol zur Verwendung als Treibstoff f\u00fcr Autos.\u201c<\/p>\n<p>Flugzeugtreibstoff aus Ethanol von Bakterien<br \/>\nEine zweite Anlage ist neben einem Stahlwerk in Belgien im Bau. Mit der Menge Ethanol, die eine dieser Anlagen produziert, sagt Michael K\u00f6pke, k\u00f6nnten 100.000 Autos ein Jahr lang betankt werden. Im Endeffekt landet das CO2 aus dem Stahlwerk dann aber doch wieder in der Luft, wenn es aus dem Auspuff der Autos kommt. Zudem ist bei Autos absehbar, dass Verbrennungsmotoren der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Anders im Flugverkehr. Kommerzielle Flugzeuge werden auf absehbare Zeit weiter Treibstoff verbrennen. Michael K\u00f6pke hofft, dass dieser Flugzeugtreibstoff in Zukunft aus dem Ethanol von seinen Bakterien gemacht wird. Auch diesen Prozess entwickelt Lanzatech.<\/p>\n<p>\u201eNach ausgiebigen mehrj\u00e4hrigen Tests wurde letztes Jahr im April dieser Flugzeug-Treibstoff zertifiziert und zugelassen. Im Oktober hatten wir einen ersten kommerziellen transatlantischen Personenflug mit einer mit Lanzatech-Flugzeug-Treibstoff betankten Boeing 747 von Orlando nach London.\u201c<\/p>\n<p>Der Treibstoff sei herk\u00f6mmlichem Kerosin sogar \u00fcberlegen: Die Abgase enthalten weniger Schwefel und Ru\u00df, es gebe 80 Prozent weniger Kondensstreifen, die sogar einen st\u00e4rkeren Einfluss auf das Klima haben sollen als das ausgesto\u00dfene CO2. Und dieser Sprit hat eine h\u00f6here Energiedichte, was bedeutet, dass Flugzeuge weniger tanken m\u00fcssen, somit leichter sind und weniger Abgase aussto\u00dfen. John Holladay, der Forscher am amerikanischen Energieministerium, hat mit Lanzatech zusammengearbeitet und kennt den Prozess und die Vorteile des Treibstoffs genau. Trotzdem sagt er:<\/p>\n<p>\u201eEs ist sehr schwer mit \u00d6l zu konkurrieren, ohne irgendeine Form von Kohlenstoff-Steuer oder Emissionshandel. Solange wir Kohlenstoff nicht besteuern, ist es sehr schwer mit \u00d6l zu konkurrieren, ob Sie nun Treibstoff machen oder eine Chemikalie.\u201c<\/p>\n<p>Oder umgekehrt: Lanzatech fordert, dass der Treibstoff aus Abgasen von der Politik als Bio-Treibstoff gef\u00f6rdert wird. Die Eisen- und Stahl-Industrie ist einer der gr\u00f6\u00dften Klimakiller: sie ist verantwortlich f\u00fcr rund ein Viertel der CO2-Emissionen in der Industrie. Wenn Lanzatech an allen Stahlwerken, bei denen es machbar ist, die Abgase fermentiert, lie\u00dfe sich damit 20 Prozent\u00a0des Flugbenzins ersetzen.<\/p>\n<p>Billiges Fleisch und teurer Fleischersatz<br \/>\nIm Burgerrestaurant kommen die Besitzerin und ihr Sohn an unseren Tisch. Der Impossible Burger sei gerade ein gro\u00dfes Ding in Brooklyn, sagt Lesley Covitz Fulton. Ich erz\u00e4hle ihr von unserem Gespr\u00e4ch, dass Stephanie meinte, Fleisch sei zu billig, und sage, dass mir aufgefallen ist, dass der vegane Burger der teuerste auf der Karte ist.<\/p>\n<p>Er koste im Einkauf etwa dreimal so viel wie Fleisch, sagt sie. Umgerechnet zw\u00f6lf Euro haben wir f\u00fcr einen Impossible Burger bezahlt. Der g\u00fcnstigste Hamburger auf der Karte kostet sieben Euro.<\/p>\n<p>Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht \u00e4ndern, dann werden alternative Produkte auf Basis von Mikroorganismen wohl teuer bleiben \u2013 und nicht bereit sein f\u00fcr einen wirklichen Massenmarkt, der global f\u00fcr signifikant mehr Nachhaltigkeit sorgt.<\/p>\n<p>\u201eDeswegen arbeiten wir auch hier zum Beispiel an der ETH Z\u00fcrich mit vielen verschiedenen Partnern aus dem afrikanischen oder auch aus dem asiatischen Bereich zusammen, um Low-Tech-L\u00f6sungen zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Nicht jede L\u00f6sung funktioniere in jeder Region gleich gut, sagt Alexander Mathys. Wo es viel Sonne gibt, k\u00f6nne eine weitere Alternative wirtschaftlicher Proteine produzieren als Hefen und Bakterien: Mikroalgen.<\/p>\n<p>\u201eBei den Mikroalgen k\u00f6nnten wir aus sehr einfachen Systemen, das wird bereits durchgef\u00fchrt, diese Biomasse produzieren. Das sind Open Pond Systeme, die kann man sich vorstellen wie eine Badewanne. Wir haben Sonne zur Verf\u00fcgung, entsprechend Wasser muss zur Verf\u00fcgung stehen. Manche Algen wachsen auch sehr gut im Salzwasser. Das hei\u00dft hier kann man bereits ohne viel technischen Aufwand gerade so im kleineren Ma\u00dfstab produzieren.\u201c<\/p>\n<p>Lebensmittel aus Mikroalgen<br \/>\nDiese Mikroalgen k\u00f6nnen CO2 in Nahrung verwandeln \u2013 und das relativ unkompliziert unter freiem Himmel. Kompliziert k\u00f6nnte es allerdings werden, wenn es darum geht, daraus ein vermarktbares Produkt zu entwickeln, das den Appetit der Kunden anregt wie ein Burger, statt langweilig zu sein wie eine Reiswaffel.<\/p>\n<p>\u201eDa hat man wieder diese starke emotionale, soziale Komponente im Bereich der Konsumentenschaft. Was man nicht kennt, ist man erst mal skeptisch. Aber die neueste Smartwatch wollen alle haben. Das hei\u00dft, wir haben bei uns in der Branche vom Innovations-Push ganz andere Randbedingungen als vielleicht in der Elektronikbranche, wo alle sofort das neueste Produkt haben m\u00f6chten. Also sehr konservative Konsumentinnen und Konsumenten wie auch sehr konservatives Business.\u201c<\/p>\n<p>Bestehende Produkte zu imitieren h\u00e4lt Alexander Mathys nicht immer f\u00fcr den besten Weg. Was funktionieren mag, um Verbrauchern die neue Kost schmackhaft zu machen \u2013 vegane Milch, Fleisch aus dem Labor \u2013 das ist ihm anscheinend langfristig zu unkreativ. Der Nachhaltigkeits-Experte denkt an vollkommen neuen Lebensmittel, die sich aus Mikroalgen machen lie\u00dfen, will damit aber noch nicht an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>\u201eDas erste Brot wurde auch irgendwann mal gebacken. Das sieht ja auch nicht aus wie Getreide und das wurde signifikant mechanisch bearbeitet das wurde biotechnologisch bearbeitet und das wurde thermisch signifikant bearbeitet. Das ist ein hoch prozessiertes Produkt und alle lieben Brot. Und irgendwann wurde das Brot vorgeschlagen. Vielleicht m\u00fcssen wir auch mal \u00fcber solche Konzepte nachdenken. Das sieht dann halt ganz anders aus, kennt man vielleicht noch nicht. Wir k\u00f6nnten doch die ganzen St\u00e4rken der pflanzlichen Quellen noch viel besser ausspielen. Die St\u00e4rken so gut wie m\u00f6glich nutzen und nicht immer ein St\u00fcck Fleisch kopieren oder simulieren wollen.\u201c<\/p>\n<p>Bioproduktion ist\u00a0nicht automatisch positiv f\u00fcrs Klima<br \/>\nIm Hinblick auf die gesamte Kohlenstoffwirtschaft bleibt das Imitieren von herk\u00f6mmlichen Produkten sicherlich ein wichtiger Treiber der Biotechnologie. Insbesondere dann, wenn das Imitat Eigenschaften hat, die dem Original \u00fcberlegen sind: energiereicherer Treibstoff, biologisch abbaubares Plastik, einfacher zu gewinnende Aromastoffe. Michael K\u00f6pke empfiehlt allerdings, genau hinzusehen.<\/p>\n<p>\u201eWichtig ist nat\u00fcrlich dabei: wie viel kann man herstellen \u00fcber mikrobielle Prozesse? Und nicht unbedingt jeder Prozess ist positiv f\u00fcr das Klima.\u201c<\/p>\n<p>Ein Vorteil, den die Bioproduktion langfristig ausspielen k\u00f6nnte, ist ihre Flexibilit\u00e4t. K\u00f6pkes Firma will inzwischen rund 50 verschiedene Produkte durch Fermentation von Abgasen produzieren k\u00f6nnen. In Zukunft will sie je nach Angebot und Nachfrage innerhalb kurzer Zeit von einem auf das andere Molek\u00fcl umschwenken.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die neuen Produkte ben\u00f6tigen wir eben nicht eine neue Anlage speziell f\u00fcr das Produkt sondern wir k\u00f6nnen einfach die Bakterien auswechseln. Dadurch kann eine Anlage, die heute Ethanol herstellt, dann in der n\u00e4chsten Woche ein anderes Produkt herstellen und somit auf fluktuierende Preise reagieren. Das ist wirklich ein Paradigmenwechsel im Vergleich zur traditionellen Chemikalien-Herstellung, wo Anlagen nicht auf ein neues Produkt umschwenken k\u00f6nnen und zum Teil geschlossen oder lahmgelegt werden m\u00fcssen, falls der Marktpreis f\u00e4llt.\u201c Auch eine Art von Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, ob ich den Begriff Revolution oder Evolution verwenden soll. Denn es geht ja schon um eine gewisse Biologisierung unserer Technologie. Es ist ein gro\u00dfer Trend das, was bislang immer Chemie-basiert, Erd\u00f6l-basiert gewesen ist, eben nachhaltiger zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p>Simon Cordes: Also mein Fazit ist: Ich habe den Burger das erste Mal probiert. Hab das schon \u00f6fters auf Werbetafeln gesehen und auch auf Men\u00fckarten in Restaurants. Ich w\u00fcrde ihn nochmal bestellen, aber ich w\u00fcrde es wie gesagt mehr hinterfragen das Ganze. Es ist wirklich so gesund und gut f\u00fcr die Umwelt wie es gesagt wird, wie es versprochen wird. Ich w\u00fcrde das Ganze nochmal wirklich hinterfragen.<\/p>\n<p>Reporter:\u00a0Was nimmst du mit aus dem Abend?<\/p>\n<p>Stephanie Gast Zepeda: Vegetarische Burger sind lecker. Und ich versuche nach wie vor im Privaten weniger Fleisch zu konsumieren, aber ich glaube nach wie vor dass wir einfach andere Politik brauchen, die es erlaubt, dass der Preis so gestaltet wird, dass die umweltfreundlichen Alternativen auch f\u00fcr den Geldbeutel freundlicher sind.<\/p>\n<p>Reporter:\u00a0Was ich mitnehme, ist auch so ein bisschen Nachgeschmack. Ich habe jetzt ziemlich fleischigen Nachgeschmack im Mund w\u00fcrde ich sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hefen und Bakterien lassen sich als winzige Bioreaktoren nutzen. Damit k\u00f6nnen Milchproteine, Spinnenseide, Aromastoffe und sogar Flugbenzin klima- und ressourcenschonender produziert werden. Doch was im Labor funktioniert, kann im Produktionsma\u00dfstab in der freien Wirtschaft oft nicht bestehen. Der New Yorker Stadtteil Brooklyn, abends um sieben. Ich habe mich mit zwei Deutschen, die in der Stadt [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13870,12574],"supplier":[2389,10095,277,11434,2392,8200,15764,576],"class_list":["post-63259","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-ernaehrung","tag-naehrstoffe","supplier-amyris","supplier-bolt-threads","supplier-eidgenoessische-technische-hochschule-zuerich-eth-zuerich","supplier-impossible-foods","supplier-lanzatech","supplier-modern-meadow","supplier-perfect-day-foods","supplier-total"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63259"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63259\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63259"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=63259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}